Politik6

„Getretene Hunde bellen“ALA kontert CDU-Kritik zum Alsfelder Gewerbegebiet „Am weißen Weg“

ALSFELD (ol). Der politische Schlagabtausch zwischen der CDU und der ALA im Bezug auf das Alsfelder Gewerbegebiet „Am weißen Weg“ geht weiter. Der ALA-Fraktionschef Michael Riese weist die Kritik der CDU an der Argumentation der ALA zurück – und wirft ihr im Gegenzug Polemik vor.

Getretene Hunde bellen, sagt ein Sprichwort, das gegenwärtig nur zu gut die Polemik der CDU gegen die ALA, namentlich ihren Fraktionsvorsitzenden Riese beschreibe, erklärt die ALA. Besonders skurril wirke der Vorwurf, die ALA würde mit der Frage des zukünftigen Gewerbegebiets „Am weißen Weg“ Wahlkampf betreiben. Als ob die CDU kurz vor einer Kommunalwahl keinen Wahlkampf machen würde, und wieso sollte Wahlkampf in der Politik etwas Verwerfliches sein, fragt die ALA.

„Unterstellt, die CDU läge richtig und die ALA hätte ihre Position zum Gewerbegebiet grundlegend geändert. Na und? Auch die CDU hätte jüngst ihre Haltung zu den Straßenausbaugebühren um 180 Grad gewendet und das sei gut so gewesen“, heißt es weiter.

Insgesamt nehme die CDU es in ihrer Polemik gegen die ALA mit der Wahrheit nicht sehr genau. Ausgleichsmaßnahmen mit gekauften Ökopunkten habe die ALA aktuell als modernen Ablasshandel kritisiert. Das hatte sie aber auch schon in einer Presseerklärung im Mai 2019 getan und Bürgermeister Paule habe darauf erwidert, wird festgestellt. Nun seien diese Ökopunkte nicht das schwerwiegendste Problem, sondern die Tatsache, dass diese auf ihre tatsächliche ökologische Werthaltigkeit selten überprüft würden.

BUND: Planung des Industriegebietes „Weißer Weg“ ist unverantwortlich

„Nun ist die ALA nicht generell gegen Gewerbeansiedlungen und auch nicht gegen die dafür notwendigen Gewerbegebiete“, betont die Fraktion ausdrücklich. Sie habe aber die letzten Jahre immer wieder die Realisierung hoher ökologischer Standards zum Umweltschutz angemahnt. Bürgermeister Paule habe immer die Position vertreten, dass im Bebauungsplan keine Regelungen getroffen werden müssen, die bereits gesetzlich vorgeschrieben seien. Das treffe vielleicht zu, signalisiere aber auch, dass nur dies vorgeschrieben und realisiert werden soll. Umwelt- und Klimaschutz bräuchten aber heute mehr Initiativen, als die, die man sich vielleicht vor zehn Jahren so vorgestellt habe.

Wenn die ALA also nicht generell gegen Gewerbeflächen sei, so wende sie sich doch gegen die Gigantomanie, große Unternehmen auf großen Flächen ansiedeln zu wollen und beim Umweltschutz auf kleinster Flamme zu kochen.

6 Gedanken zu “ALA kontert CDU-Kritik zum Alsfelder Gewerbegebiet „Am weißen Weg“

  1. So also endlich steht das Ergebnis fest und nur noch mal zusammengefasst das es auch der letzte Vollpfosten kapiert:
    Die ALA hat hiermit zugegeben bisher nicht gegen das Industriegebiet gestimmt zu haben und nur jetzt zu Wahlkampfzwecken öffentlich dagegen Stimmung gemacht hat um den Hardcoreökos der Verhinderungsverbände zu gefallen.

  2. Hier wurde doch kein Hund getreten! Hier tritt der Hund zurück (leider nicht wirklich). Und bellt. Aber nicht beeindruckend, sondern eher kläglich. Sagen wir: Er jault und schnappt nach dem Hosenbein desjenigen, von dem er getreten wird. So stimmt das Bild. Oder noch deutlicher: Der Krümel (ALA) versucht, dem Kuchen eine Abreibung zu verpassen.

    17
    2
  3. Was sind das für Zeiten,wo Ein gespräch über Bäume und Felder fast ein Verbrechen ist. Weil es ein Schweigen über so viele Untaten ist.

    3
    14
  4. Also stimmt die Aussage, dass die ALA dem Projekt Gewerbe-/Industriegebiet Weißer Weg stets zugestimmt hat. „Na und? Auch die CDU hätte jüngst ihre Haltung zu den Straßenausbaugebühren um 180 Grad gewendet und das sei gut so gewesen“, heißt es in der obigen Entgegnung. Das ist eine Mischung aus „Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern?“ und Whataboutism: What about Straßenausbaugebühren?
    Das soll wohl nur der eigenen Anhängerschaft signalisieren: Egal wie schlecht wir jetzt dastehen – Wir geben es einfach nicht zu. Demenz meets Dementi.

    27
    18
    1. Haha… sich über Whatsboutism beschweren, aber ein völlig anderes Thema hier reinbringen. Das sind mir die Liebsten 😂

      Mehr Whataboutism und eine schwächerer Konter geht ja gar nicht. Es ist doch wohl ein riesiger Unterschied, ob die regierende Partei einen schlechten Zustand ändert (Straßenausbaugebühren), oder ob eine immer quengelnde Oppositionspartei das Fähnchen ohne Verantwortung für irgendetwas zu haben vor jeder Wahl schön in den Wind drehen möchte.

      14
      12
      1. @ Nie wieder Sozialismus 🟥

        Schon Ihre Überschrift oder Ihr Alias beweist, wer „ein völlig anderes Thema hier reinbring[en]t“. Ansonsten scheint Nachhilfe in „Texte verstehen“ notwendig:
        Der „Whataboutism“ besteht ja gerade darin, zu einem völlig anderen Thema zu springen, wenn einem das ursprüngliche nicht gefällt. Und tatsächlich springt die ALA in ihrer Verteidigung gegen den Vorwurf, der jetzt in Frage gestellten Erschließung eines Gewerbegebiets Weißer Weg in allen früheren Abstimmungen des Alsfelder Stadtparlaments zugestimmt zu haben, zu dem Thema, die Alsfelder CDU hätte beim Thema Straßenausbaugebühren doch eine ebensolche Kehrtwende vollzogen. Ihre Einlassung: „Es ist doch wohl ein riesiger Unterschied… blablabla“ geht insofern vollkommen fehl, als es hier nicht um die Änderung eines schlechten Zustands einerseits (CDU) versus Gequengel einer Oppositionspartei (ALA) geht, sondern darum, dass die ALA wider alle Denkgesetze ihre Kehrtwendung im Fall „Weißer Weg“ mit der Kehrtwendung der CDU im Fall Straßenausbaugebühren rechtfertigt. Kritikwürdig ist hier das „Na und?“. Und dann kommen Sie und setzen unnötigerweise noch ein weiteres „Na und, es ist doch wohl ein riesiger Unterschied…“ drauf. Sie denken unlogisch! Und damit ist der Unterschied zwischen Ihnen und der ALA bestenfalls ein rotes Quadrat.

        13
        8

Comments are closed.