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Staatssekretär Dr. Heck übergibt Förderbescheid101.250 Euro für ein neues Tanklöschfahrzeug

HERBSTEIN (akr). Vor rund zwei Jahren durften sich die Herbsteiner Brandschützer erst über ein neues Feuerwehrfahrzeug freuen und in etwa zwei Jahren ist es wieder so weit, denn spätestens dann erhalten sie ihr neues Tanklöschfahrzeug, ein TLF 4000. Den Förderbescheid in Höhe von 101.250 Euro gab es am Freitag von Staatssekretär Dr. Stefan Heck.

Nachdem im Sommer 2018 der Antrag für ein neues Tanklöschfahrzeug gestellt wurde, war die Freude bei der Freiwilligen Feuerwehr Herbstein am Freitagnachmittag groß, denn Staatssekretär Dr. Stefan Heck hatte bei seinem Besuch im Rathaus einen Förderbescheid in Höhe von 101.250 Euro im Gepäck. Mit den Landesmitteln kann es jetzt endlich an die Ausschreibung für das neue wasserführende Fahrzeug gehen.

„2018 gab es im Sommer viele Flächen – und Waldbrände“, erinnerte Stadtbrandinspektor Bernhard Christen. Das sei unter anderem ein Grund gewesen, wieso die Herbsteiner Brandschützer den Wunsch nach einem Tanklöschfahrzeug äußerten. Mit dem TLF 4000 ist man nämlich in Sachen Erstangriff besser ausgerüstet. „Wir wollen darüber hinaus mit dem neuen Fahrzeug auch die südliche Vogelsberg-Region unterstützen“, erklärte Christen, deshalb wird das rund 400.000 Euro teure Fahrzeug auch überörtlich zum Einsatz kommen.

Ausgerüstet mit einem etwa 5.000-Liter Wasser – und Schaumtank wird das Fahrzeug künftig die Herbsteiner Brandschützer bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Bis der neue Gefährte allerdings tatsächlich zum Einsatz kommen kann, ist noch ein wenig Geduld angesagt. Man rechnet, dass in eineinhalb bis zwei Jahren das Fahrzeug dann endlich an die Feuerwehr übergeben werden kann.

Der Freitag war aber nicht nur für die Freiwillige Feuerwehr Herbstein ein besonderer Tag, sondern auch für Staatsminister Stefan Heck. „Wir haben nicht so oft Förderbescheide in so einer Höhe. Das ist etwas Besonderes“, freute sich Heck und erklärte, dass die Hessische Landesregierung im Jahr 2020 mit 41 Millionen Euro innerhalb eines Haushaltsjahres so viel wie noch nie in die Förderung des Brandschutzes investiere.

Im vergangenen Jahr wurden laut Heck mit einer Summe von 40 Millionen Euro die Beschaffung von 203 Fahrzeugen sowie der Bau von 47 Feuerwehrhäusern mit einem Gesamtwert von mehr als 19 Millionen Euro in ganz Hessen gefördert. Auch der Vogelsbergkreis konnte in den vergangenen zwei Jahren von den Fördermitteln in Sachen Brandschutz profitieren: „2018 und 2019 wurden 26 Fahrzeuge und zwei Feuerwehrhäuser mit einer Gesamtsumme von mehr als 1,8 Millionen Euro im Landkreis gefördert“, erklärte der Staatssekretär.

Übrigens könnte Dr. Stefan Heck den Herbsteiner Feuerwehrleuten bald wieder einen Besuch abstatten. Die Herbsteiner Wehr soll nämlich einen neuen Stützpunkt bekommen, das ist zumindest seit 2018 in Planung, schließlich sei die Wache aus den 70er Jahren nicht mehr auf dem neuesten Stand, entspreche nicht mehr den technischen Anforderungen, wie es der Prüfdienst bereits öfter bemängelt hat. „Die Förderanträge wurden bereits eingereicht. Es kann also gut sein, dass Dr. Heck bald wieder kommt“, lächelte der Stadtbrandinspektor.