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Haushalt der Stadt Romrod sieht den Kauf des Anwesens am Museumsufer vorStadt Romrod will über 3,2 Millionen Euro investieren

ROMROD (pw). Die Haushaltssatzung und eine Ordnung für die Gemeinschaftshäuser wurden am Dienstagabend vom Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Romrod beraten. Während zum Erstgenannten eine einstimmige Beschlussempfehlung für die Stadtverordnetenversammlung gefasst wurde, bleibt das Zweitgenannte seit fast einem Jahr in der Beratung.


Die Haushaltssatzung der Stadt Romrod musste nach zwei kleineren Fauxpas neu gefasst werden. Wie der CDU/FWG-Ausschussvorsitzende Dr. Tobias Schmitt informierte, wurden zum einen die Pachteinnahmen für das Projekt „Leben und Wohnen im Alter (LuWiA)“ nicht korrekt angegeben, zum anderen wurde eine neue Stelle für den städtischen Bauhof nicht berücksichtigt. Im Ergebnis belaufen sich die Erträge nun auf 5.460.240 Euro und sollen bei Aufwendungen von 5.373.100 Euro zu einem Überschuss von 87.140 Euro führen.

Mit allen Mitteln sucht der Magistrat der Stadt Romrod nach einem neuen Betreiber für LuWiA. Alle Fotos: Philipp Weitzel

Der Zahlungsmittelbedarf wurde mit 1.437.980 Euro angegeben, er ergibt sich aus dem Saldo der Verwaltungstätigkeit (395.790 Euro), dem Saldo der Investitionstätigkeit (-1.666.800 Euro) und dem Saldo der Finanzierungstätigkeit (-166.970 Euro). Der Gesamtbetrag der aufzunehmenden Kredite wurde auf 31.000 Euro beziffert. Die Steuersätze sollen unverändert auf jeweils 365 v.H. bei der Grundsteuer A und B sowie 380 v.H. für die Gewerbesteuer festgesetzt werden.

Das Investitionsprogramm umfasst eine Summe von 3.227 Millionen Euro, der Bärenanteil entfällt mit 2.570 Millionen Euro auf das LuWiA-Projekt. Dazu zählen 2.20 Millionen Euro für den Neubau, 310.000 Euro für die Innenhofgestaltung und 60.000 Euro für die Heizung.

Weitere Investitionen geplant

Weitere geplante Investitionen sind ein Wassererlebnisweg (53 Tsd. Euro) sowie die Erneuerung der Löschwasserversorgung in Strebendorf (120 Tsd. Euro), Spielgeräte für Spielplätze (12 Tsd. Euro), der Ankauf des Anwesens Richtberg am Romröder Museumsufer (20 Tsd. Euro), ein Radlader (80 Tsd. Euro), ein Multicar (81,5 Tsd. Euro), ein Freischneider (1,2 Tsd. Euro), ein Salzstreuer (16,3 Tsd. Euro) und ein Salzsilo (20 Tsd. Euro) für den Bauhof, mehrere Funktransponder (25 Tsd. Euro) und die Sanierung des Hochbehälters (50 Tsd. Euro) für die Wasserversorgung, die Erneuerung der Abwasserhebeanlage in Ober-Breidenbach (30 Tsd. Euro), der städtische Sanierungsanteil für die B 49 (60 Tsd. Euro), die Herstellung des Parkplatzes Brauwiese in Romrod (36. Tsd. Euro) sowie des Radwegs in Richtung Nieder-Breidenbach (35. Tsd. Euro) und die Sanierung der Bachmauer in Strebendorf (12 Tsd. Euro).

Blick auf das Romröder Museums Ufer. Das links im Bild befindliche Anwesen Richtberg möchte die Stadt Romrod wohl erwerben. Die rechts im Bild befindliche Mauer am Ocherbach soll im Rahmen der Sanierung der B 49 erhöht werden.

Die Anliegerbeiträge für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Strebendorf wurden auf 70.000 Euro beziffert. Auf persönliche Anfrage erläuterte Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, dass für das Anwesen am Museumsufer noch keine konkrete Nutzung vorgesehen ist. Zur Sanierung der B 49 teilte sie mit, dass aus Sicherheitsgründen die Bachmauer gegenüberliegend des Museumsufers erhöht werden muss. Für den Parkplatz Brauwiese nannte sie noch kein konkretes Konzept zur Realisierung. „Es geht erst einmal um die Planung“, sagte Richtberg. Das neue Multicar für den Bauhof soll laut ihren Angaben mit verschiedenen Aufsätzen unter anderem zum Kehren, für den Winterdienst oder zur Unkrautvernichtung ausgestattet werden.

