
Gemeinsame Online-Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs und der VHSWie nationales Selbstbild und Erinnerungspolitik miteinander in Zusammenhang stehen
VOGELSBERG (ol). Der Rosa-Luxemburg-Club Vogelsberg veranstaltet am 9. November um 19.30 Uhr gemeinsam mit der Vogelsberger VHS einen Online-Vortrag mit dem Titel „Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft“. Referentin ist Katharina Rhein von der Goethe-Universität Frankfurt.
In der Pressemitteilung des Veranstalters heißt es, am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, Juden wurden verfolgt, verschleppt, geschlagen und ermordet. Diesem Ereignis wird in Deutschland seit Jahrzehnten gedacht. Der zunehmende Antisemitismus und rechtsterroristische Gewalt erfordern auch das Nachdenken über die Wirkungen bisheriger Gedenkkultur im Lande, so der Rosa-Luxemburg Club.
Das nationale Selbstbild in Deutschland sei davon geprägt, dass man sich besonders gut mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt habe. Der Blick in die Geschichte der Bundesrepublik zeige, dass Antisemitismus und Rassismus offiziell vor allem dann als gesellschaftliche Probleme wahrgenommen wurden, wenn das nationale Ansehen als demokratische Gesellschaft, die den Nationalsozialismus überwunden hat, gefährdet war.
Im Vortrag geht es um die Frage, wie nationales Selbstbild und Erinnerungspolitik miteinander in Zusammenhang stehen. Hier geht es zur Registrierung für die Veranstaltung.
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