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Geschäftsführer vermutet Zusammenhang zum Autobahneinsatz - Bekennerschreiben aufgetauchtFeuer bei an A49-Bau beteiligtem Forstbetrieb aus Bieben

BIEBEN (ol). Täglich seien die Forstmaschinen des Biebener Holz- und Forstbetriebs „Frey Forst“ im Dannenröder Wald bei den Rodungsarbeiten im Einsatz, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag stand das Firmengebäude in Bieben in Flammen. Die Polizei kann Brandstiftung bislang nicht ausschließen. Geschäftsführer Klaus Frey vermutete am Vormittag einen Zusammenhang zum A49-Bau – und sollte Recht behalten: Ein Bekennerschreiben ist aufgetaucht. 

Zunächst zu dem Vorfall: Am frühen Freitagmorgen gegen 1.35 Uhr, geriet ein Teil der Holzfassade von einem Bürogebäude auf dem Gelände eines Holz- und Forstbetriebs im Grebenauer Ortsteil Bieben in Brand. Die Feuerwehr hatte den Brand jedoch schnell unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Gebäude verhindern. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen nach auf einen unteren sechsstelligen Betrag, verletzt wurde niemand.

Laut Polizei ist die Brandursache derzeit noch unklar, Brandstiftung kann den Ermittlern nach nicht ausschlossen werden, die Untersuchungen laufen noch. Entsprechende Ermittlungen wurde aufgenommen. In diesem Zusammenhang suchen die Ermittler nach Zeugen, die Angaben zur Entstehung des Feuers machen können sowie zu möglichen Personen oder Fahrzeugen, die gegebenenfalls vor Ausbruch des Feuers im Bereich des Firmengeländes gesehen wurden.

Erst in der Nacht auf Montag hatte in Bad Hersfeld eine Asphaltmaschine der am Ausbau der A49 beteiligten Firma Strabag gebrannt. Dort gehr die Polizei inzwischen sicher von Brandstiftung aus. In einem Bekennerschreiben, dessen Authentizität von den Beamten geprüft wird, reklamierten A49-Gegner die Tat für sich.

A49: Asphaltmaschine brannte – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Auf Rückfrage von OL konnte die die Polizei einen Zusammenhang zwischen dem Brand des Biebener Holz- und Forstbetriebs und dem Ausbau der A49 weder ausschließen noch bestätigen. Die Ermittlungen würden laufen, hieß es von dort. Klaus Frey, der Geschäftsführer von Frey Forst in Bieben, vermutet hingegen einen „erneuten terroristischen Anschlag der A49-Gegner“, wie er am Telefon im Gespräch mit OL sagte.

Dabei erklärte er, dass der Forstbetrieb mit seinen Forstmaschinen täglich im Dannenröder Wald arbeiten würde. Er selbst sehe deshalb einen Zusammenhang zum Autobahnbau und den Protesten. „In dem Gebäude hätte auch jemand schlafen können. In meinen Augen ist das ein Angriff auf Leib und Leben“, sagte Frey zudem.

Mittlerweile ist ein Bekennerschreiben auf der Online-Plattform Indymedia aufgetaucht, die unter anderem für linksextremistische bekannt ist. Darin heißt es, das in der Nacht vom 26. November ein Brandsatz an einem Firmengelände deponiert wurde. „Vergangene Nacht habe ich beim Betrieb ‚Frey Forst GmbH‘ in Bieben Feuer gelegt“, schreibt der Bekenner, der sich selbst „Ein solidarischer Kämpfer“ nennt. Warum er das getan habe und welche Katastrophe der Autobahn-Bau sei, müsse er nicht nochmal erklären.

„Die Drohungen, die ausgesprochen wurden, sind keine leeren. Ich kenne eure Adressen, weiß wer an dieser Räumung und Rodung beteiligt ist. Genau so wie Andere“, heißt es in dem Schreiben. Außerdem kündigte er an, dass man erst merken würde, welchen Fehler man mit dem Bau mache, wenn auch die letzte Firma identifiziert, „das letzte Betriebsgelände besucht“ und „der letzte Brandsatz gezündet“ wurde. Außerdem betonte er, dass er den Ort vorher schon kannte und die Distanz zu umliegenden Häusern für ungefährlich einschätzte.

Auch der Polizei ist das Schreiben bereits bekannt. Im Zuge der Ermittlungen werde es nun auf seine Echtheit überprüft.

16 Gedanken zu “Feuer bei an A49-Bau beteiligtem Forstbetrieb aus Bieben

  1. Die Terroristen schrecken vor nichts zurück. Jetzt zünden sie sogar Häuser an!
    Unfassbar…

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  2. Wo ist unser Rechtsstaat? Angriffe auf Leib und Leben und jetzt noch Brandstiiftung…. das geht gar nicht. Proteste ja, aber friedlich. Ich hoffe auf faire Prozesse für die Täter und unsere Rechtsprechung… aber die interessiert die Täter offensichtlich nicht.

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  3. Was können wir tun?

    Wir können die Parteien, insbesondere die Bundestagsfraktionen, auffordern, sich unmissverständlich zum Weiterbau der A49 zu bekennen.
    Tausende Polizisten, Anwohner, die beteiligten Firmen erwarten von der Politik, insbesondere den Bundestagsfraktionen Rückendeckung.
    Ein Appell zum Gewaltverzicht reicht nicht.
    Der dringend notwendige Weiterbau darf nicht zum Spielball im Bundestagswahlkampf werden.

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  4. Wie immer werden sich Schlemmer und Co nicht davon distanzieren da ja ihre „Kinder“ sowas nicht tun und nur friedlich demonstrieren. Alle Unterstützer die mit allen Mitteln diese BAB verhindern wollen müssen sich fragen lassen ob man das so toleriert. Diese Unterstützer sind genauso Schuld wie die Täter.
    Auch wenn einem die BAB vor der Haustür nicht gefällt, wurde sie durch demokratische Verfahren genehmigt.
    Alle Planungsunterlagen waren seit Jahren einsehbar und man hätte sich einbringen können. Hat man aber verschlafen mit der Begründung „wird ja doch nicht gebaut“
    Jetzt ist es zu spät und man meint die Rodung und den Bau mithilfe der Ökoterroristen mit allen Mitteln zu verhindern.
    In den betroffenen Dörfern ist das miteinander erheblich gestört. Es gibt nicht nur Gegner sondern auch Befürworter, die aber nicht gehört, teilweise auch ausgegrenzt werden. Das wird auf Jahre so bleiben. Schade. Und das alles nur wegen einer Autobahn, die zum Symbol für die Verkehrswende und die Klimakatastrophe zu werden scheint. Sogar Kinder werden instrumentalisiert.
    Habe übrigens noch keinen Unterstützer gesehen der persönlich etwas an seinem Lebensstil für die Umwelt getan hat. Immer weiter so.

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  5. Um Fairness geht es hier doch schon lange nicht mehr!!! Wenn man sich die Videos vom Dannenröder Forst ansieht, egal von welcher Seite, sieht man doch ganz klar, dass es hier in keinster Weise mehr um Umweltschutz geht. Man sollte die Aktivisten Mal befragen, ob sie überhaupt wissen, gegen was sie hier protestieren….meines Erachtens nach geht es nur noch um das protestieren gegen den Staat und das mit allen Mitteln und nicht mehr um die Erhaltung des Waldes!!! Schade, dass die Polizei nicht so durchgreifen darf, wie es sich viele wünschen würden….!

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  6. Liebe Danni-Besetzer-Eltern, bei eurer nächsten Pressekonferenz könnt ihr ja mal mitteilen, welche von euren Sprößlingen Brandblasen an ihren Fingern haben. Wie weit wollen eure Kinder noch gehen? Ein tödlich verunglückter junger Mensch auf der Autobahn, Feuer legen, Drahtseile auf Kopfhöhe spannen, Nagelbretter und vieles mehr. Stoppt den Zug bevor es zu spät ist!!!!

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    1. Auweia,
      Ich mag deine Vorverurteilungen, hast du eigentlich ein Alibi, oder selbst Brandblasen an den Fingern.
      Vielleicht stellst du dich freiwillig der Polizei.

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      1. Nur einmal zu deiner Info: auf deine Kommentare zu antworten ist reine Energieverschwendung, das war es von meiner Seite für dich.

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  7. Das ist schlimm. Aber ist es wirklich Brandstiftung und wenn : Wer ist dann der Brandstifter? Bitte keine Vorverurteilungen! P.S. Bekennerschreiben müssen erstmal verifiziert werden.PPS
    Ich achte die harte Arbeit der Polizei. Trotzdem ist fairness in der Sache geboten.

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    1. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Macht doch endlich mal die Augen auf. Das ist kein Spaß mehr. Mittlerweile ich ja ein Schreiben aufgetaucht. Die Brandsätze werden vorsätzlich gelegt. Diese Aktivisten setzen immer mehr Meschenleben aufs Spiel. Das hat nichts mehr mit demonstrieren zu tun.
      Holt sie endlich aus dem Wald raus und schützt unsere Polizisten und die Arbeiter im Wald.

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      1. Vielleocht rrstmal die Kommentare lesen und dann schreien lieber Berufsschüler. Fair ist es den Brandstifter zu finden, wenn es einen gibt und Bekennerschreiben auf Echtheit überprüfen. Jetzt zündeln und dann behaupten das waren A49 Gegner wäre ja momentan easy…

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    2. Bei Brandstiftung, Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und sogar versuchtem Totschlag hört es auf eine Demonstration zu sein.
      Das ist Terrorismus und hier muss endlich der Staat mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hart durchgreifen.
      Auch sollten sich manche weichgespülten Richter endlich einmal an die Erfahrungen der letzten Aktionen erinnern und solche Individuen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger nach Hause schicken. Denn ein Zuhause haben diese Terrorazubis in der Regel gar nicht, denn sie wandern von einem „Protest“-Ort zum nächsten

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