
Die beliebten Vögel sind da, aber wo geht's hin: zu mir oder zu dir?Alsfelder Störche sind sich noch nicht einig
ALSFELD (aep) Freude in Alsfeld: Das Storchennest auf dem Leonhardsturm ist besetzt. So scheint es jedenfalls, seit dort oben immer wieder zwei Störche beobachtet wurden. Beide sind kundigen Beobachtern wohlbekannt als Männchen und Weibchen. Aber ob sie auf dem Turm brüten, steht noch nicht fest, meint Annette König und deutet an: Das Paar streitet wohl noch ums richtige Nest.
Es ist auch eine etwas tragische Geschichte. Das Männchen ist in Alsfeld als „Dorian“ ein alter Bekannter, erklärt die Storchenbeauftragte des Nabu Vogelsbergkreis. Der Tierfotograf Walter Märkel habe ihn anhand seines Ringes identifiziert. „Er beobachtet die Vögel ganz genau.“ In diesem Jahr kam „Dorian“ aus dem Süden zurück, aber war zunächst alleine auf dem Leonhardsturm.
Beide Singles fanden zusammen
Bis das junge Weibchen ebenfalls zurückkehrte, das auf seinem Nest in Eudorf eigentlich bereits einen Partner hatte. Auch dieser Weißstorch ist bereits bekannt. Doch der Partner tauchte nicht auf. „Da haben die beiden sich zusammengetan“ meint Annette König.
Was erst einmal nach Happy End klingt, hat eine Tücke: Weißstörche sind sehr standorttreu. „Dorian“ mag sein Nest in Alsfeld, das namenlose Weibchen bevorzugt sein früheres Nest bei Eudorf.
Die Eier werden am Ende entscheiden
„Im Moment sind die Beiden sich wohl nicht ganz einig“, sagt die Storchenbeauftragte. Es geht um die Frage, wo sie ihren Nachwuchs aufziehen wollen – im April in der Brutzeit. Da hat der weibliche Part einen Vorteil: „Entschieden wird das wohl am Ende dadurch, wo die Eier gelegt werden.“
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