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Homberger SPD bezieht Stellung zu aktuellen Themen der Lokalpolitik„Man macht wieder Politik für die Homberger Bürger

HOMBERG OHM (ol). Nach dem sich die Gemüter im Homberger Stadtparlament in letzter Zeit deutlich beruhigt haben, kehrt man endlich wieder zur Sachdiskussion zurück. „Man macht wieder Politik für die Homberger Bürger“, findet die SPD-Fraktion. Vor der politischen Sommerpause in der Lokalpolitik möchte die SPD-Fraktion ihre Position zu aktuellen Themen nochmal darlegen.

In der Pressemitteilung der Homberger Sozialdemokraten heißt es, bei dem neuen Standort für die Rettungswache konnten, dank der guten Vorarbeit der Bürgermeisterin, die Wünsche und Vorgaben des Betreibers DRK Mittelhessen voll erfüllt werden. Eine funktionierende Rettungswache müsse jedem Bürger am Herzen liegen. Es sei positiv zu vermerken, dass hier eine schnelle Entscheidung herbei geführt und nicht ein unnötig langer Weg durch die Ausschüsse gewählt wurde. Einer zeitnahen Umsetzung stehe somit nichts mehr im Wege.

Zur Friedrichstraße

Die SPD-Fraktion habe das Thema seniorengerechtes Wohnen in der Friedrichstraße von Beginn an im Fokus der Planung gesehen. „Wir werden uns für die Umsetzung des Bürgerwillens einsetzen! Dieser Beschluss ist Fakt“, heißt es in der Pressemitteilung. So würden aus den Reihen anderer Fraktionen immer wieder Behauptungen geäußert, dass versucht werden solle, den Bürgerentscheid „auszuhebeln“. Dies war und sei definitiv nicht das Ziel der SPD-Fraktion.

Selbstverständlich sei man gewillt, das Bürgerbegehren umzusetzen. Eine Nutzung der Fläche zur Wohnbebauung stehe folglich fest, wobei eine zeitgemäße Bebauung ohnehin eine barrierefreie und seniorengerechte Bauweise vorsehen sollte. Die SPD-Fraktion möchte auf dem vorgesehenen Areal in der Friedrichstraße diese Pläne verwirklichen. Dabei sei es ihnen wichtig, dass die dort entstehenden Wohnungen für künftige Käufer bzw. Mieter „erschwinglich“ bleiben. Eine Altersresidenz für Wohlhabende lehne man ab.

In diversen Presseartikeln sei geäußert worden, dass eine Bebauung des vorhandenen Spielplatzgeländes in der Nähe dieses Areals, vorgesehen sei. Jedoch sei eine Verlegung bzw. eine Bebauung des Spielplatzes in keinem der bekannten Pläne vorgesehen. Etwaige Gerüchte oder Vorplanungen diesbezüglich seien ihnen ebenfalls nicht bekannt.


Ankauf der Grundstücke an der Frankfurter Straße von zentraler Bedeutung

Der Ankauf der Grundstücke Hisserich an der Frankfurter Straße sei unumstritten von zentraler städtebaulicher Bedeutung. Bei der aktuellen Haushaltslage und den zahlreichen Projekten in Homberg sei ein Ankauf zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht gerechtfertigt. Der Antrag wurde in die Ausschüsse verwiesen und bleibe vorerst offen.

Zur Windkraft im Gebiet Höingen/Deckenbach (Hessenforst) besteht hier zwischen den Fraktionen der Freien Wählern, der CDU und der SPD Konsens. Eine Bebauung mit Windenergie im Waldgebiet nahe Höingen sei nicht gewollt. Das Windrad in diesem Bereich habe keine energiepolitische Relevanz und bediene ausschließlich finanzielle Interessen. Der Schaden an der Natur und der Gesundheit der Bürger werde aus Sicht der SPD-Fraktion hier völlig ausgeblendet.

Finanziell soll die Stadt Honberg  5.000 Euro pro Jahr für Wegenutzung erhalten. Die möglichen Pachteinnahmen aus ähnlichen Projekten betragen jedoch rund 100.000 Euro pro Jahr. Dieser Betrag ginge dabei in voller Höhe an Hessenforst/Land Hessen und eine Entschädigung für die Anwohner sei hierbei nicht geplant. Die SPD-Fraktion stehe für regenerative Energiequellen, aber nicht um jeden Preis. „Wir möchten hier die Anwohner schützen und die Lebensqualität aufrechterhalten“, so die Homberger Sozialdemokraten.

Bau Industrie- und Gewerbegebiet wird befürwortet

Der Bau des Industrie- und Gewerbegebiets sei aktuell ein Kernpunkt und wird von uns befürwortet. Hier sollen neue Arbeitsplätze geschaffen und neue Firmen angesiedelt werden. Die für mehr Stabilität bei den zukünftigen Gewerbesteuereinnahmen und Einkommenssteuereinnehmen sorgen. Es wurde von der SPD klargestellt, dass hier „saubere“ Gewerbe- / bzw. Industriebetriebe angesiedelt werden sollen.

Die Befürchtung eines erhöhten Verkehrsaufkommens ist daher zum jetzigen Zeitpunkt völlig unbegründet. Hier muss man die Entwicklung weiterverfolgen und ggf. steuernd eingreifen, wenn es nötig wird. Letztendlich entscheide die Stadtverordnetenversammlung an wen welche Flächen veräußert würden und wer den Zuschlag letztendlich bekommen wird.


„Unsere Politik ist darauf ausgerichtet Homberg zukunftsfähig und auch für die nachfolgenden Generationen interessant und lebenswert aufzustellen. Die Sicherung von Arbeitsplätzen, vorhandene Infrastruktur, soziale Einrichtungen, Gemeinschaftssinn, Vereinsleben und nicht zuletzt des Schulstandortes liegen uns am Herzen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.