Symbolbild. Agentur für Arbeit

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Alle Personengruppen vom Anstieg der saisonalen Arbeitslosigkeit betroffenArbeitslosenquote im Vogelsberg stieg an

VOGELSBERG (ol). Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ist die Zahl der Menschen ohne Arbeit gestiegen. Besonders im Vogelsberg zeigt sich der prozentual stärkste Anstieg der Arbeitslosenquote: Sie stieg um 0,4 auf nun 3,9 Prozent.


Im Januar waren im Bezirk der Arbeitsagentur rund 16498 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht laut Pressemitteilung gegenüber Dezember einem Anstieg von 1.269 Personen. Die Quote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf nun 4,5 Prozent. Im Januar des Vorjahres waren im Gießener Bezirk 1.030 Menschen mehr erwerbslos gemeldet.  Damals lag die Quote bei 4,8 Prozent.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bewegt sich im saisonüblichen Bereich“, kommentiert Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen, die aktuellen Zahlen von Januar. „Rechnet man die jahreszeitüblichen Effekte heraus, ist der Arbeitsmarkt in der Region unverändert stark. Weltwirtschaftliche Eintrübungen sind den reinen Zahlen nicht zu entnehmen. Zudem zeigen die Stellenmeldungen weiterhin eine Dynamik, die eher für den Fachkräftebedarf als Risiko spricht, anstatt eines unmittelbar bevorstehenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Dennoch gilt es, die Veränderungen stetig zu beobachten und schnell zu bewerten.“

Zahl der Unterbeschäftigung im Januar gestiegen

Im Januar ist die Zahl der Menschen gestiegen, die in der sogenannten Unterbeschäftigung im engeren Sinne registriert waren. Nach dem Zugang von 834 Personen waren es jetzt insgesamt 23.256. Ein Jahr zuvor waren 1.245 Personen mehr verzeichnet.

Beim Stellenbestand und –zugang ist im abgelaufenen Monat der hohe Bestand besonders auffällig. Ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wurde beim Stellenzugang verzeichnet. Arbeitgeber meldeten im Bezirk der Gießener Arbeitsagentur insgesamt 1.195 neue Stellen. Dies waren 42 Stellen weniger als im Vorjahrjahresmonat.

Der Stellenbestand an unbesetzten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen hat sich im Vergleich zu Januar 2018 um über 20 Prozent oder 1.154 Stellen erhöht. Damit sind derzeit 6.619 offene Stellen registriert.

Männer und Frauen und besondere Personengruppen

Bei den Frauen und Männern ist die Anzahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Jedoch waren durch witterungsbedingte Einflüsse mehr Männer als Frauen davon betroffen. Im Januar waren bei der Arbeitsagentur Gießen 9.644 Männer arbeitslos gemeldet. 828 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 auf nun 5,0 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 593 Männer mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 5,3 Prozent.

6.854 Frauen waren im Januar im Bezirk der Gießener Agentur arbeitslos gemeldet. Einen Monat zuvor waren es noch 441 weniger. Die Quote stieg um 0,3 auf nun 4,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 437 Frauen mehr arbeitslos gemeldet. Seinerzeit lag die Quote bei 4,2 Prozent.

Jugendliche und Ältere waren im Januar ebenfalls vom jahreszeitüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Die Anzahl der jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, hat sich im Januar erhöht. 1.479 Personen unter 25 Jahren waren registriert. 60 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf nun 3,8 Prozent. Im Januar des Vorjahres waren 198 weniger gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent.

Die Zahl der über 50-jährigen Erwerbslosen ist im Januar gestiegen, weist aber gegenüber dem Vorjahresmonat einen erkennbaren Rückgang auf. Im abgelaufenen Monat waren 5.509 Ältere arbeitslos gemeldet, 414 mehr als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf nun 4,4 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 253 ältere Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,7 Prozent.

Vogelsberg mit dem prozentual stärksten Anstieg

Die drei Landkreise im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, der Landkreis Gießen, der Wetteraukreis und der Vogelsbergkreis, sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar betroffen. Der prozentual stärkste Anstieg wurde im Vogelsberg verzeichnet, nominal im Landkreis Gießen.

Im Kreis Gießen waren im Januar insgesamt 7.752 Menschen erwerbslos gemeldet, 577 Arbeitslose mehr gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozent auf nun 5,4. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,7 Prozent. Damals waren 381 Menschen mehr registriert.

Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 465 Personen auf jetzt 6486 gestiegen. Die Quote erhöhte sich auf 3,9 Prozent, 0,2 höher als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 495 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent.

Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen im Januar gestiegen. 2.260 Personen waren arbeitslos gemeldet, 227 Personen mehr als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 auf nun 3,9 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 154 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,2 Prozent.

Kommunale Vermittlungsagentur betreute 1.270 Arbeitslose

Im Januar hat sich die Arbeitslosigkeit bei dem Rechtskreisen, nach dem Sozialgesetzbuch III (Arbeitslosenversicherung) und im Zuständigkeitsbereich der Jobcenter erhöht.  Saisonbeding wurde ein stärkerer Anstieg im Bereich des SGB III verzeichnet.

Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im Januar 6.389 Personen gemeldet, 891 mehr als im Vormonat Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl derer damit heute um 107 Personen niedriger.

Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen stieg um 378 Personen auf nun 10.109. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 923 Personen mehr geführt. Das Jobcenter Gießen betreute im Januar 5.129 Arbeitslose, 197 Personen mehr gegenüber Dezember.

Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 3.710 Arbeitslose gemeldet, 126 Personen mehr als im Vormonat Dezember. Im Vogelsbergkreis wurden bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) insgesamt 1.270 Arbeitslose im Januar betreut, 55 mehr als im Dezember.