Neue Gebühren für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser

Seit dem 27. März 2018 berät der Ausschuss über die Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung der Gemeinschaftshäuser im Stadtgebiet. Und auch am Dienstagabend wurde fast zwei Stunden über die Änderungen mit dem Ergebnis diskutiert, dass eine erneute Änderung der Drucksache und eine erneute Beratung mit den Ortsbeiräten nötig wird. Zuletzt wurden die Gebühren im Jahr 2015 geändert. Derzeit sind die folgenden Beträge pro Tag für die private Nutzung und für die kommerzielle Vereinsnutzung vorgesehen: Nieder-Breidenbach 60 Euro (bisher: 30 Euro), Ober-Breidenbach 80 Euro (55 Euro), Romrod 150 Euro (100 Euro), Strebendorf 80 Euro (45 Euro) und Zell 100 Euro (75 Euro). Für die kommerzielle Nutzung pro Tag: Nieder-Breidenbach 120 Euro (50 Euro), Ober-Breidenbach 160 Euro (105 Euro), Romrod 300 Euro (200 Euro), Strebendorf 160 Euro (65 Euro) und Zell 200 Euro (125 Euro).

Die Gebühren zur Anmietung des Vereinsraums in der Synagoge sind künftig mit 50 Euro pro Tag, im Seminarraum des Museums mit 50 Euro pro Tag, die Schmiede mit 100 Euro pro Tag und der Betsaal mit 200 Euro pro Tag vorgesehen. Gemeindeeigene Veranstaltungen sowie nicht kommerzielle Veranstaltungen von Romröder Vereinen sollen dem Entwurf zufolge gebührenfrei bleiben. Kommerzielle Veranstaltungen der Vereine der Stadt Romrod, die der Bereicherung des kulturellen Lebens der Gemeinde dienen, sollen wie private Veranstaltungen abgerechnet werden.

Der Haushalt der Stadt Romrod sieht den Kauf des Anwesens am Museumsufer vor.

Im Einzelfall soll der Magistrat entscheiden. Für auswärtige Bürger ist eine Bearbeitungsgebühr von 75 Euro (bisher 50 Euro) vorgesehen. Die bisher eingeräumte Gebührenermäßigung für eine maximal vierstündige Nutzung soll nach neuer Gebührenordnung entfallen. Die Kaution soll 100 Prozent des Mietpreises betragen. Kaffeegedecke sollen künftig 12,50 Euro pro 25 Stück und Essgedecke 25 Euro pro 25 Stück kosten. Für Stornierungen soll eine Gebühr anfallen.

13 Gedanken zu “Stadt Romrod will über 3,2 Millionen Euro investieren

    1. Dann füttern Sie ihn doch! Oder wollten Sie auf den eigenen Nahrungsbedarf hinweisen?

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  1. Ist ja alles wunderbar. Aber wie wäre es mal endlich mit schnellem Internet und vernünftigen Mobilfunk Empfang!! In Strebendorf fühlt man sich noch wie im Mittelalter.

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    1. Mittelalter wäre vielleicht übertrieben. Wiener Kongress (1814/15) halte ich für plausibel. Dort wurde die napoleonische Modernisierung der Verwaltung und wirtschaftlichen Infrastruktur zurück gedreht.
      Gerade die Themen Glasfaser und G 5 treiben einem die Tränen in die Augen, weil man alles andere in den Vordergrund rückt (z.B. das Verhökern von Funklizenzen zu Gunsten des Bundeshaushalts und die Rentierlichkeit der Aktienpakete des Bundes bei der Telekom durch Favorisierung einer veralteten Misch-Technologie aus Glasfaser und Kupfer-Breitband) außer der längst überfälligen technischen „Aufrüstung“ des gesamten Landes auf das aktuelle internationale Niveau.
      Dabei ist doch jedem Laien mittlerweile klar, dass hierdurch nicht nur die infrastrukturelle Benachteiligung abgehängter ländlicher Regionen zu vergleichsweise geringen Kosten möglich wäre, sondern zugleich zentrale Probleme gelöst werden könnten (Entzerrung der Wohnraumnachfrage, Dezentralisierung des Energieverbrauchs usw.), die mit dem krebsartigen Wuchern urbaner Ballungsräume verbunden sind. Stattdessen foltert man unsere Intelligenz mit Vorschägen, mehr Behördenhochhäuser, Großbanken usw. auf dem platten Land zu verteilen.
      Wundern Sie sich also nicht, wenn in Strebendorf demnächst eine Filiale der Europäischen Zentralbank eröffnet wird.

