Hier geht nichts mehr: die zerstörten Lastwagen am morgen auf der A5. Fotos: privat

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Nach schwerem Unfall auf der A5 dauern Aufräumarbeiten an – Fahrer schwer verletztA5: Die Vollsperrung dauert noch längere Zeit

NIEDER-OHMEN (aep). Vollsperrung nach einem schweren Unfall auf der A5. Bei Homberg/Ohm in Richtung Süden sind am frühen Morgen in Höhe Nieder-Ohmen zwei Lastwagen ineinander gekracht. Es gibt einen Schwerverletzten, größeren Umweltschäden und riesigen Sachschaden. Ab Alsfeld wird über die B49 umgeleitet.

Nach Angaben der Polizei prallte auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt ein Sattelzug gegen 5.30 Uhr auf einen stehenden Lastwagen auf dem Standstreifen. Der Lkw hatte eine Panne. Der 54-jährige Fahrer des Sattelzuges aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis wurde bei dem Aufprall im brennenden Unfallwrack eingeklemmt. Den Brand konnten Ersthelfer aber mit Feuerlöschern löschen, und die Feuerwehr befreite den Fahrer in einer zweistündigen Rettungsaktion aus dem völlig zertrümmerten Wrack. Sie mussten das Fahrerhaus stückweise abbauen, denn es lag praktisch komplett auf dem Eingeklemmten, schilderte Gemeindebrandinspektor Stefan Hahn die Rettung.

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Rettung aus Trümmern: Das Fahrerhaus war völlig zermatscht und lag auf dem Fahrer. es musste quasi abgetragen werden.

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Für die Rettung, setzten die Feuerwehrleute neben hydraulischem Rettungsgerät auch eine Seilwinde ein. Sowohl der Fahrer des Sattelzuges, als auch der des Pannen-Lkws kamen mit schweren Verletzungen in Kliniken. Neben zwei Rettungsteams war auch die Crew des Rettungshubschraubers Christoph Gießen und ein leitender Notarzt im Einsatz. Unglaubliche Szenen spielten sich im Stau der Unfallstelle ab, denn sowohl Autofahrer als auch Lastwagenfahrer bildeten keine Rettungsgasse und behinderten so die Anfahrt eines Notarzteinsatzfahrzeuges.

Die Autobahn glich nach dem Unfall einem Trümmerfeld, und die Ladungen der Lastwagen verteilten sich über die A5, darunter auch Gefahrgut. Wie die Polizei informierte, ergoss sich das Vorprodukt eines Klebestoffes aus mehreren Containern auf die Fahrbahn. Die weiße Klebesubstanz erfordert derzeit den weiteren Einsatz von Feuerwehr und Autobahnmeisterei. Um eine Ausbreitung des Stoffes zu verhindern, wurden Bindemittel ausgebracht und der Kanal im Bereich der Unfallstelle abgedichtet.

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Feuerwehrleute versuchen, die Kanäle abzudichten, damit die Chemikalien nicht hineinfließen können.

Die Autobahn ist derzeit in Richtung Frankfurt noch voll gesperrt, der Verkehr wird an der Anschlussstelle Alsfeld West von der Autobahn abgeleitet. Die Polizei empfiehlt den Bereich weiträumig zu umfahren. Wann die A5 in diesem Bereich wieder frei gegeben wird, ist laut Polizeiangaben noch nicht absehbar.

Auch die Alsfelder Feuerwehr ist mit mehreren Fahrzeugen zu dem Unfall ausgerückt – darunter auch der Gefahrstoffzug des Kreises.

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Mehrere Rettungsteams eilten zur Unfallstelle – und blieben zunächst im Stau stecken, weil die Fahrer der Autos keine Rettungsgasse bildeten.

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Die Unfallstelle gleicht einem Trümmerfeld.

3 Gedanken zu “A5: Die Vollsperrung dauert noch längere Zeit

  1. ähm ist der Unfall nicht Zwischen Alsfeld und Homberg/Efze(Atzenhain)? oder ist schon wieder nen neuer LKW unfall passiert?!

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