
Therapieangebot in Melchiorsgrund setzt neue Standards in der Behandlung von DoppeldiagnosenSPD-Landtagskandidat Maximilian Ziegler besichtigt das einzigartige Therapieangebot von Melchiorsgrund
SCHWALMTAL (ol). Melchiorsgrund, das kulturtherapeutische Dorf im Schwalmtal, bietet Menschen mit Doppeldiagnosen einzigartige Chancen zur Bewältigung ihrer Abhängigkeits- und psychischen Erkrankungen. SPD-Landtagskandidat Maximilian Ziegler besuchte die Einrichtung kürzlich, um sich ein Bild von den Behandlungsverläufen vor Ort zu machen.
Maximilian Ziegler, SPD-Landtagskandidat, hat das kulturtherapeutische Dorf Melchiorsgrund im Vogelsberg besucht. Die Einrichtung, die seit 1981 besteht, dient Menschen mit sogenannten Doppeldiagnosen, den sogenannten Kombinationen aus Abhängigkeitserkrankungen und psychischen Leiden, als Heim und Arbeitsort. Aktuell zählt das Dorf etwa 60 Bewohner und 40 Mitarbeiter.
„Heimleiter Reinhard Kaul-Seeger hebt hervor, dass Melchiorsgrund für die Bewohner oft eine letzte Zuflucht darstellt. Hier erhalten sie eine besondere Umgebung, in der sie sich akzeptiert fühlen und zur Ruhe kommen können. Die ländliche Struktur des Vogelsberges wirkt weniger reizüberflutend als die Großstadt“, so Kaul-Seeger.
Jeden Tag sollen die Menschen einer produktiven, abwechslungsreichen Beschäftigung nachgehen können. Hierbei helfen eine Tischlerei, eine Käserei, ein eigener Hofladen und weitere Arbeitsbereiche. Dies trägt dazu bei, dass die Bewohner sich als gebende statt nur helfende Mitglieder der Gesellschaft erleben.
Doch die Möglichkeiten von Melchiorsgrund haben Grenzen, führt Heimleiter Kaul-Seeger aus: „Wir können nicht allen helfen. Einige Bewohnerinnen und Bewohner suchen nach eigenständigeren Wohnformen, wie Tiny Häuser. Doch die Genehmigungsverfahren für solche Projekte sind oft langwierig.“
Maximilian Ziegler äußert sich erfreut über das bestehende Angebot für die Betroffenen im Vogelsberg und hebt hervor, dass Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet nach Melchiorsgrund kommen. Er sieht das Dorf als mögliches Vorbild für andere Einrichtungen. Doch auch er erkennt die bürokratischen Hürden, die das tägliche Leben dort erschweren. So dürfe der betreuende Hausarzt der Einrichtung momentan nicht auch die Bürger von Schwalmtal behandeln. Ziegler sieht hier und bei den Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben Handlungsbedarf: „Im Landtag will ich mich für diese Anliegen einsetzen.“
Bildunterschrift: Maximilian Ziegler (SPD) im Gespräch mit Geschäftsleiterin Malgorzata Schiller und Heimleiter Reinhard Kaul-Seeger aus Melchiorsgrund (Bildquelle: SPD Vogelsbergkreis)
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Herr Ziegler ist ja omnipräsent und offensichtlich sehr viel im Wahlkreis unterwegs. Hier will jemand was erreichen.
Wo ist denn unser aktuelle Vertreter des Wahlkreises ?
Man sieht ihn kaum. Man hört ihn kaum.
Vertraut man hier etwa auf den Amtsbonus oder den Listenplatz?
Der Versuch kann auch nach Hinten los gehen.