
Abschluss der Land- und Baumaschinenmechatroniker an der MES in AlsfeldMagnus Leinweber, Marcel Brang, Marvin Spielberger haben bestanden
ALSFELD (ol). Beim. Abschluss der Land- und Baumaschinenmechatroniker an der Max-Eyth-Schule in Alsfeld herrschten angenehmen Temperaturen auf dem Parkplatz – und eine ausgelassene Stimmung unter jungen Menschen.
Magnus Leinweber, Marcel Brang, Marvin Spielberger haben es geschafft. In dem Gebäude hinter Ihnen waren sie in den Morgenstunden mächtig ins Schwitzen geraten, da sie an insgesamt drei Prüfstationen bei der Abschlussprüfung der Land- und Baumaschinenmechatroniker ihr praktisches Können unter Beweis stellen mussten. Nun hatten sich die „Noch-Azubis“ versammelt, um das Ergebnis ihrer Mühen zu erfahren.
Dabei konnte man die Erleichterung auf den Gesichtern sehen, der den meisten Anwesenden in diesem Moment vom Herzen fiel, als der Prüfungsausschussvorsitzende Hermann Schäfer, die Ergebnisse endlich bekannt gab.
Die Absolventen haben damit auch ihren Schulbesuch am regionalen Bildungszentrum in Alsfeld beendet. Die Max-Eyth-Schule ist einer von fünf Schulstandorten in Hessen, an denen im Rahmen des dualen Ausbildungssytems die angehenden Land- und Baumaschinenmechatroniker in sog. Bezirksfachklassen beschult werden. Die Auszubildenden kommen demnach aus ganz Mittel- und Osthessen zum Unterricht hierher, der in mehrere Blockwochen gegliedert ist.
Die Ausbildung an der hiesigen Schule erfolgt in hohem Maße in einer ständigen Verzahnung von Theorie und Praxis und das auf dem neuesten Stand der Technik.
Neben einem modernem Fendt Schlepper mit Vollausstattung, einer Claas Rundballenpresse sowie einer Hardi Pflanzenschutzspritze und dem notwendigen Equipment an herstellerspezifischer Software und Diagnosetechnik gehören ein älterer New Holland, ein moderner CAT Zeppelin Motor mit Abgasnachbehandlung, mehrere ältere Dieselmotoren, Hydraulikstände und weitere nützliches Anschaungs- und Arbeitsmaterial zum Inventar der Max-Eyth-Schule.
Mit der Raiffeisen Technikcenter Mitte Alsfeld und Leinweber Landtechnik hat die Fachgruppe zwei Unternehmen, die unterstützend leihweise Geräte für den Unterricht zur Verfügung stellten oder auch selbst bei einem Werkstattbesuch eine Maschine den Klassen vorgestellt hat.
Diese neuen Kooperationspartner ermöglichen der Schule die Ausbildung an modernen Maschinen und Geräte.
Ein weiterer Schritt zur Optimierung der Ausbildung stellt die Tatsache dar, dass die Azubis schon ab dem ersten Lehrjahr die Max-Eyth-Schule besuchen können und damit ihre Lehrzeit nicht mehr zusammen mit Kfz-Mechatronikern an anderen Schulstandorten beginnen müssen, bevor sie nach Alsfeld wechseln durften.
Die Ausbildung dauerte insgesamt dreieinhalb Jahre und beinhaltet das gesamte Spektrum moderner Land- und Baumaschinentechnik, mit Schwerpunkt auf die Lernbereiche Mechanik, Hydraulik, Elektrik/Elektronik und Gerätetechnik, sowie die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Politik/Wirtschaftskunde, Englisch, Sport und Religion.
Ende Mai musste zunächst zum Teil noch die Hürde der Theorieprüfung genommen werden, die ebenfalls an der Max-Eyth-Schule stattfand.
Die eigentliche praktische Prüfung erstreckte sich dann für die Prüflinge in der KW25.
Allerdings war hierbei weniger handwerkliches Geschick, als vielmehr diagnostisches Denken und der Umgang mit moderner Prüf- und Messtechnik gefragt.
Ein Schwerpunkt der Prüfung bildete die fachgerechte Installation einer elektrohydraulischen Anlage einschließlich ihrer Einstellung und Funktionsprüfung. In einem sich anschließenden Fachgespräch mussten die Prüflinge außerdem zu Fragen über Hydraulik und Elektrik Rede und Antwort stehen.
Es folgten zwei weitere Arbeitsstationen, an denen die von den Prüfern eingebauten „Fehler“ ausfindig gemacht und behoben werden mussten.
Das Spektrum reichte hierbei von moderner Common-Rail-Diesel-Einspritztechnologie bis zur klassischen Motormechanik, welche auf Grund der Langlebigkeit der Traktoren weiterhin zum Arbeitsbereich gehört.
Die Durchführung der Prüfung findet jeweils unter Vorsitz der Innung des Land- und Baumaschinenmechaniker-Handwerks Oberhessen – Starkenburg statt, die ihren Sitz in Friedberg hat.
Der Prüfungsausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender Hermann Schäfer (ehemals Max-Eyth-Schule Alsfeld), Johanna Hölzer (Hölzer Landtechnik Sinntal-Weichersbach), Mario Becker (Raiffeisen Alsfeld), Norman Klotz (Robert Aebi Landtechnik, Berstadt), Frank Schrattenholzer (Wagener, Neukirchen), Matthias Vey (BBZ Fulda), Mark Hoffmann (Fa. Güldner, Schlitz), Klaus Krug (ehemals Max-Eyth-Schule Alsfeld), Florian Brähler (Schmitt Recycling Fulda), Jonathan Jasper (Louis Scheuch GmbH), sowie Timo Stier und Sebastian Hodes (beide Max-Eyth-Schule Alsfeld),
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