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Vertreter der Grünen aus dem Vogelsberg informierten sich über die PolizeiarbeitGrüner Besuch bei der Lauterbacher Polizei

LAUTERBACH (ol). Die Grüne Fraktion der Lauterbacher Stadtverordneten, unter ihnen die Innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Eva Goldbach, sowie Vertreter des Kreisverbands Vogelsberg besuchten die Polizeistation Lauterbach. Osthessens Polizeipräsident Günther Voß, Kriminaldirektor Andreas Böhm und der Leiter der Polizeistation, Erster Polizeihauptkommissar Peter Muth, begrüßten die Politiker und informierten ausführlich über Organisationsstruktur und Aufgabengebiet der Dienststelle.

Gegründet wurde das Polizeipräsidium Osthessen 2001. Trotz seiner verhältnismäßig geringen Personalausstattung könne es hohe Aufklärungsquoten von im Durchschnitt 65 Prozent vorweisen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Grünen, in der Polizeistation Lauterbach arbeiten 45 Beamte (davon sieben Frauen) und betreuen rund 52.000 Einwohner in einem Zuständigkeitsbereich vom 77 Quadratkilometern. Damit sei sie die größte Flächendienststelle in Osthessen, was oft lange Wege mit sich bringe.

Die Grünen zeigten sich interessiert am Umgang mit dieser Herausforderung, denn im Einzelfall könne das eine längere Anfahrtszeit zum Einsatzort bedeuten. Während beispielweise die Dienststelle Lauterbach rund um die Uhr besetzt sei, müssen die Dienststellen Schotten und Schlitz schon seit vielen Jahren ohne Nachtdienst auskommen, denn die Personaldecke sei zu dünn. Hier setze die Polizei Osthessen auf die Absicht der Landesregierung dem Präsidium weitere Stellen zuzuweisen.

Derzeit behelfe man sich, indem eine Lauterbacher Streife nachts regelmäßig im südlichen Vogelsbergkreis unterwegs sei. In Notfällen werde auch eine kreisübergreifende Kooperation praktiziert. Dank des neuen Einsatzführungssystems könne in der Dienststelle mittlerweile via GPS jederzeit festgestellt werden, welche Streifenwagen am schnellsten am Einsatzort sein könnten.

„Rechtes Gedankengut innerhalb der Polizei“ thematisiert

Nicht unerwähnt soll in dem Gespräch mit den Politikern das Thema „rechtes Gedankengut innerhalb der Polizei“ geblieben sein. Polizeipräsident Voß bestätigte, dass auch Osthessen betroffen sei und benannte dieses Problem als eine seiner größten Herausforderungen im Amt und erläuterte den Umgang damit. Unmittelbar nach Verdachtsaufkommen habe man dies auf Personalversammlungen thematisiert und Pflichtsymposien für Führungskräfte abgehalten.


„Wir wollen keinen Generalverdacht aufkommen lassen, aber im begründeten Einzelfall hart durchgreifen“, sagte Voß. Eva Goldbach betonte, es gebe kein generelles Misstrauen gegenüber der hessischen Polizei: „Die Politik steht hinter unserer Polizei aber es gilt Null-Toleranz für Rechtsextremisten und wir begrüßen das entschiedene Vorgehen gegen Polizeiangehörige, die nicht auf dem Boden der demokratischen Grundordnung stehen.“

Zum Abschluss hatten die Vertreter der Grünen Gelegenheit bei einem Rundgang das gesamte Gebäude zu besichtigen und Teile der Belegschaft kennen zu lernen. Von den Büroräumen der Direktion über die Wache im EG bis hin zu den Arrestzellen im Keller ergab sich für die Besucher das Bild einer modernen und gut ausgestatteten Dienststelle mit kompetenten und engagierten Mitarbeiter.


Ein Gedanke zu “Grüner Besuch bei der Lauterbacher Polizei

  1. Gut das es die Grünen gibt: Sie sorgen dafür, dass der Polizei die Arbeit nicht ausgeht! Wo sind wir bloß gelandet?

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