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Kirchenkino präsentiert die skurrilste Weihnachtsfeier der FilmgeschichteWeihnachts-Strandparty auf der Laderampe

ALSFELD/LAUTERBACH (ol). Das Vogelsberger Kirchenkino geht in die nächste Runde. Dieses Mal wird die skurrilste Weihnachtsfeier der Filmgeschichte gezeigt. „In den Gängen“ läuft am Mittwoch, den 5. Dezember um 19 Uhr im Kinocenter in Alsfeld und am Donnerstag, 6. Dezember um 20 Uhr im Lichtspielhaus in Lauterbach.

Darum geht es in dem Film: Endlose Gänge mit meterhohen Regalen voller Konsumartikel: Das ist laut Pressemitteilung des Vogelsberger Kirchenkinos der Arbeitsplatz von „Frischling“, „Häuptling“ und „Süßwaren-Marion“. Allabendlich werden die drei und ihre Kollegen von ihrem Chef per Handschlag aus dem Großmarkt auf der grünen Wiese nahe der Autobahn entlassen. Doch ihr Zuhause ist mehr der Markt als die Welt da draußen: Hier haben sie einander im Blick, hier nehmen sie Anteil am Schicksal des anderen, hier finden sie Zuflucht vor den Zumutungen des Alltags.

Christian ist der Neue im Großmarkt. Der weitaus ältere Kollege Bruno weist ihn mit viel Geduld in die Kunst des Gabelstapler-Fahrens ein. Doch der junge Kollege ist viel mehr an „Süßwaren-Marion“ interessiert, die Christian liebevoll als „Frischling“ verspottet. Der Münzkaffeeautomat im Sozialraum ist der tägliche Treffpunkt der beiden. Und manchmal gibt es dazu – Streng verboten! – auch noch abgelaufenen Kuchen aus dem eingezäunten Müllcontainer des Marktes.


Bei aller Trist des Arbeitsalltags wird schnell deutlich, wie stark die Supermarkt-Belegschaft einander im Blick hat. Obwohl nur wenige Szenen die Großmarkthalle verlassen, werden die Lebens und Leidensgeschichten der Mitarbeiter rasch deutlich. Zwischen Gabelstapler-Ballett und einer der skurrilsten Weihnachtsfeiern der Kinogeschichte ist Bruno, der im Kollegenkreis nur „Häuptling“ genannt wird, der Garant dafür, dass die Großmarkt-Schicksalsgemeinschaft zusammenhält. Doch nur die wenigsten wissen, dass auch Bruno sein Päckchen zu tragen hat.

„In den Gängen“ (D 2018, Regie: Thomas Stuber) wurde mit dem „Gilde-Filmpreis“ der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2018 sowie als „Film des Jahres 2018“ der Jury der Evangelischen Filmarbeit ausgezeichnet: „Mit sorgfältigen und feinen Federstrichen, die ebenso poetisch wirken wie sie nüchtern sind, zeigt der Film die sozialen Beziehungen zwischen Menschen in ihrer Arbeitswelt.“

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