
Ausstellungseröffnung mit Bürgermeister Paule in WülfrathWie das Alsfelder Rathaus als Modell die Städte verbindet
ALSFELD/WÜLFRATH (aep). Es war sicherlich nicht die erste künstlerische Veranstaltung im „Zeittunnel“. Dennoch dürfte die Ausstellung, zu der Patrick Kosog an Pfingsten in Wülfrath eingeladen hatte, im Gedächtnis bleiben.Schaffte er es doch, außer mehreren Vertretern seiner Heimatstadt auch Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule zur Eröffnung zu laden. In dem besonderen Museum gibt es nämlich auch das Alsfelder Rathaus zu sehen.
„Kunst verbindet“, lautet der Titel der Ausstellung, und gemeint sind die Städte Wülfrath und Alsfeld, die jetzt tatsächlich etwas verbindet: Das Modell des berühmten Fachwerk-Rathauses ist ein zentraler Bestandteil im Schaffen des Künstlers, Malers und Bastlers Patrick Kosog. Über Monate hatte es in Alsfeld für Aufsehen gesorgt und zahlreiche Freunde von Modellbau, Historie und Fachwerk angezogen. Jetzt zieht es in der nordrhein-westfälischen Stadt die Blicke der Besucher auf sich und könnte auch Alsfelder dazu bewegen, auf der Karte zu schauen: Wo liegt denn Wülfrath? Kurz gesagt: Die nächste Stadt, die bei Mittelhessen ein „Aha“ auslösen könnte, ist Wuppertal.

Patrick Kosog und Bürgermeister Paule zeigen das Modell des Alsfelder Rathauses. Foto: privat
250 Kilometer Fahrt bis Wülfrath
Das ist mehr als 250 Kilometer Autofahrt entfernt, aber der Ruf des Alsfeld-Fans reichte dennoch bis Mittelhessen. Was Patrick Kosog in Wülfrath geschaffen hat, lockte auch Bürgermeister Stephan Paule in den Landkreis Mettmann, der bei der Eröffnung der Ausstellung mit Andreas Seidler und Wolfgang Preuß gleich beide Bürgermeister-Stellvertreter der Gastgeberstadt begrüßen konnte.
Die Ausstellung, die sie gemeinsam eröffneten, befasst sich mit mehr Exponaten als dem Rathaus-Modell. Auch das Schloss Aprad ist dort im Modellformat zu sehen. Das ist das ehemalige Schloss in Wülfrath, das Patrick Kosog aus Legosteinen nachbaute – in einem erwachsenen Format mit 40.000 Steinen. „Ich habe schon früh mit Lego angefangen“, sagt der Bastler, der Monate an dem 70 Zentimeter hohen Modell arbeitete.

Ein Blick in den Ausstellungsraum mit dem noch verhüllten Alsfelder Rathaus. Foto: privat
Ausstellung mit 20 Gemälden und Modellen
Vom Hildesheimer Marktplatz schuf er ein Bildnis der besonderen Art, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist: ein 3D-Gemälde mit den Ausmaßen 2,4 x 0,8 Meter – und einer Tiefe von 13 Zentimetern, 3D eben. Dazu stellt er 20 Gemälde von historischen Gebäuden aus und verrät dazu im Vorwege: „Ich bin schon lange als Maler aktiv. Das kam noch vor dem Basteln.“

Einblick in die Ausstellungsräume. Foto: privat
Aber es ist das Rathaus-Projekt, das noch länger nachwirken könnte, denn Patrick Kosog möchte eine Verbindung zwischen den beiden Städten anregen, die ihm so gut gefallen. Auf einem 3D-Bild hat er die bereits vorweg genommen: Alsfelds Fachwerk-Kulisse geht in die Wülfrather Fachwerk-Ansicht über. Der Künstler baute einen besonderen Kniff ein, indem er daraus zwei Bilder schuf, die miteinander verbunden werden können. „Das Gemälde symbolisiert, dass wir eine Verbindung geschaffen haben“, erklärt Patrick Kosog.

Während der Eröffnung. Foto: privat
Ein Doppelbild symbolisiert die Städte-Verbundenheit
Zur Zeit sind die Bilder noch getrennt, denn den Alsfelder Teil bekamen die Wülfrather Stadt-Vertreter, während Bürgermeister Paule den zweiten Teil mit nach Alsfeld nahm. Es ist geplant, dass er im kommenden Jahr zurückkehrt, denn Wülfraths Bürgermeister Sebastian Schorn habe kurz vor der Eröffnung zugesagt, dass er seinen Alsfelder Amtskollegen zu einem Besuch am 8. Mai 2027 einladen und empfangen werde. Schorn hatte seine Teilnahme an der Ausstellungseröffnung wegen einer Terminüberschneidung abgesagt. Im kommenden Jahr sollen dann die beiden Teile das Bildes wieder zusammenfinden – und vielleicht eine Städtepartnerschaft begründen.
Auch Bürgermeister Stephan Paule zeigte sich interessiert. Eine Tafel, die die Modellstadt Alsfeld den Wülfrathern vorstellt, zeigt schonmal seine Signatur.
Ein Bericht wies bei Oberhessen-live bereits auf die Ausstellung hin und erzählt die Vorgeschichte.
Auch die Geschichte des Alsfelder Rathaus-Modells wurde bereits in einem Artikel veröfffentlicht.
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