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Polizei-Bilanz des Faschingswochenendes: Nicht nur positive HöhepunkteSchlägerei selbst noch im Krankenhaus

VOGELSBERG (ol). Während andere ausgelassen feierten an diesem Wochenende, hatte die Polizei in Lauterbach und Alsfeld alle Hände voll zu tun. Friedliche Narren? Nicht überall, wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilte.

Nüchtern viel die Bilanz der Polizeistationen in Lauterbach und Alsfeld für das Faschingswochenende aus. Während es beim Faschingsumzug in Freiensteinau am Sonntag zu keinen Problemen kam und die Polizei sich lediglich um Verkehrsregelungsmaßnahmen kümmern musste, kam es im Altkreis Alsfeld zu erheblicheren Auseinandersetzungen.

Im Alsfelder Ortsteil Angenrod gerieten am Sonntagabend drei Männer aneinander, die sich wechselseitig der Körperverletzung beschuldigten. Selbst im Krankenhaus führten sie die Auseinandersetzungen weiter aus, sodass die Polizei erneut schlichtend eingreifen musste. Gegen den 30-Jährigen, 39-Jährigen und 41-Jährigen, die alle drei aus Alsfeld stammen, wurden weitere Ermittlungen eingeleitet.

Starke Probleme auch beim Faschingsumzug in Mücke

Beim großen Fastnachtsumzug in Mücke hatten die dort eingesetzten Polizisten mit zahlreichen Auswirkungen von alkoholisierten Karnevalisten regelrecht zu kämpfen. Dabei waren die Alsfelder Polizisten durch Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt worden. Als Resümee bleib: 15 Platzverweise wegen unmittelbar bevorstehenden Straftaten. Außerdem wurden von den Einsatzkräften zahlreiche alkoholbedingte Streitigkeiten beobachtet, die aber keine polizeilichen Konsequenzen hatten. In einem Fall wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Zwei weitere Personen wurden wegen Beleidigungen angezeigt. Sie hatten Polizisten bei ihren Maßnahmen übelst beschimpft. Dabei tat sich besonders ein 21jähriger aus Feldatal hervor, der zuvor schon einen Platzverweis erhalten hatte. Nachdem er dann auch noch in eine Körperverletzung verwickelt war und ihn die Einsatzkräfte der Polizei festnehmen wollten, eskalierte die Auseinandersetzung und der 21jährige leistete dabei erheblichen Widerstand. Dabei wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt. Er verbrachte die restliche Nacht im Polizeigewahrsam. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen einer ganzen Latte von Straftaten.


Das wohl auffallendste an diesem Wochenende: Immer wieder kam es zu einer stark ausgeprägten, alkoholbedingten Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften der Polizei, DRK oder Feuerwehr.