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Mit Pfeil und BogenMS-Gruppe ALBATROS zu Gast beim Momberger Bogensportteam

ALSFELD (ol). Die Mitglieder der Multiple-Sklerose-Gruppe ALBATROS Alsfeld haben beim Schützenverein Viktoria 1877 Momberg das Bogenschießen ausprobiert. Ein eigens auf Menschen mit Behinderung abgestimmtes Konzept ermöglichte es den Teilnehmern, die paralympische Sportart unter fachkundiger Anleitung kennenzulernen. Dabei konnten die Bögen individuell an unterschiedliche körperliche Voraussetzungen angepasst werden. Ermöglicht wurde die Veranstaltung unter anderem durch die Projektförderung der gesetzlichen Krankenkassen für Selbsthilfegruppen.

Den Bogen richtig halten, das Ziel anvisieren, spannen und schließlich im richtigen Moment loslassen: Für die Mitglieder der Multiple-Sklerose-Gruppe „ALBATROS“ waren diese Bewegungsabläufe zunächst ungewohnt. Auf dem Gelände des Schützenvereins Viktoria 1877 Momberg konnten sie einen Tag lang das Bogenschießen ausprobieren und sich unter fachkundiger Anleitung Schritt für Schritt mit der paralympischen Sportart vertraut machen, heißt es in einer Pressemitteilung der Multiple-Sklerose-Gruppe ALBATROS Alsfeld.

Bogensportwart Thomas Wieber und sein Team hatten gemeinsam mit Uwe Thöt aus der Teamleitung der MS-Gruppe ein Konzept speziell für Menschen mit Behinderung ausgearbeitet.

Zunächst ging es mit sogenannten „Nullbögen“, einer Bogenattrappe, darum, ein Gefühl für das Sportgerät und die Körperhaltung zu bekommen. Auf das Ziel geschossen wurde anschließend mit klassischen Recurve-Bögen, die sich individuell an die unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmer sowie an Kraft, Körpergröße und Händigkeit anpassen ließen. Auch im Sitzen oder aus dem Rollstuhl war der Schuss auf das Ziel möglich.

Physiotherapeutin Jasmin Ciemny unterstützte die Teilnehmer mit Aufwärm- und Lockerungsübungen. Beim Bogenschießen kommen unterschiedliche Fähigkeiten zusammen, die durch die Erkrankung beeinträchtigt sein können: Körperspannung und Balance sind ebenso gefragt wie Koordination, Konzentration und Körpergefühl.

Entscheidend war an diesem Tag nicht, wer den stärksten Bogen spannen oder die meisten Ringe erzielen konnte. Jubel herrschte dennoch, als immer mehr Pfeile ihr Ziel fanden oder die an den Scheiben aufgehängten bunten Luftballons platzten. „Voller Körpereinsatz, Spannung und Entspannung zugleich“, fasste einer der Teilnehmer seine Erfahrungen zusammen.

Bei Kaffee und Kuchen blieb zwischendurch Zeit zum Verschnaufen und Erzählen, bevor es wieder zurück auf die Schießbahnen ging. Was am Morgen für die meisten noch völliges Neuland gewesen war, ging im Laufe des Tages immer leichter von der Hand. So waren am Ende einige überrascht, wie gut der Umgang mit Pfeil und Bogen trotz körperlicher Einschränkungen funktionierte.

Die Multiple-Sklerose-Gruppe ALBATROS Alsfeld dankt dem Bogensportteam des Schützenvereins Viktoria 1877 Momberg und Physiotherapeutin Jasmin Ciemny für die gelungene Veranstaltung. Ermöglicht wurde diese unter anderem durch die Projektförderung der gesetzlichen Krankenkassen für Selbsthilfegruppen.

Fotos: Thöt/ALBATROS

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