
Gemeinsam für Tante Enso in KestrichFWG, Bürgerliste und Gewerbeverein werben für Bürgerbeteiligung
FELDATAL (ol). Die Freie Wählergemeinschaft Feldatal, die Bürgerliste Feldatal und der Gewerbeverein Feldatal informierten kürzlich über ihre Unterstützung für den geplanten Tante-Enso-Markt in Kestrich. Nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt kann das Projekt umgesetzt werden. Für die Eröffnung werden mindestens 600 Genossenschaftsmitglieder benötigt, bislang konnten 236 Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden. Mit Informationsangeboten und ehrenamtlichen Patinnen und Paten soll die Bürgerbeteiligung weiter gestärkt werden.
Die Zukunft der Nahversorgung in Feldatal ist ein gemeinsames Anliegen. Deshalb setzen sich die Freie Wählergemeinschaft Feldatal, die Bürgerliste Feldatal und der Gewerbeverein Feldatal gemeinsam für die Ansiedlung eines Tante-Enso-Marktes in Kestrich ein. Mit einem Gruppenfoto machen die Vertreter der drei Organisationen ihre Unterstützung für das Projekt deutlich und rufen die Bevölkerung in einer Pressemitteilung auf, sich aktiv zu beteiligen.
Nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt kann das Vorhaben nun offiziell umgesetzt werden. Der bisherige tegut-Markt in Kestrich soll künftig als Tante-Enso-Markt weitergeführt werden. Damit bietet sich die Chance, die Nahversorgung in Feldatal langfristig zu sichern und gleichzeitig die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten.
Das Tante-Enso-Konzept verbindet einen klassischen Supermarkt mit einem modernen 24/7-Einkaufssystem. Während der regulären Öffnungszeiten stehen Mitarbeitende für Beratung und Service zur Verfügung. Außerhalb dieser Zeiten kann der Markt mit einer Kundenkarte selbstständig genutzt werden. Gleichzeitig setzt das Konzept auf eine enge Einbindung der Bevölkerung: Regionale Produkte, Sortimentswünsche und weitere Ideen können von den Bürgerinnen und Bürgern aktiv eingebracht werden.
Damit der Markt in Kestrich eröffnet werden kann, sind mindestens 600 Genossenschaftsmitglieder erforderlich. Bereits ab 100 Euro können Bürgerinnen und Bürger Teil der Genossenschaft werden und so einen direkten Beitrag zur Sicherung des Standortes leisten. Die Resonanz in Feldatal ist bereits erfreulich. Nach dem aktuellen Stand konnten bereits 236 Bürgerinnen und Bürger als Anteilseigner gewonnen werden. Bis zum Erreichen des Ziels ist jedoch weiterhin jede Unterstützung wichtig.
Zusätzlich laufen derzeit verschiedene Informations- und Mitmachaktionen von Tante Enso. So gibt es unter anderem eine zeitlich begrenzte WM-Aktion, bei der sich – abhängig vom sportlichen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft – besonders attraktive Beteiligungsmöglichkeiten ergeben können. Solche Aktionen sollen zusätzliche Anreize schaffen und möglichst viele Menschen für das Projekt begeistern.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Am 6. Juli werden Patinnen und Paten geschult, die aus den Reihen der Freien Wählergemeinschaft Feldatal, der Bürgerliste Feldatal, der Ortsbeiräte und des Gewerbevereins Feldatal stammen. Sie stehen anschließend als Ansprechpartner für Fragen rund um das Projekt und den Erwerb von Genossenschaftsanteilen zur Verfügung und unterstützen die Bürgerinnen und Bürger bei allen Schritten der Beteiligung. Auch wird Bürgermeister Leopold Bach eine Sprechstunde einrichten um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, wie er in der letzten Gemeindevertretersitzung bekannt gab. Gerne können sich zur Paten-Schulung interessierte und freiwillige bei der Gemeindeverwaltung Feldatal melden um sich als Patin oder Pate registrieren zu lassen.
Für die drei beteiligten Organisationen steht fest, dass dieses Projekt weit über politische oder organisatorische Grenzen hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen die Menschen in Feldatal sowie die langfristige Sicherung einer wohnortnahen Einkaufsmöglichkeit. Die Fraktionsvorsitzenden Daniel Wolf (FWG) und Timo Wagner (Bürgerliste) sowie der Vorsitzende des Gewerbevereins Michael Schneider erklären gemeinsam: „Mit Tante Enso bietet sich für Feldatal eine große Chance, die Nahversorgung in Kestrich dauerhaft zu sichern. Dieses Projekt kann jedoch nur gelingen, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Deshalb rufen wir alle Einwohnerinnen und Einwohner unseres Feldatals auf, sich zu informieren, einen Genossenschaftsanteil zu erwerben und damit ein klares Zeichen für die Zukunft unserer Gemeinde zu setzen. Jeder Anteil zählt und bringt uns dem gemeinsamen Ziel eines Tante-Enso-Marktes in Kestrich einen Schritt näher.“
Die Freie Wählergemeinschaft Feldatal, die Bürgerliste Feldatal und der Gewerbeverein Feldatal werden das Projekt auch in den kommenden Wochen aktiv begleiten und gemeinsam dafür werben, die erforderlichen 600 Anteilseigner zu erreichen. Denn eine starke Nahversorgung ist ein Gewinn für alle Ortsteile und ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Feldatals.
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