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„ojfn weg“ – auf den Spuren jüdischen Lebens im Vogelsberg

ALSFELD-ANGENROD (ol). Unter dem Motto‚ Geschichte(n) erspüren am Speierhaus beginnt am Dienstag, den 13. September im Alsfelder Ortsteil Angenrod die vierteilige Veranstaltungsreihe „ojfn weg – auf den Spuren jüdischen Lebens im Vogelsberg“, zu der die Katholische Erwachsenenbildung Oberhessen in Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Vogelsberg im Rahmen der interkulturellen Woche 2023 einlädt.

In Angenrod existierte einst die zweitgrößte jüdische Gemeinde Hessens. Auf Initiative engagierter Menschen und Vereine ist dort in den vergangenen Jahren im 1840 erbauten ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Speier eine interaktive Lern- und Gedenkstätte zum Landjudentum entstanden.

In der Zeit von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr sind Interessierte laut einer Pressemitteilung der Katholischen Erwachsenenbildung Oberhessen und dem Evangelischen Dekanat Vogelsberg eingeladen, an diesem besonderen Ort auf vielfältige Weise etwas über die Geschichte und die Geschichten jüdischen Lebens im Vogelsberg zu erfahren und zu erspüren.

Dazu gehören die Handelstätigkeiten der Speiers, die Schwierigkeiten, aber auch das lange gute Miteinander in den Dörfern der Region bis zur Zeit der Nationalsozialisten. 1942 wurden die acht letzten jüdischen Angenröder:innen im Haus der Speiers festgesetzt und von dort aus verschleppt und ermordet. Die Mit-Initiatoren der Gedenkstätte Claudia und Joachim Legatis werden die Gruppe kompetent bei dem Besuch des Hauses sowie einem Rundgang durch den Ort begleiten, heißt es.

Die Veranstaltungsreihe „ojfn weg“ wird am 22. September mit einem gemeinsamen Wandern auf dem „Judenpfad“ fortgesetzt. Dieser Wanderweg verbindet Orte miteinander, in denen über Jahrhunderte eine jüdische Gemeinde bestand, bis zur Auslöschung durch die Nationalsozialisten. Ausgehend von der ehemaligen Synagoge Ulrichstein, Herrengartenstraße 7, wird Joachim Legatis den Teilnehmenden anhand von Ausstellungstafeln an der etwa 12 Kilometer langen Strecke wesentliche Inhalte dieses dezentralen Museums, das vor allem an die Bedeutung der jüdischen Minderheit als Händler und Mittler zwischen den Bauern in der Region erinnern soll, nahebringen, so heißt es.

Die begleitete Rundtour beginnt um 15.00 Uhr und dauert insgesamt etwa 5 Stunden. Der Wanderweg führt durch die eindrucksvolle Natur des hohen Vogelsbergs, unter anderem vorbei am Naturdenkmal „Dicke Steine“. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit zur Einkehr in einer Gaststätte in Ulrichstein.

Der Kostenbeitrag für den Besuch des Speierhauses beträgt 5,00 Euro. Für die begleitete Wanderung beträgt die Gebühr 10,00 Euro (die ausgewiesenen Beträge sind Richtwerte. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, was ihr Geldbeutel zulässt und zahlen eine Gebühr nach ihrer persönlichen Vorstellung und Möglichkeit). Es wird um Anmeldung bis jeweils eine Woche vor Beginn der Veranstaltung bei Bildungsreferent Aegidius Kluth unter Telefonnummer 0641-73471 oder e-mail an keb.oberhessen@bistum-mainz.de gebeten.

11 Gedanken zu “„ojfn weg“ – auf den Spuren jüdischen Lebens im Vogelsberg

  1. Zur begleiteten 5-stündigen Rundour auf dem Judenpfad melde ich hiermit Hubert Aiwanger und seinen Bruder Helmut an. Auf dem beschwerlichen Weg von einem Ort ehemaligen jüdischen Lebens zum nächsten, der selbstverständlich auf Knien und mit den steinernen Gesetzestafeln vom Berge Sinai im Schultornister zurückgelegt werden sollte, könnte Aiwanger endlich die bis heute vermisste Scham-Offensive starten. Anschließen dürfen sich alle „Jetzt-erst-recht!“-Brüller aus den Freie-Wähler-Bierzelten, die an jeder Station zu Erklärungen verdonnert werden sollten, was denn „jetzt erst recht“ stattfinden sollte: Die Verharmlosung des Holocaust oder der schädlichen Neigungen ihres Idols, der sich beizeiten zum Häkchenkreuz krümmte und doch bis heute bizarre Demokratievorstellungen verbreitet, hinter denen sich ein Höcke nicht zu verstecken brauchte. Pro Kilometer berechne ich – mit Bruderrabatt – 200,00 Euro Teilnahmegebühr. Und die erfrischende Einkehr in Ulrichstein wird durch Küchendienst am Gasgrill ersetzt. Damit die Reue nicht zu kurz kommt!

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    1. Wenn es um “ Jugendsünden“ bei dem Aiwanger gehen würde,dann dürfte der Bundestag aber leer sein vor lauter Jugendsünder. Und fast die gleiche Zahl Volksvertreter müsste hinter Gitter sein wg. Anstiftung zu einem gefährlichen Medizinversuch und den Versuch der Anstiftung zur Klimapanik.

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    2. Erschreckend finde ich die 22 „Runter-Daumen“ als Reaktion auf meinen Kommentar. Es scheint doch eine breite Front freier Bierzelt-Bürger zu geben, die dem Holocaust, der jüdischen Minderheit sowie wahrscheinlich jeder anderen Minderheit ohne jede Empathie oder humanitäre Grundhaltung gegenüber stehen. Und deshalb solidarisiert man sich auch voll mit solchen Typen wie Aiwanger, die keinen Deut von dem abrücken, was da auf einem spätpubertären Flugblatt als „Strafaktion“ gegen die größten Vaterlandsverräter verbreitet wurde. Leider hat wieder alles „Antisemitismus“ geschrien, ohne den Inhalt des Aiwanger-Pamphlets genau zu analysieren und einzuordnen. Tatsächlich spricht aus diesem Flugblatt in erster Linie der Wunsch, zu provozieren. Findet sich bei Jugendlichen mit rechter wie mit linker Gesinnung. So mancher „Linke“ ist noch in den 1960ern und später in die „DDR“ ausgewandert, trotz Mauerbau und stalinistischem Meinungsklima oder gerade deswegen. Gar nicht zu reden von Bader-Meinhof und diesen verblendeten RAF-Generationen, die sich in Terroristencamps ausbilden ließen, Attentate auf Spitzenpolitiker-/manager verübten usw. Die meisten von denen waren nach einigen Jahren von ihren Wahnvorstellungen geheilt. Nicht so Aiwanger und Bierzelt Konsorten, denn sie haben ihrem Hass auf vermeintliche „Vaterlandsverräter“, mit denen ursprünglich wohl „linke Lehrer“ gemeint waren (siehe Zusammenhang zwischen mäßigem Schulerfolg und Flugblattaktion!) nie abgeschworen. Ich bleibe in der Schule pappen… Und Schuld sind dann natürlich „linke“ (um gesellschaftliche Aufklärung bemühte) Lehrer. Ich habe beruflich/politisch keinen Erfolg, gerate n Schwierigkeiten oder die Wirtschaft wird von unfähigen Bankern/korrupten Politikern gegen die Wand gefahren… Aber schuld ist dann irgendein „Verräter“ (Sozi, Grüne usw.) , den man zur Strafe mit dem Reizthema Holocaust provoziert. Aiwanger und Co. benutzen antisemitische Reizthemen nur deshalb, weil es dem politischen Gegner weh tut. Sie sind selbst keine Antisemiten, sondern heizen antisemitischen Stimmungen an, um die „linken Gutmenschen“ möglichst wirkungsvoll zu provozieren. Ist primitiv und politisch ebenfalls nicht ungefährlich. Aber das Hauptthema heißt nicht Antisemitismus, sondern Instrumentalisierung von Reizthemen, die durch Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust provozieren.

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    3. Schön wäre, sie glaubten nicht alles was ihnen erzählt wird. Sind sie sich absolut sicher, in ihrer Jugend keinerlei Unfug veranstaltet zu haben? Möglicherweise haben Sie jedoch die selbe Krankheit wie ein Herr Olaf Scholz, und somit sind sie natürlich vollkommen ohne Erinnerung an vergangenes. Schön für sie, und alle anderen mit dieser beachtlichen Ausstattung. Bevor sie jedoch auf diese Art und Weise über andere urteilen, halten sie sich doch bitte an gültige Rechtssprechung, auch wenn es ihnen fremd erscheint, so gilt in diesem Fall, im Zweifel für den Angeklagten.

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    4. ich mag sarkamus gerne, aber höchst wiederliche sprüche auf dem makabren flugblatt durch sinngleiche zu ersetzen, ist für mich auf gleichem niveau! (gasgrill, etc.)

  2. Die Katholische und später die Evangelische Kirche haben die Juden immer verfolgt und gemordet . Auch die Juden haben durch ihre Religion ihren Teil dazu beigetragen.

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    1. Ich will nicht leugnen, dass die christlichen Kirchen das ihre getan haben, um immer wieder Judenpogrome anzuzetteln. Trotzdem dürfen solche vor-aufklärerischen Aktionen nicht mit dem Menschheitsverbrechen Holocaust gleichgesetzt werden, das in einer aufgeklärten Zeit und einer vermeintlich hohen Kulturstufe den Rückfall in die Barbarei unter Einbeziehung der industriell betriebenen Massenvernichtung bedeutete. Von jüdischer Seite sind mir derartige Entartungen und Verirrungen nicht bekannt. Die Behauptung, die Juden hätten „durch ihre Religion“ ihren Teil dazu beigetragen, Opfer von Volksverhetzung und Massenvernichtung zu werden, finde ich zynisch. So ein Mist dürfte auch in einer Meinungs-Rubrik nicht verbreitet werden!

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  3. wenn die kirchen sich mal bei den tafel engagieren würden, wäre das echte nächstenliebe, aber das ist wohl nicht gewünscht

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    1. Ach Herr Dr. Otto Dumm
      Warum leisten sie inhaltlich immer wieder ihrem sebst gewähltem Nachnamen samt Doktor- Würde soviel Berechtigung, um ihren „Namen“ eins zu eins als Erklärung ihres Seins interpretieren zu müssen 🤔
      Fakt 1:
      Die Tafeln sind zwar keine religiösen Vereine, aber sie werden in Deutschland deckenflächig von Kirchengemeinden vor Ort unterstützt.
      Fakt 2 :
      Was hat das eigentliche Thema „ ofjn weg“ auf den Spuren jüdischen Lebens …. in Gegenüberstellung zu Tafeln zu suchen 🤔
      Ihren Wortlaut : „ Nächstenliebe „ übernehmend …… was sollen wir dem entnehmen?
      Wie gesagt zig Tafeln in Deutschland werden monitär wie auch durch man power von religiösen Gemeinschaften unterstützt.
      Wie gesagt das eine Thema hat nichts mit dem anderen gemeinsam .
      Oder doch 😊✌️
      „ Nächstenliebe „ geht beiden, von einander unabhängigen, voraus!
      Aus ihren Kommentaren konnte ich leider bis dato nur, wie soll ich sagen , viel Schmerz/Beschuldigungen/Misanthropisches Denken und sowas von absolut keiner „ Nächstenliebe „ erkennen.

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    2. Ach ja, die Tafeln. Und ach nein: Echte Nächstenliebe ist bei Aiwanger und seiner „Weiter-so!“-Truppe wohl tatsächlich nicht gewünscht und wird dort auch nicht praktiziert. Gerade mailt mir mein Freund Holo-Klaus: Hitler war gar kein Nazi. „Mein Kampf“ befand sich ursprünglich in einer schwarzen Aktentasche von Hitlers heimlichem Halbbruder (Semi-Bro) Alois, die kurz vor dem 20. Juli 1944 von einem gewissen Stauffenberg in der Führer-Baracke vertauscht wurde. Deshalb hat es eben auch nur „Puff“ gemacht. Hitler blieb am Leben. Und Aiwanger blieb im Amt. Und Bruder Helmut (Voll-Bro) bleibt der nützliche schwarze Peter.

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