AnzeigeFokusthema0

Kolumne von Ines Caspar, Aurum Vermögensmanagement GmbHGeopolitische Krisen belasten Wirtschaft und Märkte

ALSFELD (ol). Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Konflikt und die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump beeinflussen zunehmend die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Besonders steigende Energiepreise, Probleme in den Lieferketten und Inflationssorgen setzen die Industrie unter Druck. Gleichzeitig zeigen sich die Aktienmärkte bislang widerstandsfähig, während an den Zinsmärkten die Unsicherheit wächst.

Weiterhin dominieren der Iran-Krieg und die Trumpschen Eskapaden die Wirtschaftsnachrichten. Zusätzlich zu den schwer abzuschätzenden Schäden, der durch die Sperrung der Straße von Hormus eintritt, will Trump nun den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der EU in die USA von 15 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. Das Münchener Ifo-Institut warnt nach Trumps Ankündigung neuer Strafzölle für die EU vor einem diesjährigen Rückgang des deutschen Wirtschaftswachstums im Falle von EU Gegenzöllen auf US-Produkte. Falls daraus ein neuer Handelskrieg werde, drohe Deutschland 2026 eine Rezession.

Viel entscheidender ist das Thema Energie. Das hiesige Preisniveau erstickt die Konkurrenzfähigkeit in der Produktion. Wenn es anhält, stehen wir in unserem primären Geschäftsmodell vor einer großen Insolvenzwelle. Das Thema der mangelnden Energieversorgungssicherheit verhindert zu großen Teilen Investitionen der energieintensiven Unternehmen, die maßgeblicher Teil des deutschen Geschäftsmodells sind.

Lieferketten und die Versorgung verschlechtern sich. Inflation wird wieder ein Thema.

Durch die Sperrung der Straße von Hormus geraten die Lieferketten spürbar unter Druck. Die Versorgung mit Vorprodukten hat sich zuletzt bereits deutlich verschlechtert. Der Konflikt im Nahen Osten und die Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wirken sich zunehmend auf die Versorgung mit Vorprodukten aus. Dies betrifft nicht nur Deutschland, sondern die Produktion weltweit. Ein Anstieg der Inflation sollte aufgrund der nachgelagerten Auswirkungen des Iran-Konfliktes wieder deutlich mehr in den Fokus geraten.

Aktienmärkte zeigen sich erstaunlich resilient. Bleibt das so?

An den Kapitalmärkten wächst das Risikobewusstsein. Geopolitische Spannungen und ein kritisch hinterfragter Technologiesektor führen dazu, dass Anlegerinnen und Anleger wieder stärker differenzieren. Entscheidend ist nicht mehr nur, wo Wachstum entsteht – sondern wo es auch unter schwierigeren Rahmenbedingungen Bestand hat. Trotz der Unsicherheiten zeigen sich die Märkte aber erstaunlich resilient und tendieren nahe den Höchststände. Sicherlich unterstützt von den weiterhin bemerkenswerten Gewinnentwicklungen der Aktiengesellschaften.

Steigende Inflationssorgen beeinflussen die Zinsmärkte Zusehens

Die mit steigenden Energiepreisen und den Problemen der Lieferketten einhergehenden Inflationssorgen haben sich bei den Renditen der Staatsanleihen bemerkbar gemacht. Hier gab es in kurzer Zeit spürbare Renditeanstiege.Die kräftigeren Bewegungen am kurzen Ende der Zinskurve signalisieren eine Neubewertung der zu erwartenden Zentralbankpolitik. Die Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Zinsen zunächst beim jetzigen Niveau belassen, obwohl sich die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Abwärtssorgen für das Wachstum erhöhen. Mit Blick auf die US-Notenbank Federal Reserve, werden die Chancen von Zinssenkungen geringer. Steigende Zinsen bedeuten i.d.R. Kursrückgänge für bestehende Positionen und sollte berücksichtigt werden.

Hat der Petro-Dollar ausgedient?

Im Tausch gegen ihr Öl haben die Golfstaaten während Jahrzehnten Dollars gehortet. Asiatische Länder haben Dollar-Reserven angehäuft, um damit nach Bedarf Rohstoffe zu kaufen. Doch mit dem Irankrieg und der Unfähigkeit der USA, den freien Seehandel zu garantieren, wird dieses System hinfällig. Für die meisten Länder macht es mehr Sinn, in Zukunft direkt Rohstoffe und Gold anstatt Dollars zu horten.

Der Goldpreis schwächelt. Zeigt sich hier das Ende der historischen Preisrally?

In den vergangenen Jahren kauften Zentralbanken Tausende Tonnen Gold, um ihre Währungsreserven zu diversifizieren. Damit heizten sie eine historische Goldpreisrally an. Seit Beginn des Iran-Kriegs gibt es Berichte über massive Verkäufe. Insbesondere Polen hatte in den letzten Jahren massiv Gold gekauft. Kürzlich wurden Teile des Bestandes verkauft, um die Aufrüstung zu finanzieren. Auch die Türkei verkauften kürzlich Teile ihres Goldbestandes bzw. hinterlegt das Gold für befristete Devisengeschäfte (SWAP-Geschäfte). Das Geld brauchte die Zentralbank, um am Devisenmarkt die türkische Lira zu stützen. Die Währung ist seit Beginn des Kriegs im Nachbarland Iran vor allem durch die steigenden Energiepreise unter Druck geraten. Gold erfüllte somit wieder die Funktion als „Krisenwährung“ und verhalf den Ländern zu zusätzlicher Liquidität. Zeitversetzt ist zudem zu erwarten, dass Gold den Kaufkraftverlust durch den Anstieg der Inflation wieder ausgleicht. Kursgewinne wie im vergangenen Jahr sind aber kurzfristig wahrscheinlich nicht zu erwarten.

Fazit

Weiterhin bleibt die geopolitische Lage der Haupttreiber für Marktveränderungen. Insbesondere die politische Agenda von Mr. Trump bleibt unplanbar. Die alte Bösenregel. „Sell in May and go away, but do not remember to come back in September…” könnte aktuell ein guter Ratgeber sein. Aber weiterhin gilt, ein breit aufgestelltes Portfolio ist die Basis für gute Anlageerfolge.

Als bankenunabhängiger Vermögensspezialist beraten wir Sie individuell und ohne hauseigene Produkte. Besuchen Sie uns auf unserer Internetseite www.aurumvm.de oder vereinbaren Sie gerne einen Gesprächstermin unter Tel. 06631/ 8018-440.

Disclaimer: Dies ist eine Marketingmitteilung. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Bitte lesen Sie vor einer Anlageentscheidung die verbindlichen Verkaufsdokumente, die Ihnen Ihr Berater oder der jeweilige Emittent auf Anfrage zur Verfügung stellt. Frühere Wertentwicklungen lassen nicht auf zukünftige Renditen schließen. Wertpapiergeschäfte sind grundsätzlich mit Risiken, insbesondere dem Risiko des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals, behaftet.

Diese Marketingmitteilung unterliegt nicht den regulatorischen Anforderungen, welche die Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen/ Anlagestrategieempfehlungen sowie das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung der Anlageempfehlung/Anlagestrategieempfehlung vorschreiben.

Die Anlageberatung und -vermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3, 4 WpIG) erbringen wir als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG ausschließlich für Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg (NFS). Der Verfasser und redaktionell Verantwortliche ist: Aurum Vermögensmanagement GmbH, Bürgermeister-Haas-Str. 5, 36304 Alsfeld, Telefon 06631/ 8018-444. 

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren