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Nach sechs Jahren als interkommunaler DienstDas Medizinische Versorgungszentrum Vogelsberg will noch wachsen

VOGELSBERGKREIS (ol). Menschlichkeit, Vertrauen, Qualität und Teamgeist – für diese Unternehmenswerte steht das Medizinische Versorgungszentrum Vogelsberg seit sechs Jahren, heißt es in einer Pressemitteilung. Rund 4600 Patienten an den beiden Standorten in Grebenhain und Freiensteinau profitieren davon. „Wir haben uns gut entwickelt“, sagt denn auch Steven Renner, seit genau einem Jahr Geschäftsführer des MVZ. Und er kündigt an: „Wir wachsen weiter, deshalb brauchen wir zusätzliches ärztliches Personal.“

Rückblick: Das war schon ein mutiger Schritt vor sechs Jahren, als der Vogelsbergkreis gemeinsam mit den Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain das erste interkommunale Medizinische Versorgungszentrum in Hessen aus der Taufe hob. Und er war ohne Alternative: „Wenn wir es nicht gemacht hätten, gäbe es in zwei Gemeinden keine hauärztliche Versorgung“, hatte Landrat Dr. Jens Mischak vor zwölf Monaten erklärt, als der bisherige MVZ-Geschäftsführer Ulf Werner verabschiedet und sein Nachfolger Renner vorgestellt wurden. Der ist von Haus aus Wirtschaftswissenschaftler und ausgebildeter Notfallsanitäter. Zuletzt war er bei „Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH“, kurz GWMK, einem regionalen Gesundheitsnetzwerk im nordhessischem Werra-Meißner-Kreis, tätig.

Vor einem Jahr ein „geordnetes Haus“ übernommen

Im Vogelsberg hat er vor einem Jahr ein „geordnetes Haus“ übernommen – eine Formulierung, die bei einem Wechsel in der Geschäftsleitung gerne benutzt wird. Im MVZ indes ist dies auch deutlich sichtbar: Helle freundliche Behandlungszimmer, angenehm gestaltete Wartebereiche, Freiräume und natürlich neueste Technik. So werden die Patienten beispielsweise im Wartebereich über einen großen Monitor informiert, wie sie sich am besten einen Termin buchen oder ein Rezept bestellen können. „Das sorgt für Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Patienten“, kommentiert Geschäftsführer Renner.  Auch zahlreiche Informationen zum Hausarztprogramm werden auf dem großen Monitor eingespielt „Dieses Modell wird gut angenommen“, sagt Christina Gothe-Leissos, die Ärztliche Leiterin des MVZ. Dabei sind die Hausärzte erste Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen. Sie besprechen mit den Patienten die nötigen Behandlungen und Therapien und unterstützen bei Bedarf auch bei der Terminfindung. „Meine Aufgabe ist es, das alles zu lenken“, so die Medizinerin.

Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Medizin

Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch mit anderen Akteuren aus dem Bereich der Medizin, der Pflege, der Altenhilfe oder aus dem sozialen Bereich. Zudem kooperiert das MVZ mit dem Pflegestützpunkt des Vogelsbergkreises.

Große Aufgabe: das richtige Personal finden

Und wo sieht der Geschäftsführer Steven Renner die größten Herausforderungen der Zukunft? Die Antwort kommt schnell: „In einer älter werdenden Gesellschaft ausreichend Personal zu finden für unsere Praxen – das wird eine große Aufgabe werden.“ Hinzu kommt: Die finanzielle Ausstattung im medizinischen Bereich ist bereits angespannt, was die Gesundheitsreform in Berlin letztendlich bringt, bleibt abzuwarten, „im Moment stehen wir vor einer nicht planbaren Zukunft“, sagt Renner.

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