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Krankenhaus Eichhof arbeitet künftig mit „argo med“ zusammenKooperation soll onkologischen Standort in Lauterbach langfristig sichern

LAUTERBACH (ol). Das Krankenhaus Eichhof und das MVZ argo med haben eine Kooperation zur Sicherung und Stärkung der onkologischen Versorgung in Lauterbach vereinbart. Ziel ist es, Krebspatientinnen und -patienten auch künftig wohnortnah und auf hohem medizinischem Niveau zu betreuen. Durch die Zusammenarbeit entsteht ein regionales Netzwerk onkologischer Praxen in Lauterbach, Alsfeld und Marburg.

Die medizinische Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten im ländlichen Raum steht vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger sind tragfähige Kooperationen. Eine solche wurde nun in Lauterbach geschlossen: Die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus Eichhof und dem MVZ argo med soll den onkologischen Standort am Medizinischen Versorgungzentrum – MVZ Eichhof langfristig sichern und stärken, berichtet die Eichhof-Stiftung in einer Pressemitteilung.

Susanne Simon-Becker, Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie, ist seit 2021 im MVZ Eichhof tätig und zukünftig Mitglied im Team von argo med Onkologie am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach. Gemeinsam entstehe so ein Verbund-Netzwerk aus onkologischen Praxen in Marburg, Lauterbach und Alsfeld erklären die argo med-Gründer Dr. Christoph Mann und PD Dr. Jörg Hoffmann gemeinsam mit Dr. Jorge Riera, der ebenfalls im Vogelsberg für argo med tätig ist. Für Patientinnen und Patienten bedeute dies vor allem eines: eine qualitativ hochwertige Versorgung in der Region – ergänzt durch die Anbindung an die wissenschaftlichen Möglichkeiten von  Universitätskliniken und Maximalversorgern, mit dem das Team von argo med intensiv zusammenarbeite, erklärt Dr. Christoph Mann und fügt an: „Ziel der Kooperation ist es, durch konsequente Weiterbildung, Digitalisierung, die Teilnahme an Studien sowie die kontinuierliche Optimierung von Behandlungsprozessen die onkologischen Therapiemöglichkeiten in Lauterbach auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu halten und auszubauen.“ Moderne Behandlungsverfahren, kurze Wege und eine persönliche Betreuung spielten gerade für Menschen mit einer Krebsdiagnose eine entscheidende Rolle.

„Die enge Verbindung zu unseren Patientinnen und Patienten ist für uns zentral“, betont Susanne Simon-Becker, die auch weiterhin in Lauterbach tätig sein wird. Die Fachärztin ist auf die Weiterbehandlung von Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts spezialisiert und genießt seit mehr als 20 Jahren das Vertrauen der Menschen im Vogelsberg. Neben ihrer wöchentlich stattfindenden onkologischen Sprechstunde betreut die angesehene Medizinerin auch Patientinnen und Patienten der Fachabteilungen Innere Medizin sowie Viszeralmedizin und Gastroenterologie am Krankenhaus Eichhof. Darüber hinaus ist sie hochgeschätztes Mitglied der dortigen Tumorkonferenz.

Wohnortnahe Versorgung

Für den Vorstand der Eichhof-Stiftung Lauterbach Thomas Faust ist die Kooperation mit einem kompetenten und verlässlichen Partner der richtige Schritt: „Auf diese Weise können wir die Patienten weiterhin wohnortnah betreuen und gleichzeitig die onkologische Expertise für das Krankenhaus Eichhof sichern.“ Susanne Simon-Becker sei künftig bei argo med als angestellte Ärztin tätig, alle anderen Parameter bleiben unverändert bestehen. „Sämtliche Versorgungsangebote – von der onkologischen Sprechstunde über den Standort am MVZ Eichhof bis hin zur etablierten Kooperation mit dem Krankenhaus Eichhof – bleiben erhalten“, so der Vorstand.

Das bestätigt auch Dr. Christoph Mann: „Die Gründe für die Zusammenarbeit liegen auf der Hand. Die Onkologie wird zunehmend komplexer und kostenintensiver – das ist für kleinere Standorte allein schwer zu stemmen.“ Gleichzeitig sei nicht jede Behandlung an großen Tumorzentren notwendig. Leistungen wie orale Chemotherapie, Ultraschall, Blutuntersuchungen und Sprechstunden würden weiterhin in Lauterbach angeboten. Aufwendigere Infusions-Chemotherapien erfolgten hingegen an anderen Standorten innerhalb des argo med-Netzwerks. Auf diese Weise werde eine umfassende und zugleich wohnortnahe Betreuung für Krebspatientinnen und -patienten im Vogelsberg gewährleistet, so der Mediziner.

Weiterer Vorteil: Die hohe medizinische Qualität des Krankenhauses Eichhof und die bestehende enge Zusammenarbeit bleiben bestehen. Dabei spiele neben der fachlichen Expertise vor allem das gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Ärzteschaft und Patienten eine zentrale Rolle.

Auch mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Dr. Mann optimistisch: „Viele junge Ärztinnen und Ärzte suchen heute ein Arbeitsumfeld, das fachliche Weiterentwicklung, moderne Behandlungsstandards und gute persönliche Arbeitsbedingungen verbindet. Genau hier sehen wir die Stärke unserer regionalen MVZ-Struktur: Sie ermöglichen anspruchsvolle onkologische Medizin in einem kollegialen Netzwerk – nah an den Patientinnen und Patienten.“ Man sei sehr zuversichtlich, den Standort Lauterbach langfristig sichern zu können. Und auch Susanne Simon-Becker stellt klar: „Selbstverständlich bleibe ich mit meiner onkologischen Sprechstunde in Lauterbach präsent. Einsätze an anderen Standorten von argo med sind lediglich optional.“

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