Foto: CDU Vogelsberg

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Am 4. September ab 14.30 Uhr im Kulturhaus des RambachhausesGedankenaustausch der CDU Senioren

ALSFELD (ol). Am Dienstag, den 4. September 2018 treffen sich ab 14.30 Uhr die Mitglieder der CDU Senioren Vogelsberg zum Gedankenaustausch im Kulturhaus des Rambachhauses in Alsfeld.

In der Pressemitteilung der CDU Vogelsberg heißt es, vorgesehene Themen sind beispielsweise der ÖPNV im Vogelsberg und in wieweit die Senioren das Angebot nutzen können. Außerdem soll es eine Großveranstaltung zur Landtagswahl geben, mit einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Wulff in Limburg.

5 Gedanken zu “Gedankenaustausch der CDU Senioren

  1. @ Lückenhafte Wahrnehmung
    Ich will Ihnen in Ihrer Kritik hinsichtlich der Themenauswahl der CDU-Senioren ja gerne folgen. Ich hätte ebenfalls zumindest mal etwas zum Masterplan der CDU Hessen für den nun oft genug beschworenen Ausgleich zwischen Stadt und Land erwartet. Ich verstehe nicht, dass man einer politischen Partei beitritt, den Aufstieg der CDU zur führenden Kraft im einstigen SPD-Land Hessen (wenn auch oft mit hauchdünnen Mehrheiten) miterlebt und vielleicht sogar mit gestaltet, um sich dann in bundes- und landespolitisch äußerst bewegten Zeiten darüber zu unterhalten, ob und wie man mit dem ÖPNV mobil sei.
    Allerdings will sich mir der Sinn von Sätzen wie „Was täglich öffentlich diskutiert wird, nämlich eine wachsende Rechtsunsicherheit in allen Bereichen der Gesellschaft, die eine Folge mangelnder Rechtsdurchsetzung und damit eines zunehmenden Staatsversagens ist.“ oder „Und es geht hier keineswegs nur um das Migrantenthema, obwohl die Ausbreitung der Herrschaftsbereiche krimineller Migrantensippen von Berlin bis in viele Städte des Ruhrgebiets (siehe https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-4-september-2018-100.html).“ nicht erschließen. An gelegentlichem Korrekturlesen soll die Welt, oder besser der Sinn des Textes, genesen.
    Vorschlag Satz 1: Was täglich öffentlich diskutiert wird, nämlich eine wachsende Rechtsunsicherheit in allen Bereichen der Gesellschaft, die eine Folge mangelnder Rechtsdurchsetzung und damit eines zunehmenden Staatsversagens ist, sollte in der politischen Provinz inzwischen ebenfalls angekommen sein.
    Vorschlag Satz 2: Und es geht hier keineswegs nur um das Migrantenthema, obwohl die Ausbreitung der Herrschaftsbereiche krimineller Migrantensippen von Berlin bis in viele Städte des Ruhrgebiets (Quellenangabesiehe) zum Beleg staatlicher Schwäche bereits ausreichten.
    Einverstanden? So würde es jedenfalls Sinn machen.

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  2. Auch die CDU-Senioren sind offensichtlich Meister im Ausklammern von Problemen. Wieso stehen nicht auch Fragen der Zuwanderung und der Sicherheit ganz oben auf der Tagesordnung des Gedankenaustauschs? Es glaubt doch kein Mensch, das dieser Teil der Wirklichkeit die Konservativen im Landkreis nicht umtreibt, zumal gerade die Senioren doch einen Überblick und Vergleichsmöglichkeiten haben müssten, wie unsere Gesellschaft sich verändert.
    Was täglich öffentlich diskutiert wird, nämlich eine wachsende Rechtsunsicherheit in allen Bereichen der Gesellschaft, die eine Folge mangelnder Rechtsdurchsetzung und damit eines zunehmenden Staatsversagens ist. Und es geht hier keineswegs nur um das Migrantenthema, obwohl die Ausbreitung der Herrschaftsbereiche krimineller Migrantensippen von Berlin bis in viele Städte des Ruhrgebiets (siehe https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-4-september-2018-100.html). Man kann doch hinschauen, wo man will: Jeder übertritt die bestehenden Gesetze nach Herzenslust. Der überforderte Staat schaut tatenlos zu oder deckt die Gesetzesbrecher wie Autoindustrie oder Massentierhalter. Aber die Liste lässt sich beliebig verlängern: Die Mietpreisbremse – ein Witz. Illegales Glücksspiel, insbesondere Online-Casinos – in der Bundesrepublik (außer in Schleswig-Holstein) verboten, blühen und gedeihen (https://www.stern.de/wirtschaft/news/deutschland–illegales-online-gluecksspiel-boomt-7399438.html), und die Ganoven zwischen Malta und Gibraltar machen sich ins Maßhemd vor Vergnügen. Ja nicht genug damit. Die ach so seriösen Banken sind die Komplizen dieser Gangster, denn das Glücksspielgeschäft wird erst mit Hilfe der Geldinstitute ermöglicht, die der – nicht stattfindenden – Bankenaufsicht unterliegen (siehe https://www.tagesschau.de/ausland/paradisepapers/paradisepapers-101.html) und selbstverständlich keine Steuern zahlen.
    Und wie reagiert nun der Staat? Er überlegt, diese Schweinerei zu legalisieren. Und den Unions-Senioren fällt nicht auf, dass das nicht mehr ihre Republik ist? Na, spätestens beim Thema Heimaufsicht im Pflegebereich oder angesichts der üblichen Ungereimtheiten bei der Leichenschau wird’s dann kritisch. Nur, dann kann sich die „Zielgruppe“ nicht mehr wehren. Und ihr Wahlkreis-Abgeordneter erklärt: Tja, Pflege und Sterben sind in Deutschland eben „Privatsache“.

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  3. „Die Abgehobenen“ nennt der Elitenforscher Michael Hartmann sein neues Buch mit dem aussagekräftigen Untertitel: „Wie die Eliten die Demokratie gefährden“. Nun wird man die hier versammelten CDU-Senioren nicht unbedingt als Elite betrachten dürfen. Aber das Attribut „abgehoben“ scheint schon zuzutreffen, wenn als einziger konkreter „Gedanke“, den man auszutauschen gedenkt (mit wem oder gegen was?) die Frage in den Vordergrund gestellt wird, wieweit Senioren im Vogelsbergkreis Zug, Bahn oder Anruflinientaxi (ALT) nutzen können. Wo solche Marginalien in den Vordergrund rücken, muss man davon ausgehen, dass es sich bei den CDU-Senioren um die premium-versorgte Gruppe derer handelt, die Marketingstrategen gern mit Begriffen wie „Best Ager“ oder „Silver Surfer“ verwöhnen, um ihnen die üppigen Renten und Pensionen aus den nicht mehr so ganz beweglichen Rippen zu leiern. Unter den Ruhegeldempfängern stellt man also durchaus eine „Elite“ dar. Doch sollte eine solche privilegierte Position nicht gerade den Kopf frei machen für das Wesentliche in der Politik?
    Im Vorfeld der Landtagswahl stellt jede Partei gemeinhin die wichtigsten Forderungen für die anzusprechenden Wählergruppen. Und das sind bei den Senioren ja wohl überwiegend Einkommensschwächere. Es gäbe derzeit auch allen Grund, sich um die Welt und die Gesellschaft Sorgen zu machen, die man den nachfolgenden Generationen hinterlässt. Da könnte man doch von den Lebenserfahrensten, die einen großen Bereich der Zeitgeschichte überblicken und neben Erfahrung oft auch ein Gutteil Bildung „angesammelt“ haben, die fundiertesten Appelle oder wenigstens Fragen erwarten. Reich an Jahren heißt ja nicht zwangsläufig arm an Gedanken oder an geistiger Kapazität, wie man am Beispiel des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt oder dem des mit 86 Jahren noch immer rege Anteil nehmenden Gerhard Baum (FDP) oder 70-jährigen Norbert Lammert (CDU) immer wieder bewundernd feststellen kann.
    Wenn’s schon das Thema ÖPNV sein muss; warum werden da nicht mal handfeste Forderungen gestellt? Ein Senioren-Ticket nach dem Vorbild des Schüler-Tickets etwa, mit kostenloser Mitnahme einer Betreuungsperson. Oder die Verbesserung der Anruflinientaxis durch mehr Haltepunkte (siehe https://www.youtube.com/watch?v=fA0nXKzDJVg). Oder noch besser Anruf-Sammeltaxis (AST) zu ermäßgten Preisen, die den Senioren den ganzen Fahrkartenautomatenstress, zu niedrige Bahnsteige und den mitunter weiten Weg zur nächsten Bushaltestelle ersparen, weil sie diese zu Hause abholen und wieder heim bringen.
    Oder ein Seniorenwohnhaus in jeder Gemeinde nach dem Modell Katzelsdorf an der Leitha (kein Witz!), siehe https://www.katzelsdorf.gv.at/Unsere_Gemeinde/Familie_Generationen/Senioren/Seniorenwohnungen.
    Es gäbe so viele Ansatzpunkte für eine bessere Seniorenpolitik. Aber bevor man solche Gedanken austauscht, muss man sie natürlich erstmal haben!

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  4. …man muss anscheinend von seiner Freiheit nicht unbedingt regen Gebrauch machen. Dass den CDU-Senioren angesichts der politischen Diskussionen um die Gefährdung unserer Demokratie (Rechtspopulismus), den demografischen Wandel, das Rentensystem, Pflegeversicherung und Pflegekrise, alternative Wohnformen im Alter, Altersarmut, Zunahme demenzieller Erkrankungen mit steigender Lebenserwartung und, und, und für ihre Gedankenaustausch-Börse kein zugkräftigeres Thema einfällt als „beispielsweise der ÖPNV im Vogelsberg und in wieweit die Senioren das Angebot nutzen können“, ist nicht nur verwunderlich, sondern geradezu verstörend. Da kann einen vor der angekündigten Großveranstaltung zur Landtagswahl mit Volker Bouffier nur grausen.
    Sind das die „politisch Engagierten“, deren Generation in den nächsten Jahren 40 Prozent der Wahlberechtigten stellen werden? Vielleicht sollte man das Wort „Gedankenaustausch“ einmal wortwörtlich nehmen und mal das Politikverständnis der CDU-Senioren austauschen?

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