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Jahreshauptversammlung des Alsfelder Ortsvereins der ArbeiterwohlfahrtEuropa-Referat, Wahlen und Ehrungen

ALSFELD (pw). Ein Referat des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Patrick Krug stand kürzlich im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Alsfelder Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Krug wies in seinem Vortrag unter dem Titel „Europa – Chance für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit?“ darauf hin, dass seitens der EU 100 Milliarden Euro an Fördergeldern nach Deutschland fließen, „für Landwirtschaft, Forschung, Finanzhilfen, Förderung von Kleinunternehmen, für Jugendarbeit und berufliche Bildung“.


Die Europäische Idee von Freiheit, Demokratie, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und politischer Partnerschaft über nationale Grenzen hinweg ist aus seiner Sicht gefährdet, wenn Rechtspopulisten mehr politische Bedeutung bekommen. „Die Rechtspopulisten lehnen die EU ab und wollen den Sozialstaat zurückfahren, auf das Niveau des 19. Jahrhunderts“, sagte der SPD-Unterbezirksvorsitzende.

Wichtiger als je zuvor sei es darum, Europas Einheit zu verteidigen und zu stärken. „Wir wollen mehr Europa wagen, um die großen Zukunftsaufgaben erfolgreich zu bewältigen, durch gemeinsame europäische Zukunftsinvestitionen“, sagte Krug. Er warb für faire Regeln und starke Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzrechte, gerade auch in Zeiten der Digitalisierung und des technologischen Wandels. „Dies sind Werte und Aufgaben, die nicht mehr von Nationalstaaten, sondern nur durch die EU bewältigt werden können“, so die Sicht Krugs.

Jahresbericht des Vorsitzenden

Im Jahresbericht resümierte der Alsfelder AWO-Vorsitzende Heinz Heilbronn die Aktivitäten des 64-köpfigen Ortsvereins, der im Vorjahr drei neue Mitglieder begrüßen konnte. „Das Jahr hat nur zwölf Monate“, fasste er die zwölf AWO-Veranstaltungen zusammen. Dazu zählten eine Lesung mit Traudi Schlitt, ein Vortrag zur Patientenverfügung und ein Salzekuchenessen. Um die Weihnachtszeit wurden 250 Lebkuchenpakete und 100 Schokonikoläuse an Bedürftige gespendet.

Heilbronn merkte zu den AWO-Veranstaltungen eine gute Gemeinsamkeit mit den SPD-Senioren an, zudem hob er die Verdienste von Gerhard Bonn als AWO-Vertreter im Seniorenbeirat der Stadt Alsfeld und die Fürsorge von Marlene Dietrich für Vereinsmitglieder an Geburtstagen und Jubiläen hervor. Dem Kassenbericht waren wenige Spenden zu entnehmen. „Wir sind für unser Engagement auf Spenden angewiesen“, machte Heilbronn dazu deutlich.

Wahlen und Ehrungen

Zum neuen Kassenprüfer wurde Gerhard Bonn gewählt. Die Wahl der Jahresdelegierten entfiel auf Heinz Heilbronn, Bärbel Heinrich, Anna Merle, Ursula Schott, Margit Kolasch, Monika Hannig und Helmut Klaß. Aufgrund ihrer Verdienste, ihres Engagements und ihrer Treue zur AWO wurden für langjährige Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden mehrere Mitglieder geehrt. Für zehnjährige Mitgliedschaft erhielten Peter Rahm, Helmut Klaß, Anna Merle und Horst Dietrich eine Ehrung, für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Gerhard Bonn, Monika Hannig und Joachim Hannig geehrt. Eine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Edith Heinrich und Ilse Röhrig. Tilly Spitz wurde bereits im Voraus der Versammlung geehrt.

In einem Grußworte dankte Bernhard Bender für die gute Zusammenarbeit mit dem AWO-Kreisverband. Bender betonte, dass es wichtig sei in der AWO Mitglied zu sein, denn gerade in Zeiten, in denen zunehmend rechts gerichtete Parteien und Meinungen mit Hass und Rechtspopulismus zu Tage treten, habe die AWO schon immer klare Positionen bezogen und trete mit Engagement für die Achtung der Menschenrechte ein.

Dr. Christoph Stüber überbrachte die Grüße der SPD-Stadtverordnetenfraktion Alsfeld und informierte in Stichworten über die Fraktionsarbeit. Die AWO-Initiative zur barrierefreien Altstadt habe die Fraktion aufgenommen und sei nach Anhörung weiterer Verbände zum Ergebnis gekommen, einen Behindertenbeirat der Stadt Alsfeld einzurichten, der auch ein Rede- und Antragsrecht habe. Dies sei jedoch von Bürgermeister Paule und der CDU-Fraktion abgelehnt worden.

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