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Antrifttal ist um einen Stern reicher: Seehotel Michaela wird zum vier Sterne Hotel von Vogelsberg Touristik zertifiziertSeehotel Michaela: Aus drei Sternen werden vier Sterne

ANTRIFTTAL (ls). Erst im April diesen Jahres wurde es eröffnet und schon ist der nächste Meilenstein geschafft: Das Seehotel Michaela wurde von Roger Merk, dem Geschäftsführer der Vogelsberg Touristik mit dem vierten Stern zertifiziert. Aus drei Sternen werden damit vier Sterne für das Hotel vor der traumhaften Seekulisse.



Letztes Jahr im September wurde das Hotel am Angenröder Stausee gekauft, im Dezember wurde es übernommen und im April waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und das Seehotel Michaela eröffnete seine Türen. Doch am Ziel angekommen sei man noch nicht, wie Joachim Eckstein bei der feierlichen Zertifizierung mit dem vierten Stern in Gegenwart von Roger Merk, dem Geschäftsführer von „Region Vogelsberg Touristik“ erklärte. „Es hat sich schon sehr viel getan, aber wir wollen noch mehr aus der Region und dem Standort herausholen“, erklärte er. Schritt für Schritt gehe es voran.

Gezielt nach einem Hotel hatten die neuen Inhaber jedoch nicht gesucht und trotzdem eroberte das Objekt direkt ihr Herz. „Eigentlich war es ein Zufall. Wir haben nach einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus am See gesucht – ein Häuschen, wo man sonntags mal hin kann“, erzählte die Inhaberin und Namengeberin Michaela Eckstein. Zuerst haben sie sich auf den Wörthersee konzentriert, doch dann entdeckten sie das Objekt hier in der Region – also sind sie hingefahren, haben sich verliebt und sich für das Objekt entschieden. „Wir waren damals schon total fasziniert von der Lage und sind es noch immer. Nach der Übernahme haben wir angefangen das Hotel zu renovieren und ihm unseren eigenen Stempel aufzudrücken und das ist jetzt dabei rausgekommen“, erklärte der Familienvater.

Weitere Ideen und Ziele bereits geplant

Am Ende angekommen sei man allerdings noch nicht: „Die Gastronomie und die Hotellerie sind sehr schnelllebig, da muss man mit der Zeit gehen und sein Angebot anpassen. Man muss den Gästen etwas bieten“, ergänzte Michaela Eckstein und resümierte die vergangenen Monate und den erfolgreichen Start der Quereinsteiger. Schon bald habe man angefangen, unterschiedliche Events am See zu planen – im Sommer noch Open-Air am See, im Winter im Hotel. Und noch mehr ist in Planung wie Joachim Eckstein erklärte: „Wir möchten das Hotel erweitern, damit auch Tagungen besser möglich sind“. Schon jetzt bestehe die Möglichkeit für Tagungen und die Anfrage sei groß, doch sei die Zimmerkapazität nicht ausreichend. Von zwölf Zimmern soll das Seehotel Michaela auf 35 bis 40 Zimmer wachsen.

Das Ehepaar Michaela und Joachim Eckstein mit ihren Mitarbeiterinnen und dem Vogelsberg Touristik Geschäftsführer Roger Merk. Foto: ls

Auch touristisch wolle man sich weiter für die Region einsetzen und auf eine stärkere Wochenend-Auslastung setzen. Möglich machen soll das ein 500 Quadratmeter großer Wellness-Bereich, der Wochenend-Gäste aus Ballungszentren in die ländliche Gegend locken soll. Auch eine Eventscheune, ein kleiner Camping-Platz für Wohnmobile und kleine Familienblockhäuser sollen entstehen. „Wir kämpfen gerade an allen Fronten um die Seebefahrung mit Tretboten und die Seebühne als möglichen Trauort durchzusetzen. Das ist natürlich ein langer Genehmigungsprozess, aber wir sind da dran“, erklärte die Inhaberin. Schon jetzt könne man am See heiraten – auf dem See, das sei in Planung. So wolle man sich außerdem verstärkt auf die Ausrichtung von Hochzeiten konzentrieren.

