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Lernpatenschaft im ersten Jahr an der Albert-Schweitzer-SchuleEine große Bereicherung

ALSFELD (ol). „Es war eine große Bereicherung“ – mit diesen Worten fassen die beiden Lernpatinnen Chantal Kilka und Isabel Mauss ihre Erfahrung aus dem letzten Jahr zusammen. Die beiden Schülerinnen der Albert-Schweitzer-Schule haben im Rahmen des Gesellschaftspraktikums an dem neuen Projekt der Albert-Schweitzer-Schule „Lernpaten“ teilgenommen. Das teilte die Schule in einer Pressemitteilung mit.

„Zu unseren Aufgaben gehörte sowohl das gemeinsame Aufräumen des Schulranzens als auch die Erledigung von Hausaufgaben oder die Vorbereitung von Klassenarbeiten. Konkret heißt das zum Beispiel regelmäßig mit dem Schüler die Arbeitsblätter der einzelnen Fächer zu sortieren“, erklärte Chantal Kilka. „Oder mit ihm Lernkarten für das Vokabellernen anzulegen“, ergänzte Isabel Mauss.

Manchmal müsse man aber auch erst herausfinden, welche Ordnungs- oder Lernmethoden gut für den jeweiligen Schüler seien. Dabei gebe es Höhen und Tiefen, wie beide gelernt haben, denn nicht immer klappe die Zusammenarbeit gut. Manchmal müsse man sich auch gegen das Patenkind durchsetzen und die Familie müsse mitziehen.

Lernpatenschaften auch im nächsten Schuljahr

Die Lernpatenschaft ist neu im Angebotsrahmen des Gesellschaftspraktikums, das die Albert-Schweitzer-Schule bereits seit dem Schuljahr 2013/14 anbietet, um Schülern der Eingangsphase neue Erfahrungen vor allem im sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu ermöglichen und ehrenamtliches Engagement zu fördern. Initiiert wurde das Projekt von Felicitas Zierk, die das Gesellschaftspraktikum betreut, und von Adelheid Georg, die Schüler der Klasse 5 an die Lernpaten vermittelt und als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Beide hoffen, dass sich auch im kommenden Schuljahr Lernpaten zur Verfügung stellen und die begonnene Arbeit fortgesetzt werden kann, denn ganz offensichtlich profitieren nicht nur die betreuten Schülerinnen und Schüler davon, sondern auch die Paten selbst: „Ich habe gelernt, nicht aufzugeben, wenn es nicht gleich mit einem Patenschüler klappt. Mich interessiert, wie Menschen sind, das will ich zu meinem Beruf machen“, berichtet Isabel Mauss. „Wir haben auch eine Menge über uns selbst gelernt.“, bestätigt Chantal Kilka – und beide lachen.