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FDP-Fraktion Schlitzerland hat sich neu aufgestelltViel Potenzial im Schlitzerland

SCHLITZ (ol). Die FDP war in den letzten Jahren schon sehr aktiv im Stadtparlament, aber das war noch nicht alles: Nie gab es in der Stadt mehr zu tun und daher hat sich die FDP Schlitzerland nun noch breiter aufgestellt: Katja Landgraf wurde zur neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt und Jürgen Laurinat ist ist ihr Stellvertreter.

Das gibt die FDP in Schlitz in einer Pressemitteilung bekannt. „Katja Landgraf ist ein langjähriges erfahrenes Fraktionsmitglied und hat sich über die Grenzen des Schlitzerlandes bereits einen Namen gemacht. So ist sie Sprecherin für Nachhaltigkeit und Umwelt der FDP im Vogelsbergkreis und leitet auf Landesebene den Landfachausschuss für Umwelt und Ernährung der FDP Hessen“, sagt Daniel Braun, der künftig als Parteivorsitzender die Parteiarbeit im Schlitzerland weiter ausbauen wolle.

„Konstruktiver Dialog und ein gemeinsames Miteinander prägten die Zusammenarbeit mit Daniel Braun. Wir bedanken uns ausdrücklich für seinen Einsatz und das Engagement als Fraktionsvorsitzender“, blickt Katja Landgraf zurück. „Große Begeisterung innerhalb der FDP war zu spüren, als unser Schlitzerländer Urgestein Dr. Rüdiger, Rick‘ Holzapfel sich erneut erklärte, auch in den kommenden fünf Jahren die FDP im Magistrat der Stadt Schlitz zu vertreten“, so Jürgen Laurinat. „Auch Mitglieder aller anderen Fraktionen scheinen sich schon darauf zu freuen, bald wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können.“

FDP: Nie gab es mehr zu tun

Das Schlitzerland habe viel Potenzial. Das gelte es beizubehalten, damit man auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Jung und Alt bleibe. „Wir müssen mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern und Soloselbstständigen einen sicheren Standort für ihre Zukunft bieten, Arbeitsplätze vor Ort ausbauen und mehr Lebensqualität für Mensch, Tier und Umwelt schaffen!“, so Katja Landgraf.

Wie viel Potenzial im Schlitzerland steckt, habe die FDP-Fraktion in den letzten fünf Jahren mit 75 Anträge und 133 Anfragen gezeigt. „Diese Chancen werden wir auch in Zukunft weiter identifizieren und auf Basis von Maßnahmen, die sich für die Schlitzer Bürgerinnen und Bürger rechnen, umsetzen.“ ergänzt Braun.

Was wirklich zählt im Schlitzerland

„Die Karten sind neu gemischt worden. Jetzt gilt es, das Beste für unsere Wählerinnen und Wähler zu erreichen“, so die neue Fraktionsvorsitzende. Als Schlitzerländer FDP habe man in den letzten Jahren gezeigt, dass man zuverlässig in einer Kooperation arbeiten könne. Die FDP haben aber auch gezeigt, wie sie eine vertrauensvolle und integre Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg durchführen könne. „So haben wir auch nicht gezögert, als die CDU mit dem Wunsch nach Sondierungsgesprächen auf uns zu kam“, so Dr. Rüdiger Holzapfel.

Am 17. April habe die Partei aus den Medien von Hans-Jürgen Schäfer erfahren, dass „SPD, FDP sowie die Bunte Liste keine enge Kooperation mit der CDU eingehen möchten“ und Heiko Siemon darüber offen enttäuscht sei. Darauf entgegnet die FDP: Das sei falsch. Die CDU habe die Partei zu einem ersten Sondierungsgespräch eingeladen. „Wir sind dieser Einladung gerne gefolgt“, erläutert Jürgen Laurinat, „da wir glaubten, das Angebot der CDU sei aufrichtig. In diesem Gespräch wurden einige Punkte thematisiert. Inhaltlich wurde jedoch noch nicht ins Detail gegangen.“

„Ein Punkt, der uns besonders freute“, so Landgraf weiter, „war die Intention einen vierten Ausschuss ins Leben zu rufen, der den Fokus auf Fragen der Wirtschaft und Digitalisierung legen sollte. Dies begrüßten wir sehr und schlugen vor, diesen Ausschuss um die Themen Umwelt-, Tier- und Klimaschutz zu ergänzen, da die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zukünftig das herausforderndste Thema für die Sicherung der Lebensqualität im Schlitzerland sein wird.“

„Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zukünftig sehr teuer für uns. Daher haben wir bereits in den beiden Haushalten 2019 und 2020 dafür gesorgt, dass die Stadt Schlitz über die Stadtwerke in die Produktion nachhaltiger Energie investieren kann“, erläutert Landgraf. Nach Rücksprache mit SPD und BLS habe die FDP herausgefunden, dass die Idee eines vierten Ausschusses von der SPD und nicht der CDU gekommen sei. Inhaltlich mache da allerdings keinen Unterschied: Die SPD habe eine gute Idee gehabt, die die FDP unterstütze.

Sachbezogene Arbeit, Transparenz und Veränderungsbereitschaft

„Nach dem ersten Sondierungsgespräch war der Tenor, dass weitere Gespräche nicht ausgeschlossen werden sollen, aber zunächst einmal mehr Informationen über inhaltliche und personelle Vorschläge, Ideen und Forderungen der CDU Schlitzerland eingeholt werden müssen, bevor man die Frage beantwortet, ob ein erneuter Kooperationsversuch Sinn macht“, teilte Braun am 12. April den Verhandlungsführern der CDU mit. Bis in dieser Woche habe man dazu keine Rückmeldung erhalten, den Abbruch der Verhandlungen habe man durch die Medien erfahren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und ein drei Seiten starkes Dokument mit den aktuellen Punkten der FDP-Schlitzerland für die Kooperationsverhandlungen als Entwurf ausgearbeitet“, sagte Landgraf. „Ob weitere Gespräche erfolgreich sind, hängt von der Bereitschaft und Kompromissfähigkeit aller Seiten ab, sowie davon, ob man wirklich zusammenarbeiten will oder dies nur nach der Wahl öffentlich bekundet“, ergänzt Laurinat.

In diesem Zusammenhang betont Daniel Braun, dass wenn da Angebot der CDU echt war, die FDP zu einer „konstruktiven und fairen Zusammenarbeit zum Wohle des Schlitzerlandes bereit“ seien, wenn auch die öffentlichen Bekundungen des CDU-Parteichefs das Vertrauen sinken lasse. „Sachbezogene Arbeit, Integrität, Veränderungsbereitschaft und Transparenz sind die wichtigsten Grundwerte unserer FDP-Fraktion. Daran werden wir selbstverständlich auch unsere potenziellen Kooperationspartner und politischen Mitbewerber messen. Dabei mangelt es uns nie an eigenen Ideen“, erklärte Landgraf weiter.