
Kleine Finanzspritze in Höhe von 200 Euro„Gute Beispiele im Ehrenamt“: Fünf Projekte im Vogelsberg ausgezeichnet
VOGELSBERG (ol). Beeindruckenden Ideen eine Plattform bieten, ehrenamtliches Engagement in den Dörfern, Städten und Gemeinden des Vogelsbergkreises würdigen und wichtige Arbeit unterstützen, das ist Aufgabe und Ziel des Wettbewerbs „Gute Beispiele im Ehrenamt“. Fünf Projekte sind nun ausgezeichnet worden und erhalten 200 Euro für die wichtige Arbeit vor Ort.
In der Pressemitteilung des Vogelsbergkreis heißt es, 18 Initiativen und Vereine aus dem gesamten Kreisgebiet haben sich an der Ausschreibung des Handlungsfeldes „Bürgerschaftliches Engagement“ im Bündnis für Familie im Vogelsberg beteiligt. 18 Initiativen und Vereine, die jede für sich bemerkenswertes leisten“, unterstreicht Landrat Manfred Görig. Nachbarschaftshilfe, Hospizinitiativen, Aufklärungsarbeit zu Hilfsorganisationen, Verkehrserziehung, Denkmalschutz- und Bildungsinitiativen sind nur einige der Themenschwerpunkte, die nun die Jury aus Mitgliedern der Manteuffel-Stiftung, der Kreis-Seniorenbeauftragen Rosemarie Müller, und Vertretern des Familienbündnisses Vogelsbergkreis bewertet hat.
Kriterien wie „Ehrenamtliche Struktur“, „Innovativ im Vogelsbergkreis“, „Generationen übergreifend“, „soziale Relevanz“ und „Nachhaltigkeit“ wurden herangezogen, um besonders relevante Initiativen herauszuarbeiten. „Das Ehrenamt in all seinen Facetten verdient unseren Dank und Anerkennung – trotzdem sollen fünf Projekte besonders gewürdigt werden, die mit ihrer Arbeit das Leben im Vogelsbergkreis bereichern“, sagt Landrat Görig.
Darum seien der „Ambulante Hospizdienst Vogelsberg“, die ehrenamtliche Arbeit zur Aufklärung über Hilfsorganisationen in Schulen und Bildungseinrichtungen, der Verein „Schlosspatrioten Homberg“, der Verein „Verkehrswacht Vogelsberg“ und der „Heimatverein Stadt Kirtorf“ von der Jury ausgewählt und mit jeweils 200 Euro belohnt worden. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro hat die Manteuffel-Stiftung zur Verfügung gestellt.
Abschließend richtet Simon Päbler, Sachgebietsleiter „Soziale Dienste“ des Vogelsbergkreises, seinen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die guten Beispiele und das ehrenamtliche Engagement. „Die nächste Ausschreibung findet 2022 statt, wir hoffen das es dann wieder möglich ist, eine Ehrung im feierlichen Rahmen durchführen zu können“, teilt er mit.
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Ach, was wird mir feierlich
Doch einen Rahmen braucht es nich
Um die mit Kleingeld zu bedenken
Die ehrenamtlich sich verrenken
Tagtäglich hier in unserem Kreise
Auf eine ganz besondere Weise
Dass sich sogar die Jury denkt:
Ja, das Projekt gehört beschenkt!
Doch unerhört find ich dagegen
Und höchste Zeit, sich aufzuregen
Dass die, die hier den Bürger loben
Und die gehaltlich schon weit oben
Im Vorstand einer Kreissparkassen
Sich großzügig entlohnen lassen
Dafür, und das vermut‘ ich grad,
Mit Sitzungsgeld im Aufsichtsrat
Und großem Ernst darüber wachen
Dass Menschen dort nichts Böses machen
Und beispielsweise mit Millionen
Ganz einfach mal sich selbst belohnen
Egal woher die Kohle stammt
Trotz öffentlichem Ehrenamt
Wofür der Landrat gern kassiert
Selbst wenn er nicht merkt, was passiert.
Das Ehrenamt, so möcht‘ ich wetten
Hat daher wohl seine Facetten
Dass viele helfen nur zum Spaß
Derweil ein paar nur wissen dass
Als Wahlbeamter man kann wählen
Vom Ehrenamt nur zu erzählen
Während man selbst – ihr Meckertüten!
Den Spaß lässt reichlich sich vergüten
Denn stets hatt‘ der am meisten Spaß
Der sich dabei nicht selbst vergaß
Bei andren ist das Preisgeld klein
Den meisten reicht’s, gelobt zu sein
Wogegen selber greift man zu
dem Wahlspruch: Immer Gutes tu
Und rede drüber, „Make it known“!
Und nur nicht in die Röhre schau’n
Und dem Gebot Beachtung schenken:
Man soll nur an sich selber denken!
Sobald man an den Trog gelangt
Und was dem Umstand sich verdankt,
Privatisiert! Wenn’s jeder macht
Zuletzt an jeden ist gedacht.