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Arbeitsagentur Gießen gibt Einblick in die StatistikArbeitsmarkt zeigt sich beständig

VOGELSBERG (ol). Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren im abgelaufenen Monat Mai 15.242 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vormonat April waren 449 Personen mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 4,1 Prozent.

Im Mai des Vorjahres waren noch 2.824 Erwerbslose mehr registriert. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent. Der Bestand an Arbeitslosen ergibt sich aus Zugängen in Arbeitslosigkeit und Abgängen aus Arbeitslosigkeit, den sogenannten Bewegungsdaten. Im Mai lag der Zugang in Arbeitslosigkeit bei 3.497 Personen, 173 mehr im Vergleich zum Vorjahr. 3.964 Personen wurden als Abgang aus Arbeitslosigkeit registriert. Das waren 148 weniger als im Mai des Vorjahres, teilt die Arbeitsagentur in ihrer Pressemeldung mit.

„Die Erwerbslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen sank den vierten Monat in Folge und die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen steigt seit Jahresbeginn kontinuierlich“, kommentiert Eckart Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Gießen.

Der Grundstein für eine gute Arbeitsmarktlage sei jedoch nach wie vor eine positive Ausbildungsentwicklung. Die Lage am Ausbildungsmarkt spiegele sowohl die vielfältigen Möglichkeiten als auch den Fachkräftemangel in bestimmten Sektoren wider. Damit möglichst viele junge Menschen mit einer fundierten Ausbildung ins Berufsleben starten können, appelliere er an die hiesigen Betriebe Ausbildungskapazitäten zu prüfen und offene Ausbildungsstellen der Arbeitsagentur zu melden.

„Ausbildung ist immer ein Gewinn, für das eigene Unternehmen und die Gesellschaft. Auch wenn mich die aktuelle Lage an Arbeits- und Ausbildungsmarkt zuversichtlich stimmt, hängt deren mittelfristige Entwicklung jedoch nicht nur vom nationalen, sondern stärker als in der Vergangenheit, auch vom internationalen Fortgang ab“.

Kurzarbeit, Unterbeschäftigung und gemeldete Stellen

Im Mai haben 695 kurzarbeitende Betriebe im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen einen Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitergeld (KuG) gestellt und auch bewilligt bekommen. Das waren zwei betroffene Betriebe mehr gegenüber dem Vormonat April. Im abgelaufenen Monat wurden 188 Neuanzeigen für die Bewilligung von Kurzarbeitergeld gestellt. 279 Anträge auf Saisonkurzarbeitergeld wurde von den Winterbau-Betrieben im abgelaufenen Monat gestellt.

21.434 Menschen wurden im Monat Mai in der Unterbeschäftigung im engeren Sinne geführt. Das waren 313 Unterbeschäftigte weniger im Vergleich zum Vormonat und 2.931 weniger zum Vorjahr.

Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im abgelaufenen Monat Mai insgesamt 1.249 neue Arbeitsstellen. Das waren 94 Stellen weniger als im April. Im Vorjahresmonat wurden 18 Stellen weniger gemeldet. Der Bestand an offenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen stieg um 128 auf 7.146. Im Mai des Vorjahres waren noch 1.789 Stellen weniger gemeldet.

Männer und Frauen

Im Mai waren 8.652 Männer erwerbslos registriert. Das waren 287 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat April. Im Vorjahresmonat waren 1.836 Männer mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 5,2 Prozent.

6.590 Frauen waren im Mai arbeitslos gemeldet, 162 weniger als im Vormonat und 988 weniger im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 3,8 Prozent. Im Mai 2021 lag die Quote bei 4,3 Prozent.

Besondere Personengruppen

1.235 junge Menschen unter 25 Jahre waren im Berichtsmonat Mai als arbeitslos registriert. Das waren 56 weniger zum Vormonat April und 337 weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 3,1 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 3,9 Prozent.

Bei den über 50-jährigen ging die Erwerbslosigkeit um 130 Personen auf 5.192 zurück. Im Mai des Vorjahres waren noch 659 Personen mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank leicht um 0,1 auf 3,9 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 4,4 Prozent.

5.491 Personen waren im Mai länger als sechs Monate arbeitslos und zählten somit zu den Langzeitarbeitslosen. Das waren 142 Personen weniger als im April und 1.096 weniger im Vergleich zum Mai des Vorjahres.

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen am Bestand aller Arbeitslosen betrug im Berichtsmonat 36,0 Prozent.

Regionale Unterschiede

Zum Bezirk der Arbeitsagentur Gießen gehören der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis und der Wetteraukreis. In allen drei Landkreisen ist die Arbeitslosigkeit mehr oder weniger gesunken.

Im Kreis Gießen waren im abgelaufenen Monat Mai insgesamt 7.046 Menschen erwerbslos gemeldet, 241 Arbeitslose weniger als im Vormonat April. Im Vorjahr waren 1.377 Personen oder 16,3 Prozent mehr registriert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 4,8 Prozent im Monat Mai. Im Vorjahr belief sich die Quote auf 5,7 Prozent.

Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 142 Personen auf jetzt 6.194 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damals 1.307 oder 17,4 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,7 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag die Quote bei 4,4 Prozent.

Im Vogelsbergkreis waren im Berichtsmonat Mai 2.002 Personen erwerbslos gemeldet, 66 Personen weniger zum Vormonat. Im Mai des Vorjahres waren 140 oder 6,5 Prozent mehr Menschen registriert. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 auf 3,5 Prozent zurück. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,7 Prozent.

Ausbildungsmarkt

Das aktuelle Berichtsjahr für den Ausbildungsmarkt 2021/2022 hat im Oktober 2021 begonnen und endet am 30. September 2022. Seit Beginn des Berichtsjahres waren im Agenturbezirk Gießen 3.676 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche registriert. Das waren 161 Bewerber weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Den Bewerbern für eine Ausbildung standen seit Beginn des Berichtsjahres 3.302 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Im Mai des Vorjahres waren 279 Lehrstellen weniger gemeldet.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine Geschäftsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Es werden nur Ausbildungsstellen und Bewerber erfasst, die bei der Arbeitsagentur, den Jobcentern sowie den Kreisjobcentern gemeldet werden. Das Berichtsjahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30 September. Der abschließende Ausbildungsmarktbericht wird Ende Oktober veröffentlicht.

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