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Rückblick auf Tag 19 der Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49Besetzer Hochsitz, Wespenstich, angekettete Demonstranten und Festnahmen wegen Graffitis

REGION (ol). Seit 19 Tagen laufen mittlerweile die Rodungsarbeiten rund um den Lückenschluss der A49. Auch an diesem Montag lag der Fokus der Arbeiten erneut auf dem Herrenwald bei Stadtallendorf. Neben vereinzelten Blockaden, hatten sich zwei Ausbaugegner an einen Anhänger gekettet, Aktivisten mussten von besetzten Bäumen geholt werden und ein Wespenstich sorgte zusätzlich für einen Einsatz eines Rettungshubschraubers. Ein Rückblick im Video.

Los ging es in den Morgenstunden, wobei die Landesstraße 3290, also die Niederkleiner Straße, ab 8 Uhr den ganzen Tag gesperrt wurde. Am Einsatzort stießen die Polizeikräfte auf vereinzelte Barrikaden. Unter anderem hatten sich zwei Männer auf einem Zufahrtsweg an einem umgekippten Viehanhänger angekettet.

Diese, so teilt es die Polizei in einer abschließenden Pressemitteilung mit, mussten durch speziell geschulte Beamte „befreit“ werden. Insgesamt hielten sich bei der Räumung des Sicherheitsbereichs noch 22 Personen in einem dortigen Camp und auf mehreren Bäumen auf. Diese wurden aus dem Wald geleitet und erhielten einen Platzverweis.

Im Zusammenhang mit der Räumung eines Camps am Nachmittag durchbrachen 23 Personen eine Polizeiabsperrung. Acht der Ausbaugegner kletterten in der Folge auf einen Hochsitz und besetzten ihn. Elf Personen wurden vorläufig festgenommen. gegen sie wird ein Verfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Landfriedensbruchs eingeleitet. Ohne Störungen verlief unterdessen eine Mahnwache am Bahnhof in Stadtallendorf.

Ein Wespenstich war es, der am Mittag für Aufregung sorgte – und außerdem einen Einsatz des Rettungshubschraubers nach sich zog. Ein Beamter wurde von der Wespe in den Mund gestochen, sodass er ärztlich versorgt werden musste. Eine Erfolg vermeldet die Polizei außerdem: Bereits am Sonntagabend hatten Polizisten nach einem Zeugenhinweis zwei Sprayer in Stadtallendorf festgenommen, die Parolen mit Bezug zu den Protesten gegen die Baumfällarbeiten gesprüht hatten. Gegen sie würden die Ermittler ein Verfahren
einleiten.

3 Gedanken zu “Besetzer Hochsitz, Wespenstich, angekettete Demonstranten und Festnahmen wegen Graffitis

  1. Ich hatte als Kind einmal einen Wespenstich im Hals. Als ich dann endlich auf dem Land zu meinem Hausarzt in Kirtorf kam hat er mich sofort behandelt. Er sagte mir dann, daß wenn ich nicht gekommen wäre, hätte ich höchstens noch 1 Stunde gelebt. Weil ein solcher Stich die ganze Luftröhre zuschwellt,kann daran ersticken. Ich wünsche dem betroffenen Polizisten eine gute und schnelle Besserung.

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  2. Alles schön und gut, nur die polizeilichen Aktionen dürfen ja kein Selbstzweck werden.

    Ist denn auch bekannt wie gut die Rodungen voran kommen und in welchem Umfang überhaupt noch sog. Aktivisten im Wald sind?

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3 Gedanken zu “Besetzer Hochsitz, Wespenstich, angekettete Demonstranten und Festnahmen wegen Graffitis

  1. Ich hatte als Kind einmal einen Wespenstich im Hals. Als ich dann endlich auf dem Land zu meinem Hausarzt in Kirtorf kam hat er mich sofort behandelt. Er sagte mir dann, daß wenn ich nicht gekommen wäre, hätte ich höchstens noch 1 Stunde gelebt. Weil ein solcher Stich die ganze Luftröhre zuschwellt,kann daran ersticken. Ich wünsche dem betroffenen Polizisten eine gute und schnelle Besserung.

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  2. Alles schön und gut, nur die polizeilichen Aktionen dürfen ja kein Selbstzweck werden.

    Ist denn auch bekannt wie gut die Rodungen voran kommen und in welchem Umfang überhaupt noch sog. Aktivisten im Wald sind?

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