
Hunderte Ausbildungsplätze noch unbesetztIG BAU Hessen-Mitte: Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben
VOGELSBERGKREIS (ol). Im Vogelsbergkreis sind noch 297 Ausbildungsplätze unbesetzt, darunter 31 im Baugewerbe und sechs im Dachdeckerhandwerk. Gleichzeitig haben 74 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Kreis keinen Berufsabschluss. Die IG BAU Hessen-Mitte ruft junge Menschen deshalb dazu auf, auch jetzt noch nach einem Ausbildungsplatz zu suchen. Nach Angaben der Gewerkschaft stellen Betriebe teilweise noch im Oktober Auszubildende ein.
Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe im Vogelsbergkreis noch 297 Ausbildungsplätze. Darunter allein 31 im Baugewerbe. Und wer einen der höchsten Jobs im Vogelsbergkreis machen möchte: Dachdeckerbetriebe suchen noch 6 Azubis. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung hingewiesen. Die IG BAU Hessen-Mitte beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.
Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Gernot Sattler. Der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Hessen rund 215.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 74 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Vogelsbergkreis haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Hessen-Mitte, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Gernot Sattler.
Die IG BAU Hessen-Mitte rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft.
„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Sattler. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig.
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