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Arbeitsagentur Gießen legt aktuelle Zahlen vorArbeitslosenquote im Vogelsberg unverändert

REGION (ol). Im Sommer und Winter ist der Arbeitsmarkt von saisonalen Schwankungen betroffen. Nach dem jahreszeitüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar, wurde im jetzt abgelaufenen Monat ein Rückgang verzeichnet. Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren im Februar insgesamt 16910 Menschen arbeitslos gemeldet. 341 Personen weniger als im Vormonat Januar. Die Quote sank um 0,1 auf nun 4,6 Prozent. Im Februar des Vorjahres waren noch 680 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Quote lag seinerzeit bei 4,4 Prozent.

„Dass die Zahl der Arbeitslosen im Februar gesunken ist, freut uns“, kommentiert Eckart Schäfer, Leiter der Gießener Agentur für Arbeit, die neusten Zahlen von seinem Bezirk in einer Pressemitteilung. „Jedoch beruht dies mehr auf einer saisonalen Entwicklung. Ablesbar ist dies insbesondere an dem im Februar üblichen Anstieg bei den unter 25-jährigen, die sich nach Ausbildungsende arbeitslos gemeldet haben. Alle anderen Personengruppen haben vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert. Wir leben derzeit in einer international wirtschaftlich angespannten Situation, die unmittelbare Auswirkungen auf unsere Region hat. Dies erschwert einen Ausblick auf die nächsten Monate. Ein hoffnungsvolles Signal ist jedoch, dass die Anzahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen auf dem Vorjahresniveau liegt.“

Während die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat gesunken sei, habe sich in gleichem Zeitraum die Menschen in der sogenannten Unterbeschäftigung erhöht. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im engeren Sinne auf 24113 Personen. Das waren 105 mehr als im Januar und 855 mehr als im Februar vor einem Jahr.

Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen liege auf dem Niveau des Vorjahres. Das sei bemerkenswert, weil eine solche Entwicklung zum Ende letzten Jahres nicht absehbar war. Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im abgelaufenen Monat insgesamt 1621 neue Arbeitsstellen. Dies waren lediglich 15 Stellen weniger als im Februar 2019.

Männer und Frauen

Nach Geschlechtern betrachtet habe sich die Arbeitslosigkeit auf beiden Seiten positiv entwickelt. Jedoch konnten Frauen nominal und prozentual stärker profitieren. Die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Männer lag jetzt bei 9996, 148 weniger im Vergleich zum Vormonat Januar. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozent auf nun 5,1 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 481 Männer weniger gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,9 Prozent.

Im Februar waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen 6914 Frauen arbeitslos gemeldet, 193 weniger als im Vormonat. Die Quote lag danach bei 4,0 Prozent, 0,1 Prozent niedriger als im Januar. Im Vorjahresvergleich waren damals 199 Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 3,9 Prozent.

Besondere Personengruppen

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im abgelaufenen Monat, wie bereits im Januar, gestiegen. Der Grund sei das Ausbildungsende in verschiedenen Berufen. Hingegen ist die Zahl der Älteren im gleichen Monat gesunken.

Die Zahl der jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, stieg im Februar um 139 Personen und lag danach bei 1684. Die Quote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf nun 4,2 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 101 jüngere Arbeitnehmer mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent.

Im Februar ist die Zahl der über 50-jährigen Erwerbslosen zurückgegangen. Im abgelaufenen Monat waren 5432 Ältere arbeitslos gemeldet, 114 weniger als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkt auf nun 4,2 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 70 ältere Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,3 Prozent.

Regionale Unterschiede

In den drei Landkreisen im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, dem Landkreis Gießen, dem Wetteraukreis und dem Vogelsbergkreis, ist die Anzahl der arbeitslosen Menschen zurückgegangen. Der Rückgang war jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der stärkste Rückgang wurde im Landkreis Gießen verzeichnet.

Im Kreis Gießen waren im Februar insgesamt 7972 Menschen erwerbslos gemeldet, 244 Arbeitslose weniger gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozent auf nun 5,5. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,3 Prozent. Damals waren 391 Menschen weniger registriert.

Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 86 Personen auf jetzt 6688 gesunken. Die Quote verharrte bei 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 294 Erwerbslose mehr gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 3,9 Prozent.

Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen im Februar ganz leicht zurückgegangen. 2250 Personen waren arbeitslos gemeldet, elf Personen weniger als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,9 Prozent. Im Vorjahresmonat waren fünf Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals ebenfalls bei 3,9 Prozent.

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