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      1. Vorschlag:
        Dabei ist doch jedem Laien mittlerweile klar, dass hierdurch nicht nur die infrastrukturelle Benachteiligung abgehängter ländlicher Regionen zu vergleichsweise geringen Kosten aufgehoben, sondern zugleich zentrale Probleme gelöst werden könnten…
        Korrekturlesen dient dem späteren Verständnis des Textes!!! Man kann sich zwar irgendwie zusammen reimen, wie’s gemeint war. Aber nicht jeder macht sich diese Mühe!

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      2. @ Verstehen Sie das?

        Ich verstehe die zitierte Passage sehr leicht und muss nicht nochmal lesen und zusammenreimen… eventuell reicht es bei Ihnen ja doch nur für 3 wortlange WhatsApp-Nachrichten? Lieber mal nachdenken, bevor man den Autor eines guten Kommentars kritisiert. Schadet ja nicht.

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      3. @ Verstehen Sie das?
        MEIN Vorschlag: Statt des rechten Randes mit belanglosen Kleinanzeigen etc. ein Korrektur-Rand, wo alle aktiven und pensionierten Lehrer mit roter Tinte
        Rechtschreib-, Grammatik und Ausdrucksfehler notieren und kommentieren können.
        Jeweils über jedem Artikel Platz für die Kopfnoten und unterhalb ein Feld für die Endnote vorsehen!

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      4. @ Ich verstehe es
        Damit wir uns nicht missverstehen:
        – Sollten Sie mit dem „guten Kommentar“ den Beitrag „Strebendorf ist überall“ meinen, bin ich bei Ihnen.
        – Dass Sie „die zitierte Passage sehr leicht“ verstehen, würde mich nicht wundern. Denn das Zitat enthält ja schon den Verbesserungsvorschlag und ist damit m.E. jetzt auch besser zu verstehen.
        – Im Original wurde nach meiner Beobachtung inzwischen eine Änderung vorgenommen (Redaktion?), die dem Vorschlag entspricht. Damit wirkt die Kritik deplaziert, was sie ursprünglich aber nicht war.
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        Noch eine eigene Anmerkung:
        Dass sich trotz allen Geredes über die Segnungen des schnellen Internets für den Vogelsberg an der gemächlichen Gangart der Verantwortlichen im Kreishaus überhaupt nichts geändert hat, ist an diesem OL-Beitrag (https://www.oberhessen-live.de/2019/02/15/digitaler-funk-bringt-unmut-bei-den-feuerwehren/#more-165803) abzulesen. Die Kritik wird auch in diversen Tageszeitungen aufgegriffen.

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    2. Weiß gar nicht, was Sie wollen!? Vom Romröder Museumsufer aus erreichen die aquatouristischen Impulse sogar das Funkloch Strebendorf! 120 Tsd. Euro für die Erneuerung der Löschwasserversorgung. Das weiche Wasser bricht den Stein! Ja ist das denn gar nichts? Und denken Sie bitte auch an die 53 Tsd. Euro geplante Investitionen für einen Wassererlebnisweg. Danach lasst uns alle streben(dorf), brüderlich mit Herz und Hand!

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      1. Mein Vorschlag: Mehrspuriger Ausbau und Zusammenlegung von
        – Vulkanradweg
        – Wassererlebnisweg
        – Hundebeutelspenderweg
        – Elektrosäulen-Ladenetzwerk
        – Deutsche Märchenstraße
        – Südlink-Stromtrasse
        Außerdem fordere ich die Schiffbarmachung des Oberlaufs der Ohm zwischen Ulrichstein und Ruppertenrod!

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  2. Wer’s hat – der hat’s!?
    Mir wurde als Kind schon immer gesagt, dass ich nicht mehr Geld ausgeben kann als ich habe.
    Und: immer schön der Reihe nach, wie man die Kloess‘ isst.
    Sollte man nicht erstmal den Ausgang vom Projekt Luwia abwarten?

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    1. @ H.B.
      Vornehm geht die Welt zu Grunde
      Wer weiß schon, wie man Klöße isst
      Und Lob quillt nur aus aller Munde
      Wenn man den Fortschritt nicht vergisst
      Die Klöße gibt’s in jeder Größe
      Und kleine Brötchen backt der Dumme
      Notfalls isst man sie ohne Söße
      Solang’s Kredite gibt für umme.

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