Angekommen im Büro und am Schreibtisch der Schulleiterin: Annette Knieling. Foto: Presse-AG

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Annette Knieling, die neue kommissarische Schulleiterin an der ASS im Interview mit der Presse-AG der Albert-Schweitzer-Schule…einen Kater schon, aber kein Tattoo

ALSFELD (ol). Seit Ende der Osterferien hat die Albert-Schweitzer-Schule eine neue Schulleiterin. Annette Knieling wird die Schule leiten, bis das Auswahlverfahren für die Nachfolge von Elisabeth Hillebrand abgeschlossen ist. Doch wer ist Annette Knieling? Die Presse-AG der ASS besuchte sie vor kurzem in ihrem Büro und stellte ihr wichtige Fragen.

Egal ob Berufliches oder Privates, jede Frage hatte ihren Platz. Doch erst wollte sie wissen, was denn eigentlich die Aufgabe der Presse AG sei. So entstand bei dem Interview eine nette Atmosphäre und alle lauschten ihren Lippen. Es wurde viel gelacht und diskutiert am Ende entstand ein interessantes Bild von Annette Knieling. Ein Interview von Lis Römer, Anne Schäddel, Annegret Braun, Julia Rausch und Amelie Krug.

Interview mit Annette Knieling

Wie sind Sie nach Alsfeld gekommen?

Ich wurde vom Kultusministerium nach Alsfeld abgeordnet. Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine große Schule, die nicht ohne Schulleitung sein sollte.

Kommen Sie jeden Tag aus Kassel?

Nein, ich habe ein möbliertes Zimmer in Maar. Dort bleibe ich unter der Woche, aber dienstags fahre ich nachhause.

Kannten Sie den Vogelsberg schon?

Nur vom Durchfahren, allerdings komme ich ja aus dem Schwalm-Eder-Kreis, da ist der Vogelsberg ja nicht weit.

Wie finden Sie unsere Schule?

Die Schule gefällt mir sehr gut, gerade den Altbau finde ich architektonisch sehr schön, besonders den Turm mit seiner Wetterfahne. Die habe ich sogar als Facebook-Profilbild. Frau Römer (Anm. der Presse-AG: Ute Römer ist die Schulsekretärin am Standort der ASS in der Schillerstraße.) hat mich schon mit hinaufgenommen, das ist wirklich sehr beeindruckend.

Die Schule selbst ist auch eine neue Erfahrung für mich, denn bisher habe ich immer nur erwachsene Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Eine Schule von der 5. bis zur 12. oder 13. Klasse ist für mich nun etwas anderes als sonst. Aber ich kann jetzt schon sagen, ich fühle mich hier sehr wohl und gut aufgenommen.

Knieling: „Eigentlich wollte ich Journalistin werden“

Wie finden Sie das AG-Angebot?

Das AG-Angebot finde ich sehr vielfältig, obwohl ich es im Moment zum großen Teil ja erst von der Website kenne. Was ich schon selbst gesehen habe, macht allerdings einen spannenden Eindruck.

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

Eigentlich wollte ich Journalistin werden, aber meine Eltern wollten, dass ich etwas mache, bei dem ich abgesichert bin. Und da Deutsch und Englisch meine Lieblingsfächer waren und ich gerne mit jungen Menschen arbeiten wollte, lag es nah Lehrerin zu werden. Ich wollte auch gerne etwas weitergeben.

Unterrichten Sie auch bei uns an der Schule und wenn ja, welche Fächer?

Hier an der Schule unterrichte ich nicht, aber meine Fächer sind Deutsch, Englisch und Darstellendes Spiel.

In Ihrer Vorstellung auf der Website der Schule sagen Sie, Sie bleiben nur für das Auswahlverfahren, bis ein neuer Schulleiter oder eine neue Schulleiterin kommt. Warum?

Die Schule hat fast 1000 Schülerinnen und Schüler, und das Bewerbungsverfahren für die Schulleitung läuft. Es gibt drei Bewerbungen, das ist ja schon bekannt. Und da keiner der drei einen Vorteil haben soll, etwa weil er oder sie jetzt schon Erfahrungen als Schulleiter sammeln kann oder die Schule noch besser kennt, als die anderen, wurde ich vom Kultusministerium nach Alsfeld abgeordnet. Zunächst für ein halbes Jahr, dann sollte das Auswahlverfahren abgeschlossen sein.

Sie haben ja schon ziemlich viele Funktionen gehabt – was genau muss man sich denn unter der „Reisereferentin für das HKM in der Hessischen Landesvertretung Berlin“ vorstellen?

Es gibt in Berlin immer eine Art „Botschaft eines Bundeslandes“. Das ist die Hessische Landesvertretung. Als Referentin des HKM war ich beteiligt an der Koordination und Abstimmung von Gesetzesvorlagen, die in den Bundesrat eingebracht wurden. Wir Referenten der Bundesländer versuchen die Meinungen der Länder unter einen Hut zu bekommen, das ist manchmal ganz schön schwierig.

Ein gutes Gespräch führte Annette Knieling (Zweite von links) mit dem Team der Presse-AG. Foto: Presse-AG

Von der Lindenstraße, Harry Potter, Arthur Miller und dem FC Bayern

Schauen Sie Serien?

Ja, die Lindenstraße seit 1985. Allerdings mit einem Jahr Pause, als ich in England war. An neueren Serien mag ich „Downtown Abbey“ sehr gern.

Mögen Sie Harry Potter?

Ich habe nur die ersten zwei Teile gelesen, danach fand ich es eher indifferent, also, es war am Ende nicht so mein Ding.

Was lesen Sie?

Selbstverständlich das Amtsblatt. Und ansonsten im Moment zu wenig. Dicke Bücher sind dabei auch nicht so meins, thematisch mag ich Fantasy, Mythen und Sagen, auch die Klassiker.

Wer ist ihr Lieblingsdramatiker?

Von den modernen Klassikern mag ich Arthur Miller. Da kann man richtig mitleiden, dessen Charaktere scheitern so schön. Als moderne Theaterautoren fallen mir Alan Ayckbourn und David Mamet ein. Mamet hat auch sehr aktuelle Themen, er ist seiner Zeit oft voraus.

Was ist Ihr Lieblings-Fußballverein?

Eigentlich interessiere ich mich nicht so für Fußball, aber wenn ich Fan wäre, dann vom FC Bayern München.

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Ich mag so ziemlich alles, ganz besonders aber Fisch, Nudeln, Panna Cotta und Himbeeren.

Welche Musik hören Sie?

Elektro-Swing, manchmal auch Schlager, die waren ja auch mal modern. Als Radio-Sender mag ich hr3.

Trotz kurzem Aufenthalt mit dem Herzen dabei sein

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Ich bin gerne draußen und arbeite dann viel im Garten. Außerdem gehe ich gerne mit meinem Mann ins Theater. Mindestens einmal die Woche mache ich EMS-Training. Das ist ein spezielles Training zum Muskelaufbau mit einem besonderen Anzug und Strom.

Haben Sie ein Tattoo?

Nein.

Haben Sie Haustiere?

Ja, einen Kater namens Carlos. Den vermisse ich sehr.

Was ist ihr Fazit nach den ersten Wochen?

Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt nach Alsfeld gemacht habe. Ich hatte vor lauter Verwaltungsarbeit fast vergessen, wie schön und lebendig das Schulleben ist. Obwohl ich vermutlich nur kurz da sein werde, sehe ich das hier nicht als Versuch, sondern ich möchte mit dem Herzen dabei sein. Und da ich hier so gut aufgenommen wurde, gelingt das sicher auch.

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