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Erste Bilanz nach Großbrand in LauterbachFünf Gebäude beschädigt, fünf Menschen leicht verletzt

LAUTERBACH (jal). Nach dem Großbrand in der Lauterbacher Altstadt am Mittwochnachmittag geht die Polizei nach aktuellem Ermittlungsstand davon aus, dass insgesamt fünf Gebäude beschädigt wurden und teils unbewohnbar sind. Der vorläufig geschätzte Schaden geht in die Millionen.

Wie das Polizeipräsidium Osthessen am Morgen nach dem Brand mitteilte, erlitten drei Anwohner sowie zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr leichte Rauchgasvergiftungen.

Nach Angaben der Polizei waren gegen 17.20 Uhr am Mittwoch mehrere Personen auf den Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Markstraße aufmerksam geworden und hatten die Rettungsleitstelle verständigt. Die Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot von etwa 300 Einsatzkräften und vier Drehleitern an und bekämpften die Flammen über mehrere Stunden. Erst gegen 23 Uhr sei der Brand unter Kontrolle gewesen. Die Nachlöscharbeiten dauerten zum Zeitpunkt der Mitteilung noch an, dazu zählt auch die akribische Suche nach Glutnestern in den Wänden. Das heiße Wetter ist eine zusätzliche Belastung dabei für die Einsatzkräfte.

Zur Brandursache könne derzeit noch keine Aussage getroffen werden, teilte die Polizei weiter mit. Die Brandstelle sei beschlagnahmt worden. Brandursachenermittler der Regionalen Kriminalinspektion Vogelsberg hätten die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes rechnen die Beamten mit länger andauernden Untersuchungen. Die Gebäude gelten teils als einsturzgefährdet und unbewohnbar. Auch das THW ist im Einsatz, hilft bei der Sicherung.

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Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei nach ersten vorläufigen Erkenntnissen auf einen mittleren siebenstelligen Betrag.

Zeugenmeldungen und Spenden erbeten

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Brandentwicklung vor 17.20 Uhr geben können, sich unter der Telefonnummer 0661/105-0 beim Polizeipräsidium Osthessen oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Lauterbachs Bürgermeister Holger Marx wandte sich per Instagram-Video an die Bevölkerung und bat, von Sach- und Kleiderspenden für die betroffenen abzusehen. Die Stadt hat allerdings ein Spendenkonto bei der Sparkasse Oberhessen eingerichtet. Es hat die IBAN DE15 5185 0079 0360 2000 86, der Betreff soll „Spenden Brand Marktplatz“ lauten. „Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen“, schrieb die Stadt in dem Netzwerk.

Die Bürger werden außerdem dazu aufgerufen, den Bereich des Brands in der Lauterbacher Altstadt weiträumig zu meiden (siehe Karte). Außerdem ist ein Infotelefon eingerichtet worden. Es ist unter ‭06641 184181‬ zu erreichen.

Der hr berichtet unter Berufung auf Landrat Jens Mischak, dass von dem Feuer insgesamt 31 Lauterbacher betriffen sind. „Denjenigen, die keine andere Unterkunft haben, stellte die Stadt nach eigenen Angaben kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten in der Jugendherberge zur Verfügung“, heißt es in dem Bericht. Außerdem wurden Mischak zufolge zwei Kräne angefordert. „Mit denen wollen die Einsatzkräfte Trümmer und alles andere, was bei den Nachlöscharbeiten noch stört, herausholen“, so der Landrat.

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