
Fraktion setzt auf Kontinuität, Verjüngung und konstruktiv-kritische Oppositionsarbeit im VogelsbergkreisGrüne Kreistagsfraktion startet mit neuem Team und klaren Positionen in die Wahlperiode
VOGELSBERGKREIS (ol). Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Vogelsbergkreis blickt zuversichtlich auf die neue Wahlperiode. Unter Führung von Dr. Udo Ornik und Cornelia Bothe will die Fraktion ihre politische Arbeit mit neuen Mitgliedern fortsetzen. In zentralen Themen wie Flächenverbrauch und Verkehrspolitik positionieren sich die Grünen klar. Ziel bleibt eine nachhaltige Entwicklung der Region bei konstruktiv-kritischer Zusammenarbeit.
Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen blickt mit Zuversicht auf die neue Wahlperiode im Vogelsbergkreis. Vor dem Hintergrund einer Neuauflage der Koalition zwischen CDU und SPD sowie der nicht zustande gekommenen Zusammenarbeit zwischen CDU, FW und Grünen, positioniert sich die Fraktion klar, konstruktiv und verantwortungsbewusst innerhalb des demokratischen Lagers, so berichtet sie in einer Pressemitteilung.
Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt weiterhin auf ihr bewährtes Führungsteam mit Dr. Udo Ornik und Cornelia Bothe. Zugleich verabschiedete die Fraktion mit großem Dank ihr Fraktionsmitglied Sonja Schittenhelm und die Kreisausschussmitglieder Gabriele Szepanski und Gerhard Herchenröder. Mit Nadine Behrendt und Leonard Morneweg wird sich die Fraktion nach den Kreisausschusswahlen personell verjüngen und mit neuer Energie in die kommende Wahlperiode gehen. Aus dieser erfreulichen Entwicklung heraus wollen die Grünen neue Akzente setzen und ihre politische Arbeit im Vogelsbergkreis engagiert fortführen.
Schnittmengen auch mit CDU gesehen
Die neue Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen reagiert auch auf eine Pressemitteilung der CDU-Fraktion zu Sondierungsgesprächen. „Insgesamt haben wir durchaus Schnittmengen für eine zukunftsfähige Politik im Vogelsbergkreis gesehen“, erklärt der wiedergewählte Fraktionsvorsitzende Dr. Udo Ornik. Die Gespräche seien von dem gemeinsamen Bemühen getragen gewesen, als demokratische Parteien zu tragfähigen Kompromissen zu kommen. Deutliche, aber aus Sicht der Grünen nicht unüberbrückbare Differenzen, gab es dagegen bei der Frage der Erschließung neuer Gewerbegebiete auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie beim Festhalten am Bau der Umgehungsstraße B 254 zwischen Landenhausen, Angersbach und Lauterbach.
Reaktivierung von Gewerbeflächen statt Neuversiegelung
Für die Grünen sei klar, dass wirtschaftliche Entwicklung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen untrennbar zusammengehören. Statt immer neue Flächen zu versiegeln, sieht die Fraktion großes Potenzial in der Reaktivierung brachliegender Industrieflächen und einer maßvollen Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete sowie in einer vielseitigen verkehrstechnischen Anbindung, auch durch den ÖPNV. Ziel sei es, die regionale Identität und die landschaftlichen Qualitäten des Vogelsbergkreises langfristig zu bewahren.
Kein Bau der Umgehung B254 sondern kurzfristige Entlastungen
Deutliche Kritik äußern die Grünen auch am geplanten Festhalten der CDU am Bau der Umgehungsstraße B 254n. „Dieses Projekt ist aus der Zeit gefallen. Der finanzielle Aufwand steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur tatsächlichen Entlastung, während die Eingriffe in Natur und Landwirtschaft erheblich wären“, betont Fraktionsmitglied Daniel Schmidt. Stattdessen fordern die Grünen, bestehende Infrastruktur zu sanieren und den Ausbau der Vogelsbergbahn in den Fokus zu rücken. Zudem müsse kurzfristig eine wirksame Entlastung erreicht werden, anstatt auf ein fragwürdiges Projekt zu setzen, dessen Umsetzung noch viele Jahre, vielleicht ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen werde.
Grüne weiterhin für konstruktiv-kritischen Politikstil
Unabhängig von den aktuellen politischen Entwicklungen zeigt sich die Fraktion entschlossen, ihre Arbeit engagiert fortzusetzen. „Wir freuen uns, auch im neuen Kreistag wieder aktiv für Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und den Erhalt unserer regionalen Identität einzutreten“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Cornelia Bothe. Die Grünen wollen ihre Politik weiterhin konstruktiv-kritisch gestalten und mit eigenen Impulsen zur positiven Entwicklung des Vogelsbergkreises beitragen.
Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren