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Landtagsabgeordneter Ziegler im Austausch mit Bürgermeister SchmehlGroße Herausforderungen bei Wasser und Kinderbetreuung

ROMROD (ol). Die Stadt Romrod steht vor erheblichen Investitionen in die Wasserversorgung und Kinderbetreuung. Darüber tauschten sich Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler und Bürgermeister Hauke Schmehl bei einem Besuch aus. Besonders der Bau eines neuen Tiefbrunnens sowie die Erweiterung der Kindertagesstätte stellen große finanzielle Herausforderungen dar. Beide betonten zudem die Belastung durch Bürokratie und den Bedarf an praktikablen Lösungen.

Die Stadt Romrod steht vor großen Investitionen, um die Versorgung der Menschen vor Ort auch in Zukunft sicherzustellen. Bei einem Besuch tauschte sich der Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler mit Bürgermeister Hauke Schmehl über die wichtigsten Herausforderungen aus.

Besonders beim Thema Trinkwasser wird der Handlungsdruck deutlich, heißt es in der Pressemitteilung von Ziegler. Der bestehende Liefervertrag mit der Stadt Alsfeld endet 2027. Danach muss Romrod die Versorgung selbst absichern. Dafür soll ein neuer Tiefbrunnen gebaut werden. Die Kosten dafür liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Für eine kleine Stadt ist das eine enorme Belastung. „Wir müssen die Wasserversorgung langfristig sichern und uns unabhängiger aufstellen. Gleichzeitig stehen wir vor Investitionen, die für eine Kommune unserer Größe kaum zu stemmen sind. Allein der neue Brunnen ist ein Projekt, das uns finanziell und organisatorisch stark fordert“, erklärt Bürgermeister Hauke Schmehl.

Auch in der Kinderbetreuung sind große Maßnahmen notwendig. Die Kindertagesstätte soll erweitert werden, um zusätzliche Plätze zu schaffen und den Anforderungen gerecht zu werden. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von rund 4 Millionen Euro. „Wir investieren hier in die Zukunft unserer Stadt und in gute Betreuung für Kinder und Familien. Gleichzeitig sehen wir, wie hoch die Herausforderungen für kleine Kommunen inzwischen sind. Solche Projekte binden enorme finanzielle Mittel und stellen uns dauerhaft vor große Aufgaben“, so Schmehl.

Zum Abschluss waren sich Bürgermeister Schmehl und der Landtagsabgeordnete Ziegler einig, dass zunehmende Bürokratie und starre Vorgaben viele Projekte unnötig erschweren. Das zeigt sich sowohl bei der Sicherung der Wasserversorgung als auch beim Ausbau der Kinderbetreuung und bei weiteren Infrastrukturvorhaben. „Gerade bei so zentralen Aufgaben wie der Wasserversorgung oder dem Ausbau der Kinderbetreuung zeigt sich, wie groß der Druck auf die Kommunen ist. Das Land unterstützt bereits an vielen Stellen, etwa bei der Kinderbetreuung. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass Verfahren einfacher und schneller werden und Vorgaben so gestaltet sind, dass sie vor Ort praktikabel sind. Nur so können notwendige Projekte am Ende auch wirklich umgesetzt werden“, so der Landtagsabgeordnete aus dem Vogelsberg.

Einig waren sich beide, dass es jetzt darauf ankommt, die Kommunen bei diesen Aufgaben verlässlich zu unterstützen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die vor Ort auch umsetzbar sind. Umso wichtiger sei es, im engen Austausch zu bleiben und die Themen gemeinsam weiter voranzubringen.

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