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Schokoladenmarkt mit Tausenden Besuchern – "Weiberschätze" in der StadthalleSchokolade und Schnäppchen: Die Stadt ist voll

ALSFELD (aep). Das war ein Markttag, der als gelungen gelten dürfte: die Straßen voll, die Geschäfte gefüllt – bei bestem Wetter erwies sich am Sonntag der vierte Alsfelder Schokoladenmarkt einmal mehr als ein Publikumsmagnet. Das lag vielleicht sogar an einem gewissen Zusammenspiel: Schokolade in der Altstadt und „Weiberschätze“ in der Stadthalle ergänzten sich gut. Und noch einer freute sich über regen Zuspruch: der Modehändler Walter Sagawe, der nach Jahrzehnten auch in der Stadt eröffnet hat.

Bereits kurz nach Mittag füllte sich die Alsfelder Altstadt zusehends, bis die Gassen zwei Stunden später richtig eng wurden: Es müssen Tausende Besucher gewesen sein, die dem Ruf des süßen Markttreibens und der Aussicht auf Schnäppchen gefolgt waren. Rund um die Altstadt – Stadthallenparkplatz inklusive – war jedenfalls kein freier Parkplatz mehr zu finden. Auf dem Marktplatz konnten die Besucher Schokolade in allen Variationen genießen – und auch manches Schmankerl in fester wie flüssiger Form drum herum.

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Reger Besuch füllte den Marktplatz ab dem frühen Nachmittag.

 

Live-Produktion von Pralinen

Eine richtige Bühne gab es wegen der fortgeschrittenen Jahrzeit in diesem Jahr nicht – obwohl das Wetter dazu doch taugte – aber Naschkatzen konnten am großen Stand der Konditorei Günther doch live verfolgen, wie Pralinen entstehen. Auch Bürgermeister Stephan Paule band sich dabei die Schürze um, um sich als „Lehrling“ von Birgit Günther bei der Herstellung einer leckeren Schoko-Marzipan-Variante des Alsfelder Leonhardsturms anleiten zu lassen.

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Kinderspaß mit dem „Astronauten“: Kinderliedermacher Uwe Lal lud zum Mitmachen.

 

Dazu half er auch bei der Herstellung einer Leckerei, die Alsfelder Vereinen zugute kommt: der „Rathausaktie“. Das sind Tafeln Schokolade, die für fünf Euro in der Konditorei erworben werden können – von denen seit Jahren 2,5 Euro Alsfelder Vereinen zugute kommen, in diesem Jahr der Alsfelder Tafel.

Schokogenuss mit gutem Gewissen versprach derweil der Stand des Alsfelder Weltladens: Der Kakao, der dort flüssig in die Becher kam, ist fair erhandelt worden.

Besonderen Spaß hatten bei dem Markt die Kinder – und nicht nur wegen all der Süßigkeiten. Der bundesweit bekannte Kinderliedermacher Uwe Lal lud zum lustigen Mitsingen und -tanzen ein, und die Kleinen musste er nicht lange bitten.

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Magnet besonders fürs weibliche Publikum: die „Weiberschätze“ in der Alsfelder Stadthalle.

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Schnäppchen bei den „Weiberschätzen“

Vor allem die weiblichen Besucher des Schokoladenmarkts nutzten den Tag aber auch zu einem Besuch in der Stadthalle: „Weiberschätze“ gab es dort. Frauen boten an, was sie beim Entrümpeln ihrer Kleiderschränke als entbehrlich entdeckten, und viele, viele Frauen folgten dem Ruf zum günstigen Schnäppchen an nicht weniger als 80 Ständen. Die „Weiberschätze“ erwiesen sich damit einmal mehr als ein Renner.

Und wer als Frau sich dann auf den Weg gen Marktplatz machte, der kam offensichtlich auch nicht an der Ecke der Mainzer Gasse vorbei: Dort hat jetzt das Modegeschäft „Sag-Ja“ eröffnet. Dahinter steht ein in Alsfeld bereits seit vielen Jahren bekannter Name: Walter Sagawe. Einzig: Um bei Sagawes günstige Kleidung zu erstehen, mussten Kunden einst nach Eudorf fahren. Nun hat das Traditionsgeschäft auch in Alsfeld eröffnet – nach 62 Jahren – und war am Sonntag auf Anhieb brechend gefüllt. Auch der Bürgermeister schaute ein, um dem Inhaberpaar zu gratulieren und gute Wünsche zu überbringen.

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Gratulation zur Eröffnung: Walter Sagawe und Judita Altpeter – hier mit Sohn Phill (9) und dessen Freundin Annika (9) eröffneten in Alsfeld das Modegeschäft „Sag-Ja“. Bürgermeister Paule brachte einen Strauß Blumen mit.

 

„Ich bin in dem Laden geboren“, lacht der Inhaber, der das Geschäft zusammen mit seiner Lebensgefährtin Judita Altpeter betreibt, wenn er von der Tradition des Hauses erzählt. Allein: Der Betrieb lockte als Outlet in Eudorf stets mit sehr günstigen Preisen – aber hatte nie Laufkundschaft. Das soll sich ändern: „Ich habe die Gelegenheit genutzt“, erklärt Walter Sagawe: Der Standort am Mainzer Tor war frei. „Es ist ein Tor in die Altstadt.“

Weitere Eindrücke vom Schokoladenmarkt:

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Schokolade mit gutem Zweck: Bürgermeister Paule und die Konditorin Birgit Günther kreiierten die erste „Rathausaktie“.

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