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Bevorstehende Entscheidung über ein InteressenbekundungsverahrenGrüne sprechen sich für den Erhalt des Spielplatzes an der Friedrichstraße aus

HOMBERG OHM (ol). Angesichts der bevorstehenden Entscheidung über ein Interessenbekundungsverfahren zur Bebauung der Friedrichstraße appellieren die Homberger Grünen an alle Mandats- und Entscheidungsträger für den Erhalt des öffentlichen Spielplatzes an der Friedrichstraße unterhalb des Krabbelhauses.

“Bei dem Spielplatz handelt es sich um einen seit Jahrzehnten gewachsenen Spielplatz mit altem Baumbestand. Gerade im unteren Teil mit seiner Rutsche und dem Tunnel weist der Platz einen Natur- und Abenteuercharakter auf, den wir so in der Kernstadt nirgends mehr finden”, teilen die Grünen in einer Pressemitteilung mit. “Bei Ortsbegehungen stellen wir auch fest, dass der Spielplatz in einem gepflegten und mit seinen Geräten äußerst ansprechenden Zustand ist.“

Für den Erhalt des Spielplatzes

Wenn man dort mal Zigarettenkippen oder Scherben finden sollte, so sei das noch lange kein Grund für eine Schließung. “Sonst müsste man auch den Friedhof schließen oder andere Bereiche der Stadt, wo sich viel stärkere Rückstände nächtlicher Umtriebe finden lassen. Vielmehr halten wir die Behauptung, der öffentliche Spielplatz sei ein Sorgenkind, für eine Strategie, den Spielplatz schlecht zu reden und so seine Zerstörung zu legitimieren“, heißt es in der Pressemitteilung. Wenn man ihn wirklich schützen wolle, könne man ihn nachts ja auch schließen.

Die Grünen beobachten vielmehr, dass der Platz gerne von Kindern und Jugendlichen jeden Alters genutzt wird. Im Gespräch mit Kindern, Jugendlichen und Eltern oder Großeltern würden sie erfahren, dass der Platz für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Raum zum Spielen und Toben in freier Natur sei. Wo sie denn sonst spielen sollen, ist die bange Frage, falls der Spielplatz verschwinden sollte?

Günstige Lage des Spielplatzes

“Wir stellen insgesamt fest, dass das Angebot für Kinder und Jugendliche in der Kernstadt ohnehin eher dürftig ist. Der Spielplatz, auch noch günstig in der Nähe des Familienzentrums gelegen, ist ein einzigartiger Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt“, sagen sie. Daher fordern sie im Zusammenhang mit der Entwicklung barrierefreien Wohnens in der Friedrichstraße den Erhalt des Spielplatzes im Sinne der Schaffung eines Mehrgenerationenbereiches. Wenn Eltern und Großeltern aus den neu entstehenden barrierefreien Wohnungen mit ihren Kindern oder Enkeln auf den nahe gelegenen, im Sommer angenehm schattigen Spielplatz gehen können, so sei das für alle sicher ein großer Gewinn. Auch andere Fraktionen hätten das bisher eigentlich so gesehen und bekundet.


Zukunftskonzepte verbinden die Generationen, so die Grünen. Man müsse bei der Stadtentwicklung an alle Generationen denken. Gerade, wo Homberg doch für die Ansiedelung junger Familien werbe. “Wir halten es auch für wenig nachhaltig, hier den Spielplatz wegzureißen und ihn an anderer Stelle wieder zu errichten. Zumal wir dafür keinen geeigneten Platz in der Innenstadt sehen. Auch in punkto Finanzen macht das aus unserer Sicht für die Stadt keinen Sinn“, sagen die Grünen.

Und statt sich innerhalb der Politkaste zu überlegen, wie man dem Bürger beibringen kann, was man zu seinen Lasten über seinen Kopf hinweg einsparen will oder muss, sind die Grünen dafür, dass man sich zusammen mit den Bürgern dafür entscheidet, was der Bevölkerung nützt. Und nicht dem Interesse Weniger zulasten der Bevölkerung.

Daher kritisieren sie auch, dass bereits angeblich marode Bäume auf dem Gelände entfernt wurden, sodass gerade der Bereich für die Krabbelkinder jetzt schutzlos der Sonne ausgesetzt ist. Ebenfalls sei für sie unverständlich, dass eine der Stadt angebotene Baumspende für den Spielplatz nicht angenommen wurde.

„Wir hoffen, dass bei den jetzt anstehenden wichtigen Entscheidungen ausführlich bedacht wird, was das jeweils für Homberg und unsere Bürger bedeutet. Dabei halten wir Ortstermine für äußerst wichtig, damit alle überhaupt wissen, worüber entschieden wird. Aus unserer Sicht steht daher als nächstes ein Ortstermin der Entscheidungsträger auf dem Spielplatz Friedrichstraße an,” sagt die Sprecher des Ortsverbands und der Fraktion.