Vier Sterne für Seehotel Michaela

„Wir wollen versuchen uns für die Region Antrifttal stark zu machen, sodass man noch enger zusammenrückt“, ergänzte Ehemann Joachim Ecktstein. Es sei ihnen ein großes Anliegen ihre Versprechen zu halten, dafür kämpfe man. Gerade in den vergangenen Monaten seit der Eröffnung habe man sich verändert und habe seinen Platz gefunden. Feiern will Familie Eckstein das mit einem geplanten Seefest Ende Mai bis Anfang Juni im kommenden Jahr. „Wir wollen versuchen die Vereine der Region zu aktivieren und mit uns ein großes Fest und Aktionen rund um den See aufzubauen“, erklärte Eckstein weiter. Dazu soll nicht nur der See illuminiert werden, sondern in einem großen Festzelt soll es Musik mit der Münchner Zwietracht und den jungen Zillertalern geben. „Das Seefest im nächsten Jahr soll der Start sein und sich jedes Jahr wiederholen. Das ist wichtig für die Zukunft der Region“, sagte Ehemann Joachim Eckstein.

Einen weiteren Meilenstein in Richtung Zukunft konnte das Seehotel jedenfalls an diesem Donnerstag hinter sich bringen: Roger Merk nämlich hatte einen weiteren Stern im Gepäck, mit dem er das ehemals drei Sterne Hotel zu einem vier Sterne Hotel zertifizierte und es damit einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft brachte. Und die Region Antrifttal? Die ist damit um einen Stern reicher.

5 Gedanken zu “Seehotel Michaela: Aus drei Sternen werden vier Sterne

  1. Jo geh jo mei,

    die guggen auf dem Foto wie drei Tage Regenwetter, wenn ich von so a Gesicht begrüsst werde, da überleg i mir gleich mehrmals ob ich da noch bleiben möcht, oder mir lieber woanders hingehen soll.

    Bei vier Sternen habe ich eine gewisse Erwartungshaltung – vielleicht deckt die sich aber nicht mit dem aktuellen Sternesystem der Hotels in DE:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hotelstern

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  2. Den Service habe ich leider genauso schlecht erlebt. Dafür gibt’s statt Behindertenparkplatz immerhin für die Eigentümer direkt vor dem Restaurant entsprechende Reservierungen. So kann man den Gästen natürlich auch zeigen, wer wichtig ist.

    Das muss sich unbedingt ändern. Denn die Küche und das Essen war sehr lecker, die Location ist sicher topklasse.

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  3. War nun schon 2 x auf Familienfeiern im Abstand von 6 Monaten eingeladen.
    Bei beiden die gleichen Probleme.
    Die Küche würde ich als gut bürgerlich bezeichnen. Mehr nicht! Kann sich ja noch entwickeln.
    Der Service hat den Namen nicht verdient. Wenn sich da nicht Zeitnah gravierendes ändert, sehe ich dunkelschwarz.

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  4. Schönes Haus, schöne Umgebung. Steht und fällt mit der Qualität der Küche und des Service. Komme demnächst mal zum Testen. :-)

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  5. Ich kenne das Haus praktisch seit der ersten Eröffnung und habe es immer sehr bedauert, dass ein solches durch Lage und Konzept hervorstechendes Gastronomieobjekt sich – ähnlich übrigens wie das Parkschlösschen in Bad Salzhausen – nie richtig etablieren konnte. Doch unsere Region braucht diese kleinen, aber feinen gastronomischen Leuchttürme dringend, weil diese ausstrahlen auf das Niveau des gesamten heimischen Fremdenverkehrs. Natürlich gibt es eine große Anzahl von Menschen, die sich solche Highlights nicht (oder zumindest nicht oft) gönnen können. Aber das darf kein Argument für „Ballermann auf dem Vulkan“ sein. Ich kenne Rentner, die den ganzen Monat recht bescheiden wirtschaften, um sich aber einmal ein herausragendes Gastronomie-Erlebnis leisten zu können. Genau so ist es richtig: Das Leben braucht Höhepunkte und exzellente Gastronomie ist ein gutes Stück Kultur, das seine Berechtigung hat.
    Ich würde mir wünschen, dass Häuser wie das Seehotel Michaela sich aktiv an Initiativen wie foodsaver (http://www.zeit.de/campus/2016-11/foodsaver-app-foodsharing-containern-lebensmittelmarkt/komplettansicht) beteiligen. Bei gehobenen Anlässen, insbesondere Buffets, bleiben häufig große Mengen hochwertiger (auch zubereiteter) Lebensmittel übrig und wandern in den sog. „Schweineeimer“. Man könnte diese – dank ehrenamtlicher Helfer und mittels intelligenter Frischhaltesysteme (http://foodsaver.com.de/) noch für soziale Zwecke retten und z.B. im Rahmen kleiner Nachbarschaftsfeste (Kooperation mit der Diakonie) auch armen und alten Mitbürgern kleine Höhepunkte bescheren. Ich erinnere mich aus meiner Studentenzeit an ein französisches Spitzen-restaurant in Marburg, dass die dortige Jugendherberge ab und an mit einem Abendbuffet überraschte.

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