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SPD-Kreistagsfraktion informiert sich über Baufortschritt am Kreiskrankenhaus AlsfeldGrößte Investition des Vogelsbergkreises soll medizinische Versorgung und Krankenhausstandort langfristig sichern

VOGELSBERGKREIS (ol). Die SPD-Kreistagsfraktion Vogelsberg hat sich bei einer Baustellenbesichtigung über den Neubau des Kreiskrankenhauses Alsfeld informiert. Geschäftsführer Volker Röhrig und Prokurist Jan Klassert erläuterten Baufortschritt, medizinisches Konzept und Energieversorgung. Die Übergabe des Neubaus ist für Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 vorgesehen.

Noch prägt eine große Baugrube das Gelände unmittelbar neben dem bestehenden Kreiskrankenhaus Alsfeld. In den kommenden Monaten soll hier der Neubau des Kreiskrankenhauses entstehen. Bei einer Baustellenbesichtigung informierte sich die SPD-Kreistagsfraktion Vogelsberg über den aktuellen Stand des nach ihren Angaben größten Investitionsprojekts in der Geschichte des Landkreises, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion Vogelsberg.

Geschäftsführer Volker Röhrig und Prokurist Jan Klassert erläuterten sowohl den bisherigen Baufortschritt als auch die Konzeption des künftigen Krankenhauses. Der kompakte Neubau ist konsequent auf moderne medizinische Abläufe und kurze Wege ausgerichtet. Insgesamt sind 128 Betten vorgesehen, darunter acht Intensivbetten. Hinzu kommen unter anderem drei Operationssäle sowie moderne Bereiche für Notaufnahme, Diagnostik, ambulante Eingriffe, Innere, Allgemeinpflege und Geriatrie. Soweit möglich habe man bei den Planungen auf die absehbaren Veränderungen im Gesundheitswesen reagiert.

„Wenn man heute in diese Baugrube schaut, bekommt man erstmals ein wirkliches Gefühl für die Dimension dieses Projekts“, sagte Matthias Weitzel, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Vogelsberg. „Hier entsteht in den kommenden Jahren nicht nur ein neues Gebäude, sondern die Grundlage dafür, den Krankenhausstandort Alsfeld und damit eine verlässliche medizinische Versorgung im Vogelsbergkreis langfristig zu sichern. Die geplanten Strukturen bringen gegenüber dem heutigen Haus deutliche Verbesserungen für Patienten und Beschäftigte.“

Ein Schwerpunkt der Erläuterungen lag auch auf der künftigen Energieversorgung des Neubaus. Nach Angaben der Geschäftsführung setzt das Energiekonzept auf eine Kombination aus Geothermie, Wärmepumpen und Solarenergie. Die Wärme- und Kälteversorgung soll unter anderem über Erdwärmesonden und Wärmepumpentechnik erfolgen. Damit sollen nicht nur der Energieverbrauch und die CO₂-Belastung reduziert werden. Eine moderne und effiziente Energieversorgung spielt angesichts dauerhaft hoher Betriebskosten eines Krankenhauses auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle.

Patrick Krug, Erster Kreisbeigeordneter des Vogelsbergkreises, unterstrich die Tragweite der Investition: „Der Neubau ist die größte Einzelinvestition, die der Vogelsbergkreis bislang gestemmt hat. Diese Investition ist notwendig, weil eine leistungsfähige medizinische Versorgung im ländlichen Raum eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge ist. Gleichzeitig sichern wir damit den Krankenhausstandort und die vielen Arbeitsplätze, die unmittelbar und mittelbar mit dem Kreiskrankenhaus verbunden sind.“

Gerade die Verbindung von moderner Medizin, funktionalen Abläufen und zeitgemäßer Gebäudetechnik mache deutlich, dass mit dem Neubau weit mehr als ein Ersatz für das bestehende Gebäude geschaffen werde.  Das neue Haus werde kompakter und stärker an den heutigen und künftigen Anforderungen der stationären und ambulanten Versorgung ausgerichtet.

Erfreuliche Nachrichten gab Geschäftsführer Volker Röhrig auch mit Blick auf Kosten und Bauzeiten. Nach den bisherigen Vergaben liege das Projekt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen, erläuterte er während des Besuchs. Die Übergabe des fertigen Neubaus an das Kreiskrankenhaus wird für Ende 2028/Anfang 2029 angestrebt.

„Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es alles andere als selbstverständlich, Kosten und Zeitplan im Griff zu behalten“, ergänzte der SPD-Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler. „Umso wichtiger ist eine kontinuierliche und transparente Begleitung des Bauvorhabens. Der heutige Besuch hat gezeigt, dass hier mit großer Sorgfalt an einem Krankenhaus gearbeitet wird, das den Vogelsbergkreis über viele Jahrzehnte prägen wird.“

Zum Abschluss dankte die SPD-Kreistagsfraktion Geschäftsführer Volker Röhrig und Prokurist Jan Klassert für die ausführlichen Erläuterungen und den unmittelbaren Einblick in den Baufortschritt.

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