Gesellschaft0

Ausstellung von Patrick Kosog: Kunst verbindet" – Auch Bürgermeister Stephan Paule dabeiNun kommt Alsfelds Rathaus in Wülfrath zu Ehren

ALSFELD/WÜLFRATH. Wenn Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule am 23. Mai der nordrhein-westfälischen Stadt Wülfrath einen Besuch abstattet, dann tut er das, um bei  einer besonderen Ausstellung eine Brücke zu schlagen: Patrick Kosog, der Künstler, der das Alsfelder Rathaus nachgebaut hat, stellt  dieses Modell und weitere große Werke aus. Der Titel ist das Thema: „Kunst verbindet Wülfrath und Alsfeld“.

Als penibler Bastler ist der 32-jährige Patrick Kosog in Alsfeld wohlbekannt, seit er im vergangenen Jahr sein großes Werk dort ausstellte: das Alsfelder Rathaus im Maßstab von 1:40 – penibel präzise nachgebaut. Historische Bauzeichnungen dienten dem Vermessungstechniker als Vorlage, Aus Holz, Spachtelmasse, Plexiglas, Fliesen, Messing und Acrylfarbe schuf er ein naturgetreues Abbild des berühmten Originals am Kopfende des Marktplatzes. Sogar das Innenleben ist historischen Vorbildern nachempfunden.

Alsfeld hat ihn nicht mehr losgelassen

In einer wochenlangen Ausstellung konnte man das Werk schließlich vor gut einem Jahr in Alsfeld bewundern, ehe der Erbauer es wieder einpackte – mitsamt viel Lob von Seiten seiner Gastgeber.

Doch der Besuch machte auch etwas mit dem jungen Wülfrather, der vom Original seines Modells begeistert war. Alsfeld ließ Patrick Kosog nicht mehr los. Obwohl er inzwischen weitere Werke geschaffen hat und auch kommerziell Aufträge annimmt, schwebte ihm eine Ausstellung vor, in der er beide Welten verbinden wollte: Sein Wülfrath und das Alsfeld, das ihm so gute Erlebnisse bescherte, wollte er in einem Raum zusammenführen.

Das tut er jetzt in einem Gebäude des „Zeittunnels“ in Wülfrath: eines erdgeschichtlichen Museums der besonderen Art, das Besucher unter die Erde führt. So weit muss man bei der nun geplanten Ausstellung  nicht gehen, um Patrick Kosogs modellierte Welten zu besuchen.

Alsfelds Rathaus und das Schloss von Wülfrath

Das Alsfelder Rathaus wird dort zu sehen sein, erzählt er auf Nachfrage. Auch das Schloss Aprad will er ausstellen. Das ist das ehemalige Schloss in Wülfrath, das er ebenfalls sehr präzise nachbaute – aus Legosteinen. „Ich habe schon früh mit Lego angefangen.“ Aber das Schloss ist kein Kinderspielzeug: 40.000 Legosteine und Monate der Arbeit stecken in dem 70 Zentimeter hohen Modell.

Vom Hildesheimer Marktplatz schuf er ein Bildnis der besonderen Art: Es ist ein 3D-Gemälde mit den Ausmaßen 2,4 x 0,8 Meter – und einer Tiefe von 13 Zentimetern, 3D eben. Dazu stellt er 20 Gemälde von historischen Gebäuden aus und verrät dazu im Vorwege: „Ich bin schon lange als Maler aktiv. Das kam noch vor dem Basteln.“

Eröffnung mit Bürgermeister Paule

Da soll auch die Eröffnung am 23. Mai ab 14 Uhr besonders feierlich werden. Patrick Kosog lud Bürgermeister Stephan Paule ein und freut sich sehr über die Zusage: „Das finde ich toll!“ Auch mit dem Wülfrather Bürgermeister Sebastian Schorn hat er gesprochen. Der bewies seine Zuneigung zu dem Projekt, in dem er sich mit dem Künstler und dem Alsfelder Rathaus zusammen vor dem Wülfrather Rathaus fotografieren ließ. Bei der Eröffnung aber wird sein Stellvertreter Wolfgang Preuß die Stadt repräsentieren. „Herr Schorn hat an dem Tag leider schon einen Termin.“

Patrick Kosog ist sich sicher: „Kunst kann Städte verbinden“. Er möchte die Vernissage seiner Ausstellung daher zu einem echten Event in der Stadt machen und lud mit 800 Flyern die Einwohner ein. Er hat das Glück des Tüchtigen: Vor dem Gebäude findet in dem Tag eine Art Ehrenamtsmesse statt, bei der sich Vereine und Institutionen präsentieren. „Es soll ein kleines Stadtfest werden.“

Die Ausstellung ist vom 23. Mai bis zum 28. Juni im ausstellungsraum im „Zeittunnel“ zu besichtigen.

Ein weiterer Artikel beschreibt, wie Patrick Kosog im vergangenen Jahr Alsfeld besuchte.

von Axel Pries

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren