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Ein Feuerwehrmann verletztFachwerkhäuser gehen in Flammen auf

OBER-BREIDENBACH (aep). Ein Großbrand hat in Ober-Breidenbach am Montagnachmittag zwei Gebäude vernichtet, obwohl gleich mehrere Feuerwehren samt Drehleiter ausgerückt waren, das Feuer zu bekämpfen. Bei dem bis in die Nacht anhaltenden Einsatz wurde ein Feuerwehrmann schwer verletzt: In der Hektik war er über Schlauchleitungen gestürzt und zog sich Knochenbrüche zu.

Über 80 Feuerwehrleute aus Romrod und Alsfeld kämpften gegen die Flammen in der Heimatstadt von Kreisbrandinspektor Werner Rinke. Das Bauernhaus aus dem Jahr um 1802 wurde weitgehend zerstört, die Polizei spricht von einem Sachschaden in Höhe von rund 150 000 Euro.

Weithin sichtbar zog die Rauchfahne von Ober-Breidenbach aus übers Land, nachdem in dem Wohnhaus eines nicht mehr bewirtschafteten Hofs, das Feuer aus noch ungeklärter Ursache in der Küche ausgebrochen war. In dem Haus lebte ein altes Ehepaar, das glücklicherweise selbst jedoch nicht zu Schaden kam.

Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, und die ersten Feuerwehrleute, die den Brandort erreichten, versuchten noch, die Flammen von innen zu löschen. „Es war aber nur noch ein einziges Flammenmeer“, fasste einer seine Eindrücke zusammen. Von innen war nichts mehr zu machen.

Derweil kämpften die Kameraden von den Wehren aus Ober- und Nieder-Breidenbach, aus Strebendorf, Romrod Mitte und später auch Alsfeld mit einem anderen Problem: einer unzureichenden Versorgung mit Löschwasser. Über Hydranten, eine Zisterne und schließlich über eine mehrere Hundert Meter lange Schlauchstrecke zu einem Teich, wurde der Wasserbedarf zu Stillen versucht. Rund zwei Stunden schlugen Flammen aus dem Haus und der angebauten Scheune, bis Stadtbrandinspektor Oliver Rabe „Feuer aus“ melden konnte. Aufgeteilt in drei Abschnitten unter der Leitung von Heiko Heilbronn, Bastian Heiser und Tim Decher koordinierte der Stadtbrandinspektor die Brandbekämpfung.

Bis in die Nacht blieb eine Brandwache der Feuerwehr Romrod vor Ort.

Bei der Ermittlung der Brandursache geht die Polizei inzwischen von einem technischen Defekt an einem Holzofen in der Küche aus. Dadurch geriet die hölzerne Wandvertäfelung in Brand, und die Flammen breiteten sich sehr schnell aus.

Glimmende Glutnester in der am Montag abgebrannten Hofreite lösten am Mittwochmorgen einen erneuten Einsatz für die Feuerwehren Romrod und Ober-Breidenbach aus. Mit Strahlrohren löschten die Feuerwehrleute die Glut, zu einem weiteren Feuer kam es nicht.

 

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