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„Die Arche Noah“ – erlebbar gemacht von Sonja Karl und Helene BenzOrgelkonzert für Jung und Alt in Storndorf

STORNDORF (ol). Musiker kennen sich untereinander – über Freunde, Konzerte, Projekte, Chöre. Auch Sonja Karl kennt deutschlandweit viele Leute. So kam es auch, dass die 18-Jährige Storndorferin von befreundeten Musikern für eine kleine Konzertreihe in Dachau bei München angefragt wurde. „Wenn ich dann schon dafür übe, kann ich doch eigentlich in meiner Heimat auch gleich ein Konzert geben“, überlegte sich die Organistin. Gedacht, getan: Am kommenden Sonntag findet in Storndorf ein Orgelkonzert für Kinder und ihre Familien statt.

„Die Arche Noah“ lautet das Thema des Orgelkonzerts mit Lesung für Kinder und ihre Familien am Sonntag in der Evangelischen Kirche in Storndorf – mit Musik von Johann Sebastian Bach und mit Sonja Karl aus Storndorf an der Orgel sowie mit Texten von Johannes Matthias Michel und Helene Benz aus Alsfeld als Erzählerin.

Die beiden Freundinnen Sonja Karl und Helene Benz kennen sich bereits seit der 5. Klasse, besuchen beide die Albert-Schweitzer-Schule in Alsfeld. Sonja Karl spielt Klavier seit sie sieben Jahre alt ist. 2010 begann sie im Posaunenchor ihrer Mutter als Jungbläserin und spielt seitdem dort Trompete. Im Alter von elf Jahren saß sie das erste Mal auf einer Orgelbank und nimmt seither Orgelunterricht, begleitet regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden und legte im Sommer 2017 die D-Prüfung im Fach Orgel ab.

Wenn die 18-Jährige nicht an der Orgel sitzt, singt sie in zwei Chören, gibt Klavierunterricht, spielt in der Schulbigband der Albert-Schweitzer-Schule, bereitet sich auf das Abitur im kommenden Jahr vor, schwimmt gerne oder trifft sich mit Freunden – zum Beispiel mit Helene Benz.

Für die 17-Jährige Alsfelderin hat sich Sonja Karl ganz bewusst als Erzählerin entschieden, sagt sie. „Helene hat Bühnen- und Sprecherfahrung und kann Leute gut in ihren Bann ziehen.“ Denn Helene Benz, die schon einige Jahre Theater spielt, hat unter anderem beim diesjährigen Wintermärchen der Marktspielgruppe Alsfeld die Hauptrolle des „Tapferen Schneiderleins“ gespielt. Sie wird am Sonntag die Geschichte Noahs vortragen.


In moderner, einfacher Sprache erzählt der Autor und Komponist Johannes Matthias Michel die Geschichte Noahs und der großen Sintflut nach dem ersten Buch Mose neu. Wie in einem guten Film wird der gesprochene Text von passender, eindrücklicher Musik untermalt und verdeutlicht. Dabei erklingen ausschließlich Werksausschnitte Johann Sebastian Bachs. Dies sind teilweise originale Orgelwerke, aber auch Bearbeitungen Michels verschiedener Orchester- und Chorwerke Bachs. Mit Klängen aus den Brandenburgischen Konzerten, Orgel-Toccaten oder Kantaten wird die bekannte Erzählung in einer rund 40-minütigen Aufführung neu erlebbar – nicht nur für Kinder und ihre Familien.

Das Konzert findet am Sonntag, 19. Januar, um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche in Storndorf statt, Windhäuser Straße 16 in 36318 Schwalmtal. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.