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Gemeinde Schwalmtal: Warum das Glasfasernetz auf dem Land wichtig istSo geht der Anschluss an die Zukunft

SCHWALMTAL (ol). Im Vergleich zu Großstädten bieten ländliche Regionen Vorteile: bezahlbaren Wohnraum, gesündere und lebenswertere Umwelt. Dennoch leiden viele Landgemeinden unter einem deutlichen Rückgang der Bevölkerungszahl – besonders bei jungen Menschen. Bietet die Stadt doch zum Beispiel mehr Ausbildungsplätze und kulturelle Angebote – oder auch ein schnelles Internet. Das soll sich in Schwalmtal ändern.

Die Gemeinde Schwalmtal, hat als drittes Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Feldatal–Grebenau–Romrod–Schwalmtal von der Firma TNG aus Kiel das Angebot erhalten, mit der Zukunftstechnologie „Glasfasertechnik“ versorgt zu werden. Das geht aus einer Presswemitteilung hervor. Damit eröffneten sich den Menschen und auch der Gemeinde Schwalmtal bislang nicht erhoffte Möglichkeiten.

Welche Auswirkung hat Glasfaser für die Gemeinde?

Wie Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg (parteilos) und der Bauamtsleiter im  Gemeindeverwaltungsverband, Heiko Steuernagel, bestätigen, gebe es seit einigen Monaten verstärkt Haus- und Grundstückskäufe sowie großes Interesse an Baugrundstücken in der Gemeinde. Heiko Steuernagel, und eine der ersten Fragen der Interessenten gelte dem schnellem Internet mit hoher Bandbreite über Glasfaser.

„Wir als Gemeinde“, sagt Timo Georg, „sind natürlich daran interessiert, neue Bürger zu gewinnen. Egal ob sie vorhandene, teilweise alte Gebäude kaufen und wieder herrichten und damit die Identität der dörflichen Gemeinschaften erhalten oder auf die grüne Wiese bauen. Dafür investieren wir einiges in Neubaugebiete und die notwendigen Infrastruktur.“ Mit dem Angebot der TNG, die Zukunft des schnellen Internets mit Glasfasertechnik bis in jeden Schwalmtaler Haushalt zu bringen, erfülle man einen wichtigen Punkt der Daseinsvorsorge,  „und unsere Gemeinde gewinnt auf lange Zeit deutlich an Attraktivität“.

Was haben Hausbesitzer davon?

Das wirke sich direkt aus, meint Timo Georg weiter: „Lange Zeit befanden sich die Immobilienpreise bei uns quasi im freien Fall. Mit der jetzt steigenden Nachfrage nach Häusern und Bauland haben sich die Preise auf einem angemessenen Stand stabilisiert und die Aussicht auf die Glasfasertechnologie im Schwalmtal sorgt zudem für eine deutliche Wertsteigerung bei bereits vorhandenen und zukünftigen Immobilien.“ Viele Häuser würden erst durch einen solchen Anschluss überhaupt verkaufbar.

Corona habe zudem bewiesen, dass Hausanschlüsse mit Kupfer, die eigentlich immer nur als Übergangstechnologie geplant waren, ihren Lebenszyklus überschritten hätten. „Wir haben das Glück, dass die in unserer Gemeinde vorhandene Bandbreite in Anbetracht der veralteten Kupferleitungen bis ins Haus recht gut ist. Aber diese Netzqualität haben wir nicht in jedem Haushalt und sie ist ausgereizt.“

Städte und Gemeinden, in denen das Breitbandnetz mit Glasfaser bereits ausgebaut wurde, hätten einen Anstieg des Zuzugs von Menschen und Unternehmen sowie eine deutliche Verringerung der Abwanderung verzeichnet. „Das ist genau das, was wir uns auch für Schwalmtal wünschen.“

Was kostet ein Anschluss?

„Immer wieder kommt uns zu Ohren“, so Timo Georg, „dass bei vielen Menschen noch Unsicherheit darüber herrsche, was mit der Umstellung auf die Glasfasertechnologie auf sie zukommen würde. Dazu kommen viele schlichtweg falsche Annahmen. Wir als Gemeinde Schwalmtal bieten unseren Bürgern an, all ihre individuellen Fragen zu klären – Anruf in der Verwaltung genügt und jemand wird sich der Fragen annehmen.“

Hier einige Beispiel: Für die Kabelverlegung von der Grundstücksgrenze bis hin zum Haus entstehen bis zu einer Länge von 20 Meter keinerlei Kosten. Sollte in Einzelfällen die Strecke länger sein, gelte das Beratungsangebot. Auch werde immer von doppelten Kosten oder der Notwendigkeit der Kündigung vorhandener Verträge gesprochen. Bei Verträgen, die mit der TNG abgeschlossen wurden und vorhandenen Verträgen mit anderen Anbietern, entstünden  keine doppelten Kosten. Bestehende Verträge haben immer Vorrang. Die TNG übernehme die Kündigung der vorhandenen Verträge.

Auch wurde von langen Umstellungszeiten auf die neue Technik erzählt. Die Erfahrungswerte aus anderen Städten und Gemeinden zeigen, dass es im Extremfall zwei Tag dauern kann. Die Regel sind aber nur ein paar Stunden oder ein Tag. Was die Hardware innerhalb der Häuser betrifft, so hat die TNG Hotlines eingerichtet, bei denen entsprechende Fragen geklärt werden können. Zudem steht auch hier die Gemeinde bei Fragen direkt zur Verfügung und nicht zu vergessen die Beratungstermine von TNG, die bis zum 30. April in den örtlichen DGH der Gemeinde durchgeführt werden.“

Ein Gedanke zu “So geht der Anschluss an die Zukunft

  1. Das Glasfaser ist wichtig ,aber bis es alle haben zeigt doch wir unfähig wir sind so ein geeiregibt es nur in Deutschland wir bekommen nichts auf die Reihe.

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