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Krankenhauschef Pur verspricht sich während HygienekontrolleKeim Problem – Alsfeld wird geräumt

ALSFELD. Wer heute den strahlenden Sonnenschein mit seinen Liebsten in der Innenstadt verbracht hat, dem entging das Großaufgebot aus Krankenwagen, Polizeiautos, Hubschrauber nicht. Passantenkontrollen und unheimliche Menschen in Plastikanzügen. Panik und Aufruhr in ganz Alsfeld: Doch was war der Grund?

Sassan Pur, Geschäftsführer des Alsfelder Krankenhauses, schlägt seinen Terminkalender auf. Darin ein im Ärztebereich unbeliebtes, rot-umkreistes Wort: Hygienekontrolle. Er schlägt den Terminkalender schnell wieder zu, packt ihn in die braune Ledertasche und macht sich auf den Weg, den Vertreter der KRINKO zu treffen.

Wenige Minuten vor der ersten Sirene

Die KRINKO, namentlich die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts, sorgt nicht nur dafür, dass wir uns bei dem kleinsten Schnupfen ein Abendmahl aus Antibiotikum zuführen, sondern kontrolliert auch regelmäßig die Krankenhäuser auf ihre Sauberkeit. Und heute musste Alsfeld ran.

Zurück vor Ort, ein Gespräch zwischen Pur und dem Vertreter der KRINKO und zu der kleinen Ungereimtheit, die einen Alarm städtischen Ausmaßes auslöste. Denn auf die Frage hin, ob es im hygienischen Sinne Probleme im Alsfelder Krankenhaus geben würde, antwortete Pur in undeutlicher Aussprache mit „Kein Problem“ und einem leichten Grinsen. Bis Pur bemerkte, dass sein Gegenüber diesen unverständlichen Buchstabenhaufen falsch auffassen könnte, hatte KRINKO schon damit begonnen, das gesamte Krankenhaus unter Quarantäne zu stellen.

Der Pressesprecher der Kommission dazu: „In solchen Momenten können wir uns kein Zögern erlauben. Die Sicherheit unserer Patienten steht an oberster Stelle. Wirklich schockierend ist nur, wie verantwortungslos hier mit einem – anscheinend bekannten – Keim-Problem umgegangen wird.“ Seither ein erschreckendes Bild im Alsfelder Krankenhaus.

Ein Unglück keimt selten allein

Doch damit begann das Chaos erst richtig. Da zum Zeitpunkt der Quarantäne nicht alle Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses sich in Selbigem befanden, überprüften Mitarbeiter der KRINKO zufällig Bewohner der Stadt auf Keime. Dabei stellten Sie eine erstaunlich hohe Menge an Grippeviren fest, welche laut eigener Aussage nur aus dem kontaminierten Krankenhaus stammen könnten. Aus diesem Grund griff man zu radikalen Maßnahmen: Die Stadt muss geräumt werden.

Ein Prüfer der Kommission – komplett verschleiert in einem weißen Schutzanzug dazu: „Um die Sicherheit der Bewohner dieser Stadt und die Ausbreitung von weiteren gefährlichen Keimen und Bakterien zu verhindern, haben wir uns dazu entschlossen, die Stadt räumen zu lassen. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Keime weiterentwickeln oder mutieren. Wir wollen keine Epidemie von Vogel-, Schweine-, oder Sonst-was-Tiergrippe provozieren.“

Deswegen werden die Bewohner der Stadt evakuiert. Bis 18 Uhr soll die komplette Stadt geräumt sein. Alle Bewohner werden deswegen gebeten, sich wenn möglich zu ihren Freunden und Verwandten außerhalb Alsfelds zu begeben. Alternativ werden die Dorfgemeinschaftshäuser der umliegenden Dörfer zu Sicherheitszonen erklärt und mit heißen Getränken, Wärmedecken und präventiven Antibiotika versorgt. Die Stadt wird nach der Räumung komplett gesäubert und alle Keime und Viren abgetötet. Außerdem wird bereits darüber diskutiert, das Krankenhaus abzureißen und neu zu errichten, um eine hundertprozentige Keimfreiheit in dem Gebäude zu erlangen.

Die Resistenz der Politik

Landrat und Aufsichtsratvorsitzender des Krankenhauses Manfred Göring versteht sich in dieser Situation professionell: „Ob Keim Problem oder kein Problem – ich werde natürlich alle Beziehungen spielen lassen, damit die Stadt Alsfeld und das Alsfelder Krankenhaus bald wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein wird.“

Demnach bleibt es nur zu warten und zu hoffen. Laut KRINKO soll die gesamte Stadt bis spätestens Samstagmorgen dekontaminiert sein. Dies könnte sich jedoch verzögern, da laut unseren Quellen der amtierende Bürgermeister Stephan Paule das Rathaus abgeriegelt hat und sich weigere, die Stadt zu verlassen. Telefonisch gab dieser der OL-Redaktion ein Statement zu seinem aktuellen Zustand ab: „Ich bin der Bürgermeister von Alsfeld und wenn das Schiff sinkt, dann sinkt der Captain mit!“. Kurz danach brach die Verbindung ab.

Somit bleibt nur noch eines für die Alsfelder Bevölkerung an diesem Abend zu tun: Hoffen und Beten.

Ein dreifach donnerndes Helau
Helau liebe Närrinnen und Narren, was wäre Fasching ohne Krebbelzeitung? Genau, es wäre wie Fußball ohne Ball, Currywurst ohne Curry oder Alsfeld ohne sein Rathaus – nicht vollständig. Daher haben wir von Oberhessen-live uns dazu entschieden, in diesem Jahr erstmalig die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ zu entwerfen und somit das närrische, bunte Treiben zu begleiten.

Das Redaktionsteam der „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei den vorliegenden Artikeln um närrische Nachrichten handelt, die nur zur Fastnachtszeit erscheinen. Die Artikel reichen bis in die vergangene Fastnachtssaison zurück und wir erheben keinen Anspruch darauf, dass sie brandaktuell sind. Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass wir keinen Wert auf den Wahrheitsgehalt der Artikel gelegt haben: Einige sind frei erfunden, andere enthalten zumindest einen kleinen Kern an Wahrheit und andere wiederum sind absolut korrekt recherchiert. Die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ lebt von Gerüchten und erfundenen Geschichten.

Natürlich freuen wir uns auch über aktives Mitmachen und das Einsenden von Texten an redaktion@oberhessen-live.de, die wir gerne veröffentlichen. Die Redaktion behält sich vor, die eingesendeten Texte zu kürzen und gegebenenfalls auch ganz zurückzuweisen. Vogelsberg Helau!

2 Gedanken zu “Keim Problem – Alsfeld wird geräumt

  1. Das war ein sehr schlechter und absolut nicht lustiger Scherz, weil diese Krankenhauskeime im Alsfelder Krankenhaus wirklich existieren.

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