
Patrick Krug und Kaweh Mansoori diskutieren über bezahlbares Wohnen auf dem Land„Heimat mit Zukunft braucht ein Dach über dem Kopf“
LAUTERBACH (ol). Bezahlbarer Wohnraum ist auch im Vogelsbergkreis zunehmend knapp, besonders für ältere Menschen, Familien mit kleinerem Einkommen oder Menschen mit Unterstützungsbedarf. Unter dem Motto „Bezahlbar Wohnen auf dem Land“ diskutierten Patrick Krug, Erster Kreisbeigeordneter und SPD-Kreisvorsitzender, sowie Hessens stellvertretender Ministerpräsident und Bauminister Kaweh Mansoori mit Bürgerinnen und Bürgern in der Lauterbacher Kulturspinnerei. Dabei ging es um die Sanierung bestehender Gebäude, die Ausweisung von Bauland, bürokratische Erleichterungen und die Förderung öffentlich geförderten Wohnraums.
Bezahlbarer Wohnraum ist längst nicht mehr nur ein Thema der Großstädte. Auch im Vogelsberg wird bedarfsgerechter Wohnraum zunehmend knapp – besonders für ältere Menschen, Familien mit kleinerem Einkommen oder Menschen mit Unterstützungsbedarf. Unter dem Motto „Bezahlbar Wohnen auf dem Land“ diskutierten der Erste Kreisbeigeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Patrick Krug sowie Hessens stellvertretender Ministerpräsident und Bauminister Kaweh Mansoori in der Lauterbacher Kulturspinnerei mit Bürgerinnen und Bürgern, das berichtet die SPD Vogelsbergkreis in einer Pressemitteilung.
Krug machte deutlich, dass der Handlungsbedarf auch im Vogelsbergkreis groß sei. „Uns fehlen rund 1.400 bedarfsgerechte Wohnungen – vor allem barrierearme, barrierefreie und bezahlbare Wohnungen“, erklärte er. Gleichzeitig erschwerten steigende Baukosten Neubau und Sanierung. Für Krug ist deshalb klar: „Wir müssen uns stärker mit dem Bestand beschäftigen. Damit, wie wir vorhandene Gebäude umbauen, sanieren und sinnvoll nachverdichten können.“ Gerade beim Denkmalschutz brauche es dabei Augenmaß. „Natürlich wollen wir unsere Baugeschichte bewahren. Aber wir müssen auch Lösungen finden, damit Gebäude genutzt werden können“, sagte Krug und betonte: „Wir machen das nicht für Geschichtsbücher, wir machen das für Menschen.“ Der Kreis unterstütze die Kommunen zudem dabei, Bauland auszuweisen und Planungen voranzubringen. Auch beim Abbau bürokratischer Hürden gebe es Fortschritte: „Der digitale Bauantrag wird beispielsweise sehr gut angenommen“, so Krug.
Bauminister Kaweh Mansoori stellte die wohnungspolitischen Schwerpunkte des Landes vor und warb für eine „Wohnungspolitik aus einem Guss“. Ziel sei es, Genehmigungen zu beschleunigen und Verfahren zu digitalisieren. „Wir wollen schnellere und kürzere Wege in und zwischen den Behörden – gemeinsam mit der Baupraxis“, erklärte Mansoori.
Zugleich verwies er darauf, dass das Land im Wirtschaftsministerium derzeit so viel Geld wie noch nie in öffentlich geförderten Wohnraum investiere. Ein weiterer Ansatzpunkt sei das Senken von Baustandards. Eine Expertenrunde – die „Kommission Innovation im Bau“ – prüfe derzeit, welche Vorschriften reduziert werden können, ohne bei Standsicherheit, Brandschutz und Barrierefreiheit Abstriche zu machen. Mansoori betonte zudem die wichtige Rolle der Kommunen: „Die Entscheidungen über Wohnraum fallen vor Ort. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Kommunalpolitik dabei bestmöglich zu unterstützen.“
Für beide Politiker steht dabei mehr auf dem Spiel als nur Wohnungsbau. „Wenn Menschen durch konkrete Verbesserungen merken, dass Politik ihr Leben direkt positiv beeinflusst, stärkt das auch das Vertrauen in Demokratie, Freiheit und Wohlstand“, sagte Mansoori. Patrick Krug ergänzte im Anschluss an die Diskussion mit Interessierten: „Wir merken: Heimat mit Zukunft braucht ein Dach über dem Kopf. Bauen und Wohnen treibt die Menschen auch in unserem Kreis um – das müssen wir ernst nehmen.“
Fotos: SPD Vogelsbergkreis
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