
Gelungene Wanderreise nach Thüringen begeistert TeilnehmerVHC Lauterbach besuchte Bad Langensalza und Nationalpark Hainich
LAUTERBACH (ol). Der Vogelsberger-Höhen-Club Lauterbach unternahm kürzlich eine erfolgreiche Wanderreise nach Thüringen und erkundete die malerische Stadt Bad Langensalza sowie den beeindruckenden Nationalpark Hainich. Die Teilnehmer genossen abwechslungsreiche Wanderungen, kulturelle Besichtigungen und kulinarische Highlights in dieser Region, die sich 30 Kilometer nordwestlich von Erfurt befindet.
Die traditionelle 3-Tages-Wanderfahrt des Vogelsberger-Höhen-Clubs Lauterbach ging laut einer Pressemitteilung des Vereins in diesem Jahr in die „blühendste Stadt Europas“ und dem angrenzenden UNESCO-Weltnaturerbe Nationalpark Hainich. Mit diesem besonderen Reiseziel hatte Reiseführer Marius Ortmann für alle 30 Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Eine gelungene Kombination von ausgiebigen Wanderungen im Nationalpark, zahlreichen Besichtigungen kultureller Anlagen und Einrichtungen in der historischen Kur- und Gartenstadt Bad Langensalza, sowie letztendlich auch abwechslungsreichen kulinarischen Angeboten dieser Region inmitten des Thüringer Kernlandes, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Erfurt.
Nach der Busanreise von Lauterbach wurde zunächst zur Stärkung eine gemeinsame, recht umfangreiche „Hüttenkost“ in der Wandergaststätte „Hainich-Baude“ bei Craula eingenommen, bevor es auf die circa 13 Kilometer lange Wanderstrecke auf dem „Welterbepfad“ ging. Seit 1995 wird dieses Gebiet unberührt gelassen, zuvor war es in der DDR militärisches Truppenübungsgelände und so konnten schon damals die alten Buchenwälder wild wachsen und gedeihen.
Unterwegs wurde beim Aussichtspunkt „Wartburgblick“ kurz Rast gemacht und die Aussicht über das thüringische Land und die traumhafte Urwaldlandschaft des Nationalparks, als größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet Deutschlands, genossen. Am Ende der Tageswanderung ging es mit einem lokalen Wanderbus nach Bad Langensalza ins Hotelquartier. Dort folgte später noch ein 2-stündiger Rundgang mit Gästeführerin Christina Wandelt in den „Japanischen Garten“ mit dem authentisch japanischen Teehaus “Sei Sen An“ . Dabei soll es sich übrigens um einen Ort der Begegnung, Inspiration und innerer Einkehr inmitten der malerischen Kulisse der historischen Altstadt handeln und welcher recht anschaulich die japanische Gartenkunst zelebriere.
Der erste Wandertag klang schließlich mit einem gemeinsamen Abendessen im historischen Gasthaus Ratswaage bis in die Nacht hinein aus. Zwischendurch führte der Gastwirt die gesamte Gruppe als „besondere Zugabe“ zu einer eindrucksvollen Besichtigung in den historischen, tiefen Rathauskeller und gab dazu geschichtliche Erläuterungen aus alten Zeiten.
Am nächsten Tag folgte eine rund 12 Kilometer lange Wanderstrecke auf dem „Steinbergweg“, teils durch Urwald, aber auch über freies Gelände bei sengender Sonne und Mittagsrast beim Forsthaus Thiemsburg. Von dort konnte auch noch der Baumkronenpfad in schwindelerregender Höhe aufgesucht werden. Dieser schlängelt sich 24 Meter hoch auf einer Länge von 540 Meter vom unteren Kronenbereich bis zu den Spitzen der Urwald-Baumkronen und ermöglicht einen atemberaubenden Panoramablick über das Blätterdach des Hainich. Von der offenen Plattform in 44 Meter Höhe reicht die Sicht über den gesamten Nationalpark bis zum Thüringer Becken. Nach tollen Eindrücken an diesem Tag brachte der lokale Wanderbus die Gruppe zurück zum Quartier in Bad Langensalza und nach einer Kaffeepause schloß sich programmgemäß noch eine rund 2-stündige, sehr interessante Stadtführung durch die Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern und lokalen Denkmälern an.
Das gemeinsame Abendessen wurde sodann unter freiem Himmel und bei dem einsetzenden Regen unter großen Schirmen in einem italienischen Restaurant im schmucken Garten des Friederikenschlößchens, einem spätbarocken Lustschloss, das 1750 für Friederike von Sachsen-Gotha-Altenburg errichtet wurde, eingenommen.
Am dritten und letzten Wandertag war eine Mammutwanderung nach Kammerforst mit 19 Kilometern vorgesehen. Allerdings traten diese nur die körperlich noch fittesten Teilnehmer an und meisterten auch diese Tour ohne Probleme. Die Wanderer kamen dabei übrigens auch an der sogenannten Bettlereiche vorbei, eine markante Stileiche von 600 bis 800 Jahren, dem Wahrzeichen des Nationalparks. Der Baum steht bereits seit 1936 unter Natur- und Denkmalschutz und soll beim Durchschreiten Glück bringen.
Die übrigen Reiseteilnehmer verbrachten die Zeit kurzweilig mit Besuchen des Apothekermuseums, des Rosengartens mit dem Rosenmuseum, des Schwefel-Sole-Thermenbades oder auch nur bei ansprechenden Stadtrundgängen. Zur Schlussrast im rustikalen Gasthaus „Zum Braunen Hirsch“ in Kammerforst kam die gesamte Wandergruppe letztmals zusammen und wurde nach dem gemeinsamen Abendessen mit dem Bus wieder wohlbehalten nach Lauterbach gebracht.
Alle Teilnehmer seien auf der Heimreise erkennbar von dieser gelungenen Wanderfahrt begeistert gewesen und auch voller Lob und Dank über den inzwischen sehr erfahrenen Wanderführer Marius Ortmann, der auch schon wieder vage Ankündigungen über eine entsprechende Reiseveranstaltung im nächsten Jahr gemacht hätte.
Fotos: Siegbert Ortmann/Werner Groh
Auch interessant:






Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren