Die Mainzer Gasse 15. Foto: akr

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Mit der Förderung "Mietfreies Startquartal" Leerstände bekämpfenNeue Geschäfte für die Alsfelder Innenstadt

ALSFELD (akr/ls). In der Alsfelder Innenstadt gibt es viele Leerstände. Doch das soll sich jetzt ändern: Durch die Förderung „Mietfreies Startquartal“ der Stadt Alsfeld werden drei neue Projekte unterstützt – und zwei davon sind komplett neu in der Stadt. Die stellte Bürgermeister Stephan Paule am Donnerstag in seinem Bericht aus dem Magistrat in der Stadtverordnetenversammlung vor.


Wenn man durch die Alsfelder Innenstadt geht, läuft man an vielen leerstehenden Geschäften vorbei. Besonders im oberen Abschnitt der Alsfelder Obergasse stehen in unmittelbarer Nachbarschaft fünf Ladenlokale leer – ein Stück weiter die Gasse runter folgen nochmal zwei. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Leerstände in Alsfeld. Mit dem Projekt der Stadt „Mietfreies Startquartal“, das im Dezember 2016 erstmals vorgestellt wurde, soll das geändert werden. Drei neue Projekte werden durch die Förderung unterstützt – und somit auch drei Leerstände bekämpft.

Der erste Leerstand der wieder mit Leben gefüllt wird, ist die Mainzer Gasse 15. Hier wird die Firma „Old School“ selbst restaurierte Antiquitäten, antike Möbel und Kunst verkaufen. „Damit konnte ein Leerstand behoben werden, der sonst aufgrund der zurückgesetzten Lage und ungünstigen Grundrisses schwer zu vermitteln ist“, sagte der Rathauschef. Die Stadt unterstütze das Geschäft mit einer Förderung von 675 Euro.

Ein weiterer langjähriger Leerstand konnte in der Grünberger Straße 18 beseitigt werden. Die Firma „Made Living“ wird ihr Angebot von Maintal nach Alsfeld verlagern und hier einen Online- und Offline Verkauf von Möbeln und Wohnaccessoires anbieten. Unterstützt wird das von der Stadt mit einer Förderung von 1.650 Euro.

Das dritte Projekt hat letzte Woche Freitag in der Baugasse bereits seine Eröffnung gefeiert: „Shoppen für den guten Zweck“, ein Second-Hand-Shop des Vereins „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“, in dem man gebrauchte Kleidung, Spielzeug und Co. Für wenig Geld kaufen kann. Das Vorhaben wird von der Stadt mit 675 Euro unterstützt.

3 Gedanken zu “Neue Geschäfte für die Alsfelder Innenstadt

  1. Vielleicht müssen wir uns gar nicht mehr so lange Sorgen um leer stehende kleine Geschäfte in den Innenstädten machen. Wie die Wirtschasftssendung MEX von heute (https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/mex/sendungen/mex-das-marktmagazin—ganze-sendung,video1140.html) feststellt, eröffnen immer mehr Online-Anbieter Läden in den Innenstädten, um von dem Mehrwert des traditionellen Handels zu profitieren: Persönlicherer Kundenkontakt, echtes Shopping-Erlebnis in schönerem Ambiente, fachliche Kundenberatung. Auch kleine Ladenlokale haben eine Chance, denn das große Lager, große Verkaufsräume und umfangreiches Warensortiment kann man digital ersetzen. Riesenbildschirme zeigen jedes Detail, der schnelle Internetzugriff auf ein nahezu grenzenloses Sortiment erspart stundenlanges Wühlen an Ständern und in Regalen und Video-Camera bzw. Bildbearbeitungsprogramme zaubern das Bild des Kunden in jedes Modell und nehmen ihm den Stress langwieriger Anproben. Alles schon zu sehen bei MEX und demnächst vermittelt in einer modernen Einzelhandels-Ausbildung! Um die Zukunft der Fußgängerzonen in touristisch attraktiven Klein- oder Mittelstädten wie Alsfeld ist mir nicht länger bange.
    Ein Tipp: Zählernummer des Video-Beitrags: 05:52

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  2. ZitatZiske: die sollen zusehen das die Läden nicht schließen! Aha, und wie? Per Gesetz verbieten? Wenn die Kunden und der Umsatz ausbleibt ist interessanterweise die Stadt Schuld, stimmen die Umsätze klopfen sie sich selbst auf die Schulter…
    Schon komisch. Man sieht es bei der Schließung vom Pranger: der INhaber war weder fähig guten Service und gute Küche zu bieten, alle Beschwerden wurden ignoriert und jetzt erzählt er die Stadt sei Schuld und wer auch immer. Nur selbst keine Verantwortung bei sich sehen.

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  3. Die sollten lieber mal zusehen das bestehende Läden nicht dicht machen. Bei diesem Parkplatzmangel und den Hilfspolizisten die sofort an Ort und Stelle sind ein Ticket auszustellen. Für Ladenbesitzer nicht mal eine be und entlade Möglichkeit… Ordnungsamt kann man auch in die Tonne klopfen.

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