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Anmeldung bis 6. NovemberKindern eine Freude bereiten: Romröder Brandschützer verteilen Weckmännchen

ROMROD (pw). Feuerwehreinsatz statt Laternenumzug: Die Freiwillige Feuerwehr in Romrod verteilt „Weckmännchen“. Aufgrund der Corona-Lage finden derzeit weder Laternenfeste noch Sankt-Martins-Umzüge statt. Um den Kindern dennoch eine Freude zu bereiten, werden in Romrod die sogenannten Weckmännchen per Feuerwehrauto verteilt. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung und eine gebastelte Laterne notwendig.

„Wir besuchen die Laternen-Kinder unter Schutzmaßnahmen“, so die Feuerwehrleute zur Aktion am 10. November. Wie sie sagen, werden die Weckmännchen unter anderem einzeln hygienisch verpackt von einer Bäckerei übernommen. Sie weisen darauf hin, dass bei der Übergabe an die Kinder maximal eine Begleitperson anwesend sein darf. Die Anmeldung erfolgt unter Angabe des Namens und der Adresse per E-Mail aktion@feuerwehr-romrod.de oder Facebook @feuerwehrromrod bis zum 6. November.

Über das Weckmännchen

Jedes Jahr im November wird das Sankt-Martins-Fest gefeiert. Dazu gehören ein Umzug mit Laterne, Lieder und natürlich das Weckmännchen. Mancherorts ist das süße Hefeteiggebäck auch als Dambedei, Weggbopp oder Stutenmann bekannt. Das Weckmännchen gehört zu den sogenannten Gebildegebäcken. Das bedeutet, dass es nicht in einer Form gebacken wird, sondern jedes einzeln von Hand geformt wird. Deshalb ist kein Weckmännchen wie das andere und es ist richtig viel Arbeit für die Bäckereien, sie herzustellen.

Die Tradition des Weckmännchens ist mehrere Hundert Jahre alt. Nach Angaben der Hessischen Staatskanzlei gab es das Weckmännchen ursprünglich nicht zum Sankt-Martins-Fest, sondern zum Nikolaustag. Es sollte den Bischof St. Nikolaus darstellen. Dieser soll, wie alle Bischöfe, einen Stock in der Hand gehabt haben. Und weil er keine Stücke aus Gips mehr hatte, soll ein windiger Bäcker irgendwann im Laufe der Zeit den Stock gegen eine stockähnliche Pfeife ausgetauscht haben.

Da Sankt Martin genauso wie Sankt Nikolaus ein Bischof war, soll irgendwann angefangen worden sein, das Weckmännchen schon im November zu essen. Über viele Jahre hinweg habe sich dann der Brauch entwickelt, das Weckmännchen zum Sankt-Martins-Fest zu backen. Früher gab es noch keine Schokolade und Naschsachen, wie wir sie heute kennen. Deshalb war das Gebäck aus süßem Hefeteig etwas ganz Besonderes für Kinder, auf das sie sich lange gefreut haben.

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