
Neue Anlaufstelle für Erste-Hilfe-SchulungenDPS Medic Hessen eröffnet neuen Schulungsstandort in Schlitz
SCHLITZ (ol). DPS Medic Hessen hat zum 1. November einen neuen Schulungsstandort in Schlitz eröffnet. Erste-Hilfe-Ausbilder Philipp Adamietz bietet in Räumlichkeiten der Fahrschule Braun unter anderem Erste-Hilfe-Kurse für betriebliche Ersthelfer, Notfalltrainings für medizinische Einrichtungen und Schulungen in Unternehmen an. Bürgermeister Heiko Siemon begrüßte das zusätzliche Angebot und betonte die Bedeutung regelmäßiger Erste-Hilfe-Schulungen.
Erste Hilfe kann im Ernstfall Leben retten. Doch viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn sie plötzlich mit einem medizinischen Notfall oder einem Unfall konfrontiert werden. Mit einem neuen Schulungsstandort in Schlitz möchte DPS Medic Hessen dazu beitragen, diese Unsicherheit abzubauen. Erste-Hilfe-Ausbilder Philipp Adamietz baut von dort aus ein Angebot für die Region Vogelsberg und Osthessen auf. Zur offiziellen Vorstellung des Standorts kamen auch Bürgermeister Heiko Siemon (CDU) und Vertreter verschiedener Unternehmen, heißt es in einer Pressemitteilung zur Eröffnung der Vogelsberger Zeitung.
Bereits zum 1. November hat DPS Medic Hessen seine Arbeit in der Region offiziell aufgenommen. Für die Schulungen wurden Räumlichkeiten bei der Fahrschule Braun angemietet. Neben klassischen Erste-Hilfe-Kursen, wie sie beispielsweise für betriebliche Ersthelfer vorgeschrieben sind, gehören auch spezielle Notfalltrainings für Arztpraxen und andere medizinische Einrichtungen zum Angebot. Darüber hinaus sind Schulungen direkt in Unternehmen möglich.
„Die Erwartung ist einfach, die Erste Hilfe unter die Leute zu bringen, weil sie so wichtig ist“, erklärte Philipp Adamietz. Unfälle könnten jederzeit passieren, auch im privaten Umfeld. Entscheidend sei, Notfälle zu erkennen und sicher helfen zu können. Wer entsprechend geschult sei und sich mit einer Aufgabe sicher fühle, könne diese im Ernstfall auch besser bewältigen.
Ein besonderes Augenmerk legte Adamietz auch auf Menschen, die beruflich viel unterwegs sind. Gerade für Lkw-Fahrer könne es sinnvoll sein, regelmäßig die Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Er regte an, dies beispielsweise im Zusammenhang mit der alle fünf Jahre erforderlichen Verlängerung des Lkw-Führerscheins zu berücksichtigen. Wer täglich viele Kilometer auf den Straßen unterwegs sei, habe schließlich auch häufiger die Möglichkeit, zu einem Unfall dazuzukommen.
Dass Menschen an einer Unfallstelle mit der Situation überfordert sein können, erlebt Adamietz auch aus beruflicher Perspektive. Er ist zusätzlich als Einsatzbearbeiter bei der Leitstelle Vogelsberg tätig und hat dadurch unmittelbaren Kontakt zu Menschen, die bei einem Notfall Hilfe benötigen. Dabei werde deutlich, dass eine solche Situation für viele eine absolute Ausnahmesituation darstelle und jeder ganz unterschiedlich damit umgehe.
Sechs Unternehmen nutzten die Gelegenheit, sich bei der Eröffnung über das neue Angebot zu informieren und den Schulungsstandort kennenzulernen. Für Philipp Adamietz war die Veranstaltung ein wichtiger erster Schritt, um DPS Medic Hessen in der Region bekannt zu machen und Kontakte zu den Unternehmen in Vogelsberg und Osthessen zu knüpfen.
Bürgermeister begrüßt zusätzliches Angebot
Auch Schlitz‘ Bürgermeister Heiko Siemon begrüßte die Entscheidung, den neuen Standort in der Burgenstadt aufzubauen. Er dankte Adamietz für die Einladung und bezeichnete das Angebot als Mehrwert für die Stadt und ihre Einwohner.
Jeder könne irgendwann in die Situation kommen, lebensrettende Maßnahmen durchführen zu müssen. Gleichzeitig bestehe bei vielen Menschen die Hemmschwelle, etwas falsch zu machen. Deshalb könne es aus seiner Sicht gar nicht genügend Möglichkeiten geben, Erste Hilfe zu erlernen und regelmäßig aufzufrischen.
Siemon verwies in diesem Zusammenhang auch auf die bisherigen Erste-Hilfe-Angebote in Schlitz und die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Eine Zusammenarbeit könne dazu beitragen, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen von einem breiteren Schulungsangebot profitieren.
Die Räumlichkeiten bei der Fahrschule Braun seien zudem ein passender Standort, da Erste-Hilfe-Kurse bereits für den Erwerb des Führerscheins eine wichtige Rolle spielten.
Auch Defibrillatoren sollen stärker in den Blick rücken
Ein weiteres Thema war der Einsatz automatisierter externer Defibrillatoren (AED). Die Stadt beschäftige sich gemeinsam mit der Firma Räumlit damit, wie zusätzliche Geräte an öffentlich zugänglichen Standorten angebracht werden könnten.
Dabei sei es allerdings nicht damit getan, die Geräte lediglich bereitzustellen. Die Menschen müssten auch ihre Scheu verlieren und wissen, wie sie einen Defibrillator im Notfall einsetzen können. Auch hier seien Schulungen ein wichtiger Baustein.
Zum Abschluss wünschte Heiko Siemon dem neuen Standort viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den Unternehmen. Sein Wunsch dürfte dabei auch für alle Beteiligten gelten: Möglichst selten in die Situation zu kommen, Erste Hilfe leisten zu müssen – und im Ernstfall dennoch gut darauf vorbereitet zu sein.
Fotos: Vogelsberger Zeitung
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