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Wasserstellen für Vögel aus KnetbetonErfolgreiches Sommerfest beim Obst- und Gartenbauverein Maar lockt zahlreiche Besucher an

MAAR (ol). Der Obst- und Gartenbauverein Maar veranstaltete kürzlich ein erfolgreiches Sommerfest, das trotz des schlechten Wetters zahlreiche Besucher aus dem größten Lauterbacher Stadtteil anzog. Besonders beliebt war die kreative Aktivität, bei der Vogeltränken aus Knetbeton hergestellt wurden, welche nicht nur als dekorative Elemente dienen, sondern auch Vögeln und Insekten während Hitzewellen als zusätzliche Wasserstellen dienen.

Nachdem es in den letzten drei Jahren hauptsächlich wegen der Corona-Pandemie kaum öffentliche Veranstaltungen auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins in Maar gab, freute sich der Verein laut einer Pressemitteilung umso mehr über den hervorragenden Besuch beim Sommerfest am vergangenen Sonntag. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem größten Lauterbacher Stadtteil fanden trotz des teilweisen widrigen Wetters den Weg ins ehemalige Freibad des Ortes. Wo früher Bahnen geschwommen wurden, werden seit geraumer Zeit Obst, Gemüse, Kräuter und allerlei andere Pflanzen angebaut. Besonders freue die Mitarbeitenden im Verein, dass dazu Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen, heißt es. So besteht beispielsweise seit Jahren eine Kooperation mit der Gudrun-Pausewang-Grundschule in Maar und junge Schülerinnen und Schüler bauen im alten Schwimmbecken Kürbisse an.

Für das Sommerfest suchten die Aktiven nach einer kreativen Beschäftigung mit Gartenbezug, die gleichermaßen jüngere und ältere Menschen anspricht. Das Herstellen von Vogeltränken aus Knetbeton erschien ideal geeignet zu sein. „Im Gegensatz zu Beton, der beim Bau von Gebäuden verwendet wird, ist Knetbeton viel feiner, faserverstärkt und bindet langsamer ab“ erläutert der erste Vorsitzende Gerhard Feick. Die kreativen Kinder und Erwachsenen hatten jeweils gut eine Stunde Zeit, die Mischungen zu verarbeiten. Vom Verein bereitgestellte Baumscheiben und Formen bildeten die Grundlage für die Vogeltränken. Mit Steinen, Blättern, Muscheln und anderen Naturmaterialien wurden die Erzeugnisse verziert und schmücken zukünftig etliche Gärten im Umkreis. „Vor allem aber dienen die Gefäße Vögeln und Insekten besonders bei Hitzewellen als zusätzliche Wasserstellen“ erklären Ewald Zinn und David Stumpf vom Vorstand, die die Kreativarbeiten begleitet haben. Beide kamen mit dem Anmischen wegen des großen Andrangs am Nachmittag kaum hinterher und bereiteten letztlich über 25 Kilogramm der Knetmasse vor. Daraus wurden mehr als 20 Vogeltränken hergestellt.

Für die fleißigen Handwerkerinnen und Handwerker gab es frisch gebackene Waffeln, Würstchen, Kaffee und Kaltgetränke, die auf Spendenbasis abgegeben wurden. „Wir wollen damit unseren Beitrag zum guten Miteinander im Ort leisten und deutlich machen, welchen Wert solidarisches Handeln für unsere Gesellschaft haben kann“, betont Gerhard Feick im Interview. Das hätte auch dem Ortsvorsteher Herbert Feick gefallen, der neben dem Bürgermeister Dieter Schäfer aus Lautertal und einer Delegation des OGV Lauterbach zu den prominenten Gästen gezählt hatte.

Am Ende des Tages hätten die Veranstaltenden in viele zufriedene Gesichter und glückliche Kinderaugen geblickt, hieß es. Die nächste Veranstaltung auf dem Gelände gibt es am 30. September. Dann lädt der Verein zu einer besonderen Verkostung ein. Im Rahmen eines Kartoffelfestes wird festgestellt, ob sich die konventionell gesteckten Erdäpfel von den dieses Jahr erstmalig im Heubeet angebauten Grumbeeren geschmacklich und im Ertrag unterscheiden. Dazu ergeht schon jetzt eine herzliche Einladung an alle interessierten Menschen.

Fotos: Obst- und Gartenbauverein Maar

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