Gute Nachrichten für die Eltern von Kindergartenkindern in Antrifttal: Es gibt eine neue Gebührenregelung. Foto: Gemeinde Antrifttal

Kind und Kegel1

Sinkende Gebühren bei der Betreuung der Kinder - Ende für die GeschwisterregelungNeue Kitagebühren entlasten Antrifttaler Eltern

ANTRIFTTAL (ol). Gute Nachrichten für die Eltern von Kindergartenkindern in Antrifttal: Ab dem 1. August gibt es eine Neuordnung der Kita-Gebühren in der Gemeinde, die die Eltern finanziell entlasten wird. In einer gemeinsamen Planungskonferenz zum neuen Kindergartenjahr hat die politische Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Dietmar Krist und den Ersten Beigeordneten Arno Neumann, mit Pfarrer Zbigniew Wojcik und dem Verwaltungsratsvorsitzenden der katholischen Kirchengemeinde Ruhlkirchen Jürgen Schlitt als Träger der Kindertagesstätte Arche Noah eine Neuordnung der Gebühren vereinbart.


So heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde, dass bei der Krippenbetreuung der unter dreijährigen Kinder die bestehenden Elternbeiträge beibehalten werden sollen. Sie betragen auch weiterhin 155 Euro für einen Halbtagsplatz bis 14 Uhr. Bereits zum letzten Kindergartenjahr hatte man zudem vereinbart, dass ein neues Angebot für einen Ganztagsplatz mit einer Gebühr von 180 Euro geschaffen werden sollte. Allerdings sei die Nachfrage bisher gering, so dass eine Gruppe im letzten Jahr nicht zustande kam.

Im Ü3-Bereich war bereits 2016 eine zusätzliche Kindergartengruppe eingerichtet worden, so dass die Kindertagesstätte mit rund 70 Kindern nahezu voll belegt sei. Diese zusätzliche Gruppe soll auch noch in den kommenden Jahren erhalten bleiben, führte die Leiterin der Kindertagesstätte, Christina Konle-Haberzeth, aus. Für die Kinder von über drei Jahren werden die Eltern künftig bis zum Schuleintritt kräftig entlastet werden.

Da das Land Hessen ab August sechs Stunden im Kindergarten freistellt, müssen Eltern bei einer Betreuung von bis zu sechs Stunden keine Gebühren (außer für das Bastelmaterial) mehr bezahlen. Künftig werde es eine kostenlose Betreuung von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geben. Bei der Ganztagsbetreuung soll eine Gebühr von 50 Euro statt bisher 125 Euro erhoben werden. Die monatliche Ersparnis von 75 Euro entlaste die Eltern um 900 Euro im Jahr.

Ein Ende für die Geschwisterregelung

Bei Kindern, die nur das Vormittagsangebot nutzen, sei die Entlastung sogar noch höher:  Die Eltern würden in diesem Fall sogar über 1.100 Euro sparen. Die Gemeinde Antrifttal bzw. die katholische Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung erhalte im Gegenzug pro Kind Fördermittel vom Land Hessen in Höhe von 135,60 Euro. Ein Ende werde die Geschwisterregelung finden, die bisher eine Entlastung der Eltern vorsah, die mehrere Kinder in der Kindertagesstätte angemeldet haben.

Diese Ermäßigung werde künftig nicht mehr möglich sein. Da die Kirchengemeinde gemäß Beschluss des Verwaltungsrats zum August ihre ganze Betreuungsstruktur umstellt, werden die bestehenden Betreuungsverträge ergänzt und die Eltern auf das neue Angebot im Rahmen eines Elternabends und eines Informationsschreibens hingewiesen.

„Während in der Vergangenheit der Finanzierungsbedarf rund 250.000 Euro betragen hat, finanziert die politische Gemeinde aufgrund der zusätzlichen Kindergartengruppe die Kinderbetreuung inzwischen mit rund 300.000 Euro in Antrifttal. Das entspricht zehn Prozent des Haushaltsvolumens“, erklärt Bürgermeister Krist. Darin enthalten sei mit rund 21.000 Euro auch ein kostenloser Kindergartenbus. Er begrüße die Entlastung der Eltern. „Die Kindertagesstätte leistet mehr als nur Betreuung, sondern vor allem auch frühkindliche Bildung, die den Kindern den Eintritt in die Grundschule erleichtert“, meint Krist. Er freue sich, dass beide Angebote vor Ort bestehen und neben der voll ausgelasteten Kindertagesstätte auch die Grundschule gut aufgestellt sei, da ihr als einzige im Kreis steigende Schülerzahlen prognostiziert wurden.

Ein Gedanke zu “Neue Kitagebühren entlasten Antrifttaler Eltern

  1. Ich verstehe die Rechnung nicht (nicht nur hier). 125€ – 135€ Landeszuschüsse… wie können die neuen Gebühren 50€ betragen? Hier wird wieder auf dem Rücken der Familien der Kommunaletat saniert… und keiner regt sich auf? Schämt euch was